05 | 04 | 2020
Bayerische Handballmeisterschaft der männlichen C Jugend

Die männliche Handball C Jugend des SG Auerbach/Pegnitz bestritt am vergangenen Wochenende das Final Four Finale der Landesliga. Jeweils die Tabellenersten sowie die Zweiten der Landesliga Nord und Süd waren zu diesem Turnier eingeladen und trugen die bayerische Meisterschaft unter sich aus. In einem hochklassigen und packenden Finale konnte sich letztendlich die HSG Isar-Loisach gegen den TSV Hauenstetten mit 19:18 durchsetzen. Der SG Auerbach/Pegnitz blieb im kleinen Finale gegen die TG Landshut ein unglücklicher vierter Platz.

In dem im k.o. Modus ausgetragenen Turnier musste die SG Auerbach/Pegnitz zunächst gegen den Tabellenersten der Landesliga Süd, die HSG Isar-Loisach antreten. Mit dem als übermächtig angesehenen Gegner konnte die SG jedoch stets auf Augenhöhe mithalten. Noch dazu hatte Torhüter Max-Anton Seiffert einen Supertag erwischt und lieferte seine mit Abstand beste Saisonleistung überhaupt ab. Zahlreiche als sicher geglaubte Torwürfe des Gegners machte er wiederholt zunichte. Pech dagegen hatten auf der anderen Torseite die Pegnitzer Werfer, so donnerte Maxim Pankraz im Alleingang den Ball nicht ins gegnerische Netz, sondern vehement an die Unterkante der Querlatte. Mehrfach hatte nicht nur er, sondern auch die andern SG Goalgetter Paul Neuß, Martin Bauer und Tizian Podlech an diesem Tag Pech und scheiterten an stark haltenden gegnerischen Torhütern oder am Gebälk. Das Spiel endete am Schluss mit 27:19, jedoch wurde der augenscheinliche große Tore Abstand erst in den letzten Minuten so deutlich, als einige SG Spieler erschöpfungs- und verletzungsbedingt eine Verschnaufpause benötigten. Bis zum 16:16 konnte die SG jederzeit mithalten. Bei etwas mehr Glück hätte genauso gut auch die SG Auerbach/Pegnitz als Sieger vom Platz gehen können.

Das zweite Vorrundenspiel bestritt die TG Landshut gegen den TSV Hauenstetten und verlor es deutlich mit 17:28, so dass die Landshuter im kleinen Finale gegen Pegnitz/Auerbach antreten mussten. Bereits in der laufenden Saison hatten sich die SG Pegnitz / Auerbach und die TG Landshut wiederholt packende Spiele geliefert. Trainer Georg Folkenborn begann zunächst mit den Spielern, Christian Schiller, Simon Folkenborn und Steffan Ziegler einer neuen Anfangsformation, was auch eine Führung von 4:1 einbrachte. Erst mit dem Halbzeitpfiff gelang dem Gegner der Ausgleichstreffer zum 14:14. Zu Beginn der zweiten Halbzeit wieder das gleiche Bild. Mit dem zweifachen Torschützen Lucas Lang wuchs der Vorsprung wieder auf drei Tore an. Erst beim Spielstand von 26:26 gelang es dann den Landshutern das Blatt zu wenden. Fortan führten sie und das Spiel endete schließlich denkbar knapp mit 29:31 Toren.

Besonders Lob verdienen sich die Organisatoren des Turniers. Es war ihnen nicht nur gelungen stellenweise bis zu 300 Zuschauer in die Halle nach Wolfratshausen zu locken, sondern sie schafften es, dank einer engagierten Moderatorin sowie Showeinlagen von Cheerleadern und einer Soundanlage eine Stimmung in die Halle zu bringen, die den Vergleich mit einer professionellen Sportveranstaltung nicht zu scheuen brauchte und allen Spielern eine noch nie erlebte Stimmung bot. Zeitweise war die Stimmung in der Halle derart gut und ausgelassen, dass die Anweisungen von der Bank gar nicht die Spieler erreichten, sondern von den Fans übertönt wurden. Die vier Unparteiischen taten ihr Übriges hinzu. Zu keinem Zeitpunkt trafen sie Fehlentscheidungen, sie verstanden es vielmehr mit Fingerspitzengefühl die Spiele zu pfeifen und ihnen für diese Liga die entsprechende Dynamik und spielerische Komponente zu geben. Standing Ovations waren zum Schluss das Lob für alle, auch für die an diesem Tag etwas glücklose männliche C-Jugend des SG Auerbach / Pegnitz.

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