21 | 10 | 2019
1.Mannschaft
Spielbericht SV 08 Auerbach I - TG Heidingsfeld
Mit einer deutlichen Heimniederlage endete der achte Spieltag für die Handballer des SV 08 Auerbach. Vor etwa 250 Zuschauern mussten sich die Oberpfälzer nach aufopferungsvoll gekämpften 60 Minuten der klar routinierteren TG Heidingsfeld geschlagen geben. Der Mitaufsteiger aus Unterfranken setzte damit seine Erfolgsgeschichte fort und kletterte auf Rang Zwei, während das Team um Trainer Matthias Schnödt mit nun 10:6 Punkten auf einen für einen Aufsteiger immer noch sehr respektablen fünften Tabellenplatz abrutschte.

Handball Landesliga

SV 08 Auerbach – TG Heidingsfeld 28:33 (17:19)

„Es war das erwartet schwere Spiel.“ Mit diesem in Sportlerkreisen häufig gehörten und oftmals „kostenpflichtigen“ Phrase könnte man das Spiel vom vergangenen Samstag zwischen den beiden Aufsteigern SV 08 Auerbach und TG Heidingsfeld durchaus treffend zusammenfassen. Der Gast aus Unterfranken schien schon vor dem Anpfiff etwas mehr Adrenalin getankt zu haben und präsentierte sich emotionaler als die Schützlinge von Matthias Schnödt. Dennoch zeigten die Oberpfälzer kaum Respekt vor der internationalen Erfahrung der Würzburger Vorstädter, standen anfangs auch relativ stabil in der Abwehr und hatten in Raul Adam erneut einen sicheren Rückhalt im Tor. So ging man nach einer Minute mit 1:0 in Führung und hielt diesen knappen Vorsprung bis zur 10. Minute. Allerdings konnte man schon in dieser frühen Phase feststellen, dass die Defensive der Bergstädter vor allem den Rückraumschützen Maximilian Wirth und den ungarischen Linksaußen Viktor Bodó kaum unter Kontrolle brachten. Zudem ließ man dem wuchtigen Michal Panfil zu viel Freiraum um seine Mitspieler ein ums andere Mal aussichtsreich in Szene zu setzen. Dass man sich trotz der körperlichen Unterlegenheit und der fehlenden Erfahrung fast bis zur 15. Minute auf Augenhöhe mit den Gästen bewegte, lag in erster Linie an einigen Paraden von Raul Adam und an Leichtsinnsfehlern der Unterfranken, die mehrmals wegen Stürmerfouls am Kreis zurückgepfiffen wurden. Leider nutzten die Blau-Weißen die ihnen gebotenen Chancen nicht konsequent genug und vergaben mehrere gute Einwurfmöglichkeiten. Zu einem ersten Bruch im Spiel der Schnödt- Sieben kam es in der 14. Minute, als beim Stand von 7:8 Thomas Bauer vom der Siebenmeterpunkt scheiterte. Zehn Sekunden später leuchtete nicht der erhoffte Gleichstand, sondern der erste Zweitore-Rückstand für Auerbach von der Anzeigentafel. Doch es sollte noch schlimmer kommen. Aufgrund mehrere Unachtsamkeiten in der Auerbacher Abwehr und unüberlegter Aktionen im Angriff benötigten die Unterfranken lediglich drei Minuten, um sich mit weiteren drei unbeantworteten Treffern erstmals einen komfortablen Vorsprung von fünf