13 | 12 | 2017
Aktuelles von der Ersten
Die Handballer des SV 08 Auerbach vermelden einen Neuzugang. Florian Wehner vom Reserveteam des HaSpo Bayreuth schließt sich den Oberpfälzern an und wird an diesem Wochenende gegen den HC Forchheim erstmals für sein neues Team auflaufen. Trainer Matthias Schnödt freute sich gleichermaßen über die Verstärkung der Linksaußenposition, wie über die Erweiterung des Kaders. Im Folgenden stellen wir den 22-Jährigen kurz vor.

Wenn am Sonntag um 16:00 Uhr in der Helmut-Ott-Halle die Landesliga-Partie gegen Aufsteiger HC Forchheim angepfiffen wird, wird auf der Auerbacher Bank ein für die Fans unbekanntes Gesicht erstmals zu sehen sein. Der neue Spieler mit der Rückennummer 20 heißt Florian „Flo“ Wehner, ist 22 Jahre alt, 1,78 Meter groß, etwa 78 Kilogramm schwer und seine Position ist Linksaußen. Der gebürtige Bayreuther, der derzeit eine Ausbildung zum Inspektoranwärter im Notardienst absolviert, hat in seiner Handballkarriere ausschließlich beim HaSpo Bayreuth gespielt und dort von der C-Jugend bis zum Männerbereich alle Mannschaften durchlaufen. „Ich habe mit Handball 2007 angefangen, nachdem ich die WM in Deutschland vor dem Fernseher verfolgt habe. Ich war bisher bei keinem anderen Verein als bei HaSpo, habe aber zwischendurch drei Jahre pausiert. Damals habe ich wegen der New England Patriots angefangen, American Football zu spielen.“ Dabei sei ihm die handballerische Ausbildung durchaus zugute gekommen, erklärt er. „Andersherum hilft es mir leider eher weniger.“ Seine Stärken sieht der Rechtshänder hauptsächlich in seiner Sprungkraft, seiner Schnelligkeit und in der Athletik. „Nachholbedarf habe ich derzeit noch bei den Wurfvarianten, aber es gibt ja immer etwas zu verbessern.“
Ähnlich lautet auch das Urteil von Michael Werner, über den die Verbindung zum SV 08 zustande kam. „Flo wollte, nachdem er die gesamte Vorbereitung bei uns durchgezogen hatte, am Ende aber mit Kapitän Steffen Berghammer und dem talentierten 2-Meter-Mann Sven Goeritz zwei andere Spieler den Vorzug erhalten haben, nicht in der Zweiten in der Bezirksoberliga spielen, sondern mindestens Landesliga. Er war nicht weit weg, aber wir können die Spielanteile auf Linksaußen nicht sinnvoll auf drei Akteure verteilen“ erklärte der ehemalige Auerbacher Kreisläufer und derzeitige Trainer des aktuellen Zweiten der Bayernliga. „Aus diesem Grund habe ich den Kontakt mit „Johnny“ (Matthias Schnödt) hergestellt, da ich ja immer noch sehr gute Kontakte nach Auerbach habe. Ich wusste, dass er (Schnödt) Interesse hat und „Flo“ dadurch höherklassig spielen kann. Damit ist hoffentlich für alle eine gute Lösung gefunden. „Flo“ ist schnell, wendig, ehrgeizig und hat sich bei uns gut eingebracht. Ich wünsche mir für ihn und für Auerbach, dass er seine Sache gut macht, viel spielen und sein Potential ausschöpfen kann, denn nur durch Spielanteile werden die Jungs besser.“
Der angesprochene Ehrgeiz zeigt sich auch in den Aussagen des Spielers selbst. „Ich habe in Bayreuth die komplette Vorbereitung seit Mitte Juni bei der Bayernligamannschaft absolviert und bin am Ende im erweiterten Kader gelandet. Natürlich hätte ich Trainingszeiten weiterhin ganz normal bei der Herren 1 sammeln können, Spielzeit allerdings nur in der BOL. Nach den ersten Spielen dort, war ich mit dem Niveau unzufrieden, da ich keine persönliche Weiterentwicklung feststellte. Nach Gesprächen mit den Trainern ist dann über Michael Werner der Kontakt zu Auerbach zustande gekommen. Schon nach der ersten Trainingseinheit war für mich schnell klar, dass es mir in Auerbach gefällt. Die Stimmung im Team ist super, auch das Verhältnis zu den Trainern. „Tanne“ (Alexander Tannenberger) kannte ich schon aus ein oder zwei Spielen mit der A-Jugend, ansonsten kannte ich niemanden, finde aber alle sehr nett und hilfsbereit.“
Gleichzeitig erklärte er, dass der Wechsel für ihn kaum mehr Aufwand bedeutet, als in Bayreuth zu spielen. „Zu den Trainingseinheiten fahre ich nach der Arbeit mit dem Auto. Über die A9 und die Landstraße brauche ich etwa 20 bis 25 Minuten. Alles super entspannt. Der Zeitaufwand ist ähnlich wie in Bayreuth, also von der Abfahrt zuhause zur Halle, Training und wieder zurück.“ Angesprochen auf seine Ziele für seine Zeit in Auerbach, sagte der 22-Jährige, er erwarte sich „vor allem eine Weiterentwicklung meines eigenen Spieles und dass ich dem Team weiterhelfen kann.“ Zumindest Letzteres, ist sich Matthias Schnödt sicher, „sollte kein Problem darstellen, denn bei der engen Personaldecke bedeutet jeder gut ausgebildete Spieler eine willkommene Verstärkung.“
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 09. November 2017 um 16:10 Uhr