16 | 09 | 2019
Vorbericht TV Helmbrechts - SV 08 Auerbach I

Ein schweres und ein „einfaches“ Auswärtsspiel, sowie ein Heimspiel stehen für die Handballer des SV 08 Auerbach noch auf dem Plan, dann ist die Saison auch schon wieder zuende. Zunächst müssen die Oberpfälzer am Sonntag zum schweren Spiel beim Tabellen-Siebten TV Helmbrechts, der als Nutznießer der letztwöchigen Niederlagen sowohl des SV 08 als auch des HC Sulzbach-Rosenberg vorzeitig mit dem Klassenerhalt belohnt wurde. Somit können die „Füchse“ befreit ihre beiden letzten Saisonspiele angehen und versuchen, als bestplatziertes Landesligateam Oberfrankens abzuschließen. Die Schnödt-Sieben hingegen muss nach der bitteren Niederlage gegen Lauf unbedingt punkten, um auch weiterhin ihr Schicksal in eigener Hand zu behalten. Anpfiff in der Sporthalle Helmbrechts ist um 16:00 Uhr.

In einer perfekten Welt erweist der TV Helmbrechts dem SV 08 Auerbach die Ehre, am kommenden Sonntag etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen, während die Bergstädter im Gegenzug am letzten Spieltag ihr Heimspiel gegen die auf Platz Sechs liegende HSG Fichtelgebirge gewinnen und dadurch die „Helmetzer Füchse“ zum bestplatzierten Landesligateam Oberfrankens macht. Natürlich leben wir nicht in einer perfekten Welt und selbstverständlich will der TV Helmbrechts sein Schicksal selbst bestimmen.

Dennoch bietet sich für die Schnödt-Sieben eine - wenn auch nicht gerade leichte - Möglichkeit, sich für die Hinspielniederlage zu revanchieren. Allerdings gilt der TVH als heimstark und weiß geschickt zu nutzen, dass im „Fuchsbau“ nicht geharzt werden darf. So musste man sich in eigener Halle nur den Teams aus Regensburg, Cham und Lauf beugen und einen Zähler an den TV Münchberg abgeben. Von den sieben gewonnenen Heimspielen zeigen vor allem die Siege gegen Ingolstadt und Sulzbach, dass es schwer ist, in Helmbrechts zu punkten. Zuletzt lief es zwar nicht ganz nach Plan für das Team um Spielertrainer „Niki“ Aust, denn nach zwei Siegen gegen Forchheim (38:29) und in Ingolstadt (32:34) musste man gegen Lauf (25:27) und in Marktsteft (21:19) bittere Niederlagen einstecken. Doch durch die gleichzeitigen Niederlagen des SV 08 Auerbach und des HC Sulzbach-Rosenberg am vergangenen Wochenende ist man nun mit 24:24 Punkten gesichert und hat vorzeitig nichts mehr mit dem Abstieg zu tun.

Die beiden noch ausstehenden Heimpartien gegen Auerbach und Heidingsfeld können somit genutzt werden, sich einerseits dem eigenen Publikum noch einmal zu präsentieren und andererseits Stefan Wopperer gebührend zu verabschieden. Der 21-jährige Informatik-Student wird ab der kommenden Saison das Trikot des Bayernligisten HaSpo Bayreuth tragen und dort den linken Rückraum verstärken. Auch wenn dem Ur-Helmetzer, der seit dem vierten Lebensjahr alle Jugendmannschaften des TVH durchlief, der Schritt verständlicherweise nicht leicht fällt, so freut er sich doch auf die neue Herausforderung in der höheren Spielklasse. Damit verliert Helmbrechts nicht nur ein Eigengewächs, sondern auch einen langjährigen Torgaranten und etwa ein Drittel aller in dieser Saison erzielten Treffer. Auch in der laufenden Saison traf er bereits insgesamt 210/64 mal und grüßt mit einem Vorsprung von fast 50 Treffern von der Spitze der Staffel- Torschützenliste. Im Hinspiel konnte ihn die Auerbacher Abwehr zwar anfangs einigermaßen kontrollieren, der kollektive Einbruch der Defensivabteilung in der zweiten Halbzeit ermöglichte es ihm dennoch, mit insgesamt 12/2 Toren das Dutzend voll zu machen.

„Die beiden Punkte aus dem Hinspiel vermissen wir bitter und ich hoffe, wir können uns zumindest teilweise revanchieren“ erwartet Matthias Schnödt erneut eine Reaktion auf eine Niederlage. Am vergangenen Wochenende hat sich sein Team zwar verbessert gezeigt im Vergleich zum Spiel in Forchheim, doch gegen einen ausgebufften Gegner wie Lauf waren 40 Minuten gutes Spiel einfach zu wenig. „Helmbrechts ist ein sehr unangenehmer Gegner, eine absolute Kampfmannschaft. Dazu haben sie mit Wopperer einen überragenden Rückraum-Shooter, der unserer Abwehr alles abverlangen wird.“ Zumindest sind keine weiteren Ausfälle zu beklagen, sodass voraussichtlich das gleiche Team wie gegen Lauf seine Chance erhält, sich von seiner besseren Seite zu zeigen. Doch auch der TVH weiß von der Situation in Auerbach und erwartet eine Mannschaft „die unbedingt punkten muss.“

Der Ausblick von Matthias Schnödt ist nur vorsichtig optimistisch. „Bisher waren die Spiele gegen Helmetz immer sehr eng und auch im letzten Jahr waren wir knapp dran. Ein Punkt wäre schon goldwert, dazu müssen wir jedoch deutlich konstanter und über 60 Minuten konzentriert spielen.“ Allen, die nicht auf Handball verzichten möchten, denen aber der Weg für einen Sonntagsausflug nach Helmbrechts zu weit ist, sei das Qualifikationsturnier der männlichen B-Jugend ans Herz gelegt. Dieses findet am Samstag ab 10:30 Uhr in der Helmut-Ott-Halle statt und hat sicherlich ein paar Zuschauer verdient.