Toren herauszuwerfen (7:12). Auerbach zeigte, wie schon häufiger in dieser Saison, Moral. Matthias Schnödt brachte Valentin Kroher im Tor und bewies auch diesmal wieder ein glückliches Händchen mit dem Wechsel. Der junge Keeper führte sich gleich mit einigen Paraden gut ein und ermöglichte seinen Farben eine erste kleine Aufholjagd. Doch kaum hatten sich die Gastgeber in der 26. Minute bis auf zwei Tore herangekämpft (14:16), brachten sie sich durch unnötige Fehler auf beiden Seiten des Balles erneut ins Hintertreffen. Heidingsfeld zog relativ ungehindert wieder auf 14:19 davon. Wer jedoch geglaubt hatte, dass dies die Vorentscheidung sein würde, sah sich bereits zum Pausenpfiff getäuscht. Mit einer Doppelparade und einem dritten gehaltenen Ball brachte Valentin Kroher sein Team wieder ins Spiel und so wurde beim Stand von 17:19 eine sehr torreiche erste Halbzeit abgepfiffen. Die zweite Hälfte begann mit einem Schock für Auerbach. Bei einem Zusammenprall von Kroher mit einem seiner Teamkollegen musste man zunächst befürchten, dass sich der junge Torhüter schwer am Knie verletzt haben würde. Glücklicherweise ging es nach einer kurzen Behandlungspause weiter für ihn. Dass er direkt im Anschluss einen Strafwurf abwehrte, eröffnete Auerbach die Möglichkeit, den Rückstand weiter zu verkürzen und als der erneut effektive Matthias Edtbauer in der 34. Minute trotz doppelter Unterzahl den umjubelten 20:20 Ausgleich erzielte, schien das Momentum auf die Seite der Gastgeber zu schwenken. „Wir haben eindeutig zu viele Fehler gemacht, in der Abwehr und auch im Angriff. Vor allem immer dann, wenn wir die Chance hatten heranzukommen, haben wir unsere Arbeit wieder zunichte gemacht“ beklagte Matthias Schnödt den Hauptgrund für die Niederlage. Heidingsfeld erwies sich in dieser Phase als das „abgezocktere“ Team, warf all seine Erfahrung in die Waagschale und fünf Tore am Stück und hatte in der 41. Minute das Spiel wieder fest im Griff (20:25). Dennoch gaben sich die Oberpfälzer auch jetzt noch nicht endgültig geschlagen. Trotz des klaren Rückstandes kämpften sie um den Anschluss und versuchten alles, um nicht noch weiter abreißen zu lassen. Sogar nach dem vorentscheidenden Sechstore- Rückstand in der 48. Minute (22:28) ließen die Blau-Weißen nicht locker und kämpften unermüdlich weiter. Vor allem der inzwischen eingewechselte Maxim Pankraz setzte in den letzten zehn Minuten noch einmal einige Glanzpunkte. So erzielte er, nachdem er am Nachmittag bereits mit der A-Jugend in Bayreuth zum Einsatz gekommen war, alleine fünf der letzten sechs Auerbacher Tore. „Die Niederlage ist mit 33 Gegentoren zwar etwas hoch ausgefallen,“ sagte Matthias Schnödt nach dem Spiel „aber aufgrund der Erfahrung und der abgeklärteren Spielweise hat Heidingsfeld verdient gewonnen.“

SV 08 Auerbach: Adam, Kroher, Tannenberger (5), Bauer (4/2), Hofmann M. (2), Bürger (1), Hackenberg (4), Kolb, Edtbauer (5/3), Eckert, Herold (2), Hofmann A., Kraus, Pankraz (5)
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 22. November 2016 um 21:48 Uhr
 
Vorbericht - SV 08 Auerbach I - TG Heidingsfeld
Mit einem absoluten Top-Spiel warten die Handballer des SV 08 Auerbach an diesem Samstag in der Helmut-Ott-Halle auf. Gegner ist die Turngemeinde (TG) aus dem Würzburger Stadtteil Heidingsfeld. Die einst so erfolgreiche Landesligamannschaft aus Unterfranken war in den letzten Jahren mangels Nachwuchs in der Versenkung verschwunden. Durch weitreichende Umstrukturierungen und Investitionen in Mannschaft und Umfeld gelang jedoch in den letzten zwei Spielzeiten ein Durchmarsch von der Bezirksliga in die Landesliga. Anpfiff gegen den sicher nicht gewöhnlichen Mitaufsteiger, der mit einem Bus voller Fans anreisen will, ist wie üblich um 18:00 Uhr.

Handball Landesliga

Falls jemand geglaubt haben sollte, dass es der Spielplan ab jetzt besser mit den Handballern des SV 08 Auerbach meinen würde, weil in den nächsten Wochen eine ganze Reihe von Mitaufsteigern anstehen, der wird sich bereits an diesem Samstag eines Besseren belehren lassen müssen. Die TG Heidingsfeld, oder wie sie sich seit 2014 selbst nennen, die „Hätzfelder Bullen“ sind bestimmt kein gewöhnlicher Aufsteiger. Die ehemals erfolgreichen Unterfranken waren in den vergangenen Jahren in der Bezirksliga und damit nach eigener Vorstellung in der Versenkung des bayerischen Handballs verschwunden. Seit 2014 wurde die Abteilung unter dem ehemaligen Spieler Alexander Seelig komplett umstrukturiert. Der 33-Jährige versucht seitdem als stellvertretender Abteilungsleiter gemeinsam mit anderen die Versäumnisse vor allem im Jugendbereich aufzuholen und die Abteilung wieder in eine bessere Zukunft zu führen. Eine der Triebfedern für dieses Vorhaben war dabei sicherlich auch der Bau des in 2014 fertiggestellten 4,5 Millionen Euro teuren Sportzentrums der TGH und die Möglichkeit für die Handballer, dieses zu nutzen.
Die Euphorie über die neue Sportstätte nutzend und unterstützt von Handball-Größen wie dem weithin bekannten Arthur Lichtlein, Trainerlegende bei der TGH und Vater von Nationaltorhüter und Europameister Carsten Lichtlein, begann Seelig den Neuaufbau der Abteilung. Zunächst wurde mit Manfred Wirth (54) ein im Umkreis von Würzburg sehr bekannter Trainer mit höherklassiger Erfahrung verpflichtet. Der Lohrer hatte sowohl beim heimischen TSV, als auch beim TSV Partenstein und bei der DjK Waldbüttelbrunn äußerst erfolgreich gearbeitet und sie von der Bezirksliga in die Bayernliga geführt. Neben der Gründung eines Fördervereins wurde außerdem die Mannschaft völlig neu aufgestellt. Einige über die Region hinaus bekannte Namen wurden verpflichtet und so gelang es den Unterfranken, bereits in der Saison 2014/2015 in die Bezirksoberliga aufzusteigen. Mit einem neuerlich fast komplett neuen Kader wurde man in der vergangenen Saison auf Anhieb auch in der höheren Klasse Meister und liegt auch in der laufenden Runde auf Kurs, sich zumindest in der Spitze der Tabelle festzusetzen. Eine Entwicklung, die sowohl beim Team-Paten Carsten Lichtlein, als auch in Reihen der Fans für einige Euphorie sorgt und weiterhin sorgen dürfte. Bei all diesen Erfolgen scheint es auch weniger wichtig zu sein, dass nur noch ein, zwei Spieler aus dem eigenen Jugendbereich übernommen wurden. Studiert man den Kader der „Bullen“, dann stammen die Spieler von Vereinen wie dem TSV Lohr, der DjK Rimpar, dem HSC Bad Neustadt und von Vereinen weit außerhalb Bayerns. „Heidingsfeld hat Einiges an internationaler Erfahrung zu bieten und wird sicherlich vorne mitspielen“ weiß auch Matthias Schnödt. Spieler wie der ungarische Linkshänder Gabor Farkas (30), Rückraumschütze Maximilian Wirth (21) und Kreisläufer Janik Naß (18) vom TSV Lohr, sowie der ebenfalls aus Ungarn stammende Linksaußen Victor Bodó von MKB Veszprém sind seit 2015 im Team und waren hauptverantwortlich für die Meisterschaft in der Bezirksoberliga.
Für die Landesliga wurde weiter aufgerüstet. Auf Rechtsaußen wirbelt seit dieser Runde der Kroate Daniel Mihalj (28), der in der vergangenen Saison noch beim Drittligisten HSC Bad Neustadt unter Vertrag stand. Mit ihm kam der erfahrene polnische Rückraumakteur Michal Panfil (33) vom Nachbarn. Weitere Neuzugänge sind Linksaußen Dominik Orf (24) vom TSV Rödelsee, der Argentinier Federico Sincich Molina (26) vom Dessau/Roßlauer HV, ein ebenfalls höherklassig erfahrener Torhüter, sowie Kreisläufer Henrik Naß (20) von der HSG Kahl Kleinostheim. Mit diesem Kader ist es nicht verwunderlich, dass die TGH auch in der höheren Spielklasse in der Spitzengruppe zu finden ist. Von den bisherigen Spielen verlor man lediglich in Regensburg und in Rothenburg und liegt derzeit punktgleich mit Auerbach auf Rang Vier.
„Wir müssen im Angriff deutlich variabler spielen und unser Verhalten bei Erster und Zweiter Welle sowie bei der Schnellen Mitte verbessern“ so die Vorgaben von Trainer Matthias Schnödt mit Blick auf das vergangene Wochenende. „Leider kann Paul Neuß wegen eines Einsatzes mit der A-Jugend nicht dabei sein und bei Maxim Pankraz sind wir noch nicht sicher, ob er es rechtzeitig zum Spiel schafft, da er in Bayreuth ebenfalls einen A-Jugend-Einsatz hat." Gleichzeitig hofft Schnödt auf starke Unterstützung von der Tribüne. „Mit einer ähnlich guten Torwart- und Abwehrleistung wie am vergangenen Wochenende sollten wir, vor allem in eigener Halle durchaus auch gegen Heidingsfeld eine Chance haben.“

Aufstellung: Adam, Kroher, Reger, Tannenberger, Bauer, Hackenberg, Bürger, Kolb, Edtbauer, Kraus, Eckert, Herold, Hofmann M., Hofmann A., Pankraz (?)
Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 19. November 2016 um 07:00 Uhr
 
Spielbericht HSG Lauf/Heroldsberg - SV 08 Auerbach I
In einem Spiel mit Höhen und Tiefen und einer überaus spannenden Schlussphase erkämpften sich die Handballer des SV 08 Auerbach bei der klar favorisierten HSG Lauf Heroldsberg ein leistungsgerechtes 22:22 (10:9) Unentschieden und hätten mit ein wenig mehr Glück sogar den Sieg davontragen können. Dennoch herrschte übereinstimmend Zufriedenheit über einen auswärts gewonnenen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt. Mit 10:4 Punkten belegen die Oberpfälzer nun wieder Platz Drei in der Tabelle.

Handball Landesliga

HSG Lauf Heroldsberg – SV 08 Auerbach 22:22 (10:9)

„Nach zwei Minuten der Enttäuschung und des Ärgers über das Auslassen einer solchen Chance holt einen dann doch schnell wieder die Realität ein, und man erkennt, was die Jungs gerade geleistet haben.“ Mit diesen Worten beschrieb Matthias Schnödt seine Gefühlslage im Moment des endgültigen Endes der Partie. Gerade eben war seinem Team zeitgleich mit dem Schlusspfiff ein Strafwurf zugesprochen worden und hatte so, beim Stande von 22:22, die kaum noch erwartete Chance, das Spiel doch noch zu seinen Gunsten zu drehen. Doch das wäre vermutlich des Guten ein wenig zu viel gewesen, weshalb es zwar schade war, dass Thomas Bauer das Tor nicht erzielte, dennoch aber alle Auerbacher von einem gewonnenen Punkt sprachen. Diese Meinung teilte fast die Mehrheit der Zuschauer, was daran lag, dass von den knapp 200 Zuschauern im Sportpark Haberloh etwas mehr als die Hälfte aus Auerbach angereist war. Mit diesem Rückhalt zeigte sich das Team um Matthias Schnödt in den ersten Minuten auch von seiner besten Seite. Schnell lag man trotz einer frühen Zeitstrafe gegen Volker Hackenberg mit 0:2 und 1:3 in Führung (7. Minute). Danach jedoch gab es einen unerklärlichen Knick im Angriffsspiel der Gäste. „Wir haben über weite Strecken der ersten Hälfte nicht zielführend genug gespielt“ umschrieb Matthias Schnödt die Offensivleistung der ersten 30 Minuten. Immer wieder wurde zu unvorbereitet abgeschlossen, immer wieder scheiterte man an den eigenen Schwächen und immer mehr ließ man dadurch die Gastgeber das Ruder des Spiels übernehmen. Zusätzlich begünstigt durch eine doppelte Überzahl wegen zweier kurz nacheinander ausgesprochener Strafzeiten gegen Blau-Weiß dauerte es lediglich bis zur 14. Minute, bis Lauf die Partie komplett gedreht hatte und mit 6:3 in Führung lag. Glücklicherweise hatte Raul Adam einen guten Tag erwischt und hielt sein Team im Spiel. Zudem zeigte sich die wohl derzeit größte Qualität der Blau-Weißen: Der Kampfgeist und die Moral. Auerbach kämpfte sich zurück in die Partie und ließ den Rückstand nicht weiter anwachsen. Vielmehr brachten drei unbeantwortete Tore von Thomas Bauer und Karsten Herold die Gäste wieder in Schlagdistanz, sodass man mit einem knappen aber wenig beunruhigenden Rückstand in die Kabine ging (10:9). Nach der Pause zeigte sich zunächst ein ähnliches Bild. Lauf hielt den Gast zwar auf Distanz, konnte sich jedoch nicht entscheidend absetzen. Dennoch hatte man den Eindruck, dass die Gastgeber an diesem Tag die besseren Karten hatten und so gelang es den Mittelfranken bis zur 40. Minute, sich klammheimlich etwas davonzustehlen. Valentin Kroher tauschte mit Raul Adam den Platz zwischen den Auerbacher Pfosten. „Valentin kam genau zur rechten Zeit“ lobte Betreuer Dieter Eichenmüller den Wechsel. Der junge Torhüter führte sich auch gleich gut ein, stand seinem Vorgänger in nichts nach und zeigte nicht nur bei einem gehaltenen Strafwurf eine sehr gute Leistung. „Ich denke, dass wir den Punkt heute eindeutig aufgrund der guten Torwartleistungen gewonnen haben“ lobte Matthias Schnödt beide Keeper im Nachgang. Doch auch Kroher konnten nicht verhindern, dass Lauf in der 45. Minute das 19:14 und damit schon fast die Vorentscheidung erzielen konnte. Nun schlug die Stunde von Matthias Edtbauer. Nicht nur mit zwei Feldtoren, sondern auch bei zwei verwandelten Strafwürfen zeigte er seine Bereitschaft Akzente zu setzen und Verantwortung zu übernehmen. Lauf, das sich in den nächsten Minuten zweimal durch Strafzeiten reduziert sah, konnte den Vorsprung nicht mehr aufrecht erhalten. Vielmehr schwand die Lücke zwischen beiden Teams immer mehr und als die Uhr die 55. Minute anzeigte, erzielte Karsten Herold den von den Gästen kaum mehr erwarteten, aber umso mehr umjubelten Ausgleich zum 20:20. „In den letzten zehn Minuten haben wir endlich gespielt, was wir uns von vorneherein vorgenommen hatten“ erklärte Matthias Schnödt die Aufholjagd der Bergstädter. Eine Auszeit von Trainer Markus Korn und zwei Tore später kam der Jubel allerdings wieder aus dem Lager der Mittelfranken. Dass sich die Blau-Weißen auch diesmal nicht aufgaben und erneut den Ausgleich erzwangen, ließ die Spannung fast ins Unermessliche steigen. Der Rest ist Geschichte, die Auszeit der Gäste und der letzte Strafwurf brachten zwar nicht das erhoffte Ergebnis, aber „ein Punkt ist ein Punkt ist ein Punkt“ so der Auerbacher Trainer mit einem Lächeln. „Und wenn man zudem auswärts bei einem solch starken Gegner einen Punkt holt, dann ist jeder verrückt, der nicht von einem gewonnenen Punkt spricht.“

SV 08 Auerbach: Adam, Kroher, Tannenberger (3), Bauer (4/1), Hofmann M., Bürger, Hackenberg (1), Kolb (1), Edtbauer (5/2), Eckert (2), Herold (5), Hofmann A., Kraus, Pankraz (1)
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 14. November 2016 um 08:12 Uhr
 
Vorbericht HSG Lauf/Heroldsberg - SV 08 Auerbach I
Drei Wochen Zeit hatten die Handballer des SV 08 Auerbach, um sich auf das kommende Sonntagsspiel gegen die HSG Lauf Heroldsberg und damit auf einen der vorausgesagten Top-Favoriten vorzubereiten. Leider verlief diese Zeit nicht ganz nach den Vorstellungen von Trainer Matthias Schnödt, doch auch die Mittelfranken kamen in den letzten Wochen ein wenig aus dem Tritt und rutschten, für Viele unerwartet, ab auf Rang Sieben. Beide Teams wollen unbedingt punkten, denn mit einem Sieg würde Auerbach seinen Platz in der Spitzengruppe ein wenig festigen, wogegen Lauf den Anschluss an selbige wieder herstellen könnte. Anpfiff in der Halle im Sportpark Haberloh ist um 16:00 Uhr.

Handball Landesliga

In einem neuerlichen Sonntagsspiel treten die Handballer des SV 08 Auerbach diesmal in Lauf gegen einen der Meisterschaftsaspiranten an. „Mit der guten Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern war und ist Lauf für mich eigentlich der Top-Favorit in dieser Runde“ zeigte sich auch Auerbachs Trainer Matthias Schnödt überrascht von der derzeitigen Tabellensituation. Die HSG Lauf Heroldsberg, durch einen Zusammenschluss der Handballsparten der beiden Vereine TV 1877 Lauf und Tuspo Heroldsberg entstanden, ist seit ihrer Gründung im Jahr 2009 zu einer festen Größe in der Landesliga geworden. Immer wieder belegten die Mittelfranken Plätze im oberen Mittelfeld, kletterten in der vergangenen Spielzeit bis auf Platz Vier und waren zu Beginn dieser Runde für Viele der Favorit für den Aufstieg in die Bayernliga. Schließlich standen mit dem Meister TSV Lohr und dem Tabellen-Dritten TSV Ismaning (in die Südstaffel umgruppiert) die bislang größten Widersacher nicht mehr im Weg.
Zudem konnten die Verantwortlichen des Vereins hochkarätige Verstärkungen verkünden. Allen voran der in Auerbach bestens bekannte Daniel Laugner. Von der HSG zum Bayernligisten nach Sulzbach-Rosenberg gewechselt, stieß er in der vergangenen Saison nach einem kurzen Zwischenstop bei seinem alten Club zum SV 08 und verstärkte hier die Kreisläuferposition des Drittligisten. Nun erneut zur HSG zurückgekehrt, bilden er und Max Maußner (25) das torgefährliche Zentrum der Offensive. Der großgewachsene Maußner stellt zudem wöchentlich seine Abwehrstärke unter Beweis. Zweiter Neuling ist mit Florian Funke ein Rückraumakteur, der nach den Stationen HaSpo Bayreuth und HC Sulzbach-Rosenberg mit dem bisherigen Rückraumkanonier Nils Kemper ein wurfstarkes Duo bilden und seine Bayernligaerfahrung ins Team einbringen soll. Der dritte im Bunde ist Nicolai Schöffel, ein weiterer Rückraumspieler vom ehemaligen Ligakonkurrenten HC Bamberg. Markus Korn, der 2015 als Nachfolger von Andreas Tam vom Spielfeld auf die Trainerbank gewechselt war, kann zudem auf weitere erfahrene Kräfte wie den ehemaligen Winkelhaider Peter Zahn (33) und den ebenfalls 2014 vom Reserveteam des HC Erlangen gekommenen Florian Haberstumpf (28) zurückgreifen. Beide sorgen von der linken Außenbahn für ständige Torgefahr.
„Die zwei kenne ich noch von der Uni-Mannschaft“ freute sich Matthias Schnödt auf ein Wiedersehen mit den beiden Flügelflitzern. „Warum Flo in den letzten Wochen jedoch nicht mehr gespielt hat, weiß ich nicht. Möglicherweise war die Verletzung aus dem Spiel gegen Roßtal doch gravierender“ so der Trainer weiter. Trotz dieser Voraussetzungen und eines eigentlich guten Starts in die Runde, kamen die ambitionierten Mittelfranken in den letzten Wochen ein wenig aus dem Tritt. Zwischenzeitlich sogar auf den Sonnenplatz nach vorne gerückt, mussten sie in den letzten beiden Partien in Rothenburg und zuhause gegen die SG Regensburg zwei bittere Niederlagen einstecken und rutschten mit nun 7:5 Punkten auf Platz Sieben ab. Gerade die Pleite gegen Regensburg war schmerzlich, weshalb nun gegen Auerbach der Heimnimbus im Sportpark Haberloh wieder hergestellt werden soll. Dass man dabei auf einen möglicherweise geschwächten Gegner treffen wird, war nach der langen Pause der Oberpfälzer nicht wirklich zu erwarten.
„Wir hatten gedacht, die lange Spielpause würde uns gut tun, wir könnten unsere Blessuren auskurieren und uns intensiv auf Lauf vorbereiten. Leider sind einige Spieler nacheinander krank geworden, sodass wir sogar Trainingseinheiten ausfallen lassen mussten“ dämpfte Matthias Schnödt die Erwartungen, die der überraschend gute Platz in der Tabelle bei Manchem hervorzurufen scheint und ergänzte: „Sollten alle bis Sonntag wieder halbwegs fit sein, werden auch die beiden Joungsters Maxim Pankraz und Paul Neuß dabei sein können.“ Die Aussichten für sein Team überriss er mit folgenden Stichpunkten: „Erneut gute Abwehr, gute Torhüterleistung, bessere Chancenverwertung und wenig technische Fehler. Die SG Regensburg hat vorgemacht, dass auch in Lauf etwas zu holen ist.“

Aufstellung: Adam, Kroher, Reger, Tannenberger, Bauer, Hackenberg, Bürger, Edtbauer, Kraus, Eckert, Herold, Hofmann M., Hofmann A., Neuß, Pankraz
Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 11. November 2016 um 15:52 Uhr
 
« StartZurück21222324252627WeiterEnde »

Seite 24 von 27