16 | 09 | 2019
1.Mannschaft
Spielbericht HC Forchheim - SV 08 Auerbach I

Die Handballer des SV 08 Auerbach haben eine gute Möglichkeit verpasst, sich im Kampf um den Klassenerhalt etwas weiter aus der Gefahrenzone zu manövrieren. Beim Tabellenvorletzten unterlagen die Oberpfälzer nach einer desolaten ersten Halbzeit verdient mit 30:26 (21:9) und sorgten beim zahlreich mitgereisten und über die gesamte Spieldauer lautstarken Anhang für eine vorgezogene Osterüberraschung der besonderen Art. Aufgrund der gleichzeitigen Niederlagen der direkten Konkurrenten änderte sich am Tabellenbild zwar wenig, weshalb der SV 08 mit nun 17:27 Punkten noch immer Platz Neun belegt, dennoch muss die Schnödt-Sieben weiterhin mit einem Auge auf die höheren Klassen schielen und mit der Gefahr einer Relegationsrunde leben.

HC Forchheim - SV 08 Auerbach: 30:26 (21:9)

Selten hatte man in derart konsternierte Gesichter auf und neben dem Feld geblickt, wie nach der Partie beim Tabellen-Vorletzten HC Forchheim. Während die Gastgeber verdient ihren ersten Heimsieg der Saison feierten, stand man im Auerbacher Lager mit starrem Blick herum und versuchte eine Erklärung für die am Ende noch schmeichelhafte Niederlage zu finden. Noch lange nach dem Spiel saß die Enttäuschung bei den Fans, aber auch bei den Verantwortlichen tief, so tief, dass kaum Einer die richtigen Worte fand. „Das war in der ersten Halbzeit heute noch schlechter als in Sulzbach" meinte einer der blau-weißen Zuschauer und Matthias Schnödt charakterisierte die ersten 35 Minuten als „kollektiven Blackout".

Damit war eigentlich auch schon das Wichtigste gesagt. Auerbach hatte von Beginn an nicht die nötige Körperspannung an den Tag gelegt, um den hoch motivierten Gastgebern Paroli bieten zu können. Fast nach Belieben marschierten die Oberfranken durch eine eher einem Schweizer Käse ähnelnde Gästeabwehr und fanden auch in den Torhütern kein echtes Hindernis. Als Stefan Bauer, den man am meisten gefürchtet hatte, in der 7. Minute erstmals traf, hatten seine Kollegen schon für einen klaren Vorsprung gesorgt (6:1). Auch die anschließende Auerbacher Auszeit verpuffte wirkungslos, vielmehr konnte der HC nur eine Minute später gar auf 8:1 erhöhen. Wenn Auerbach überhaupt zum Torwurf kam, dann stand zu allem Überfluss auch noch mehrmals der Pfosten im Weg. Forchheim erwies sich in allen Belangen überlegen, nutzte so gut wie jede Chance und zog fast ungehindert immer weiter davon. Mit wenigen Ausnahmen blieb Auerbach nur wegen mehrerer, von Maxim Pankraz sicher verwandelter Strafwürfe überhaupt am Spiel beteiligt und so stellten die „Flippers" über die Zwischenstände 11:3, 13:4 und 17:6 bis zur 29. Minute die Anzeigentafel auf 21:9 und hatten das Spiel letztlich noch vor der Pause entschieden. Der mit der Sirene vergebene Strafwurf der Gäste spiegelte da nur den Verlauf der ersten 30 Minuten wieder.

„Für uns war es nur noch wichtig, eine Reaktion zu zeigen und die zweite Halbzeit möglichst für uns zu entscheiden" lautete die Pausen-Vorgabe von Matthias Schnödt. Doch zunächst blieb alles beim Alten. Die Oberfranken erhöhten sogar noch einmal und lagen in der 36. Minute mit 24:11 in Front, als sie kurz hintereinander zwei Zeitstrafen hinnehmen mussten. Symptomatisch für die gesamte Partie gelang den Gästen selbst in der doppelten Überzahl lediglich ein Strafwurftor. Mit fortschreitendem Spielverlauf begann Forchheim nun seinen Vorsprung zu verwalten und Auerbach versuchte durch verschiedene taktische Mittel zumindest das drohende Debakel abzumildern. So brachte Schnödt einige Male erfolgreich den Siebten Feldspieler, Valentin Kroher konnte den einen oder anderen Ball abwehren und Daniel Schalanda kam auf seiner Außenposition mehrmals nacheinander zum Abschluss. „Da hat Einiges plötzlich ganz gut geklappt, leider kam unsere Reaktion viel zu spät. So wie in der ersten Hälfte kann man sich nicht präsentieren" so Schnödt. Unnötigerweise verletzte sich kurz vor dem Ende auch noch Flo Wehner stärker am Fuß und droht länger auszufallen. Der HC stellte nach 55 Minuten beim Stand von 30:23 zwar das Torewerfen endgültig ein, ließ jedoch nicht mehr als ein wenig Ergebniskosmetik zu.

„Ich kann mir einen solch dramatischen Leistungsabfall im Vergleich zur Vorwoche nicht erklären" rang auch Spartenleiter Paul Rupprecht fassungslos um Worte. Möglicherweise schwang bei seiner Kritik auch die Enttäuschung über die zwischenzeitlich bekannt gewordene, überraschend deutliche Niederlage des Tabellendritten HC Eckental gegen den Vorletzten aus Niederlindach in der Bezirksliga mit. Damit wäre das Reserveteam des SV 08 bei eigener Niederlage abgestiegen und die SG Auerbach/Pegnitz auf einen Sieg des ASV Pegnitz angewiesen. „Wir haben deshalb nach 45 Minuten Co-Trainer Maximilian Hofmann nach Hersbruck geschickt, um bei der „Zweiten" auszuhelfen." Ob und inwieweit dieser Einsatz entscheidend war, war nicht zu erfahren, letztlich konnte am späten Abend das Team um Spielertrainer Stefan Deinzer einen Sieg (19:24) und damit den vorläufigen Verbleib in der Bezirksliga vermelden. „Eine Baustelle weniger" gewann Rupprecht dem Spieltag doch noch etwas Positives ab.

Für Matthias Schnödt und sein Team geht es nun darum, die bittere Niederlage in Forchheim zu analysieren, aber auch schnell abzuhaken und in den vier Partien nach der Osterpause den Klassenerhalt-Sack zuzuschnüren. Die erste Gelegenheit dazu ergibt sich am 07. April im Heimspiel gegen die HSG Lauf/Heroldsberg.

SV 08 Auerbach: Kroher, Seiffert, Tannenberger (4), Hofmann Mo., Bürger, Eckert (1), Wilke (4), Herold (2), Wehner, Pankraz (9/8), Kraus (1), Schalanda (5)

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 27. März 2018 um 16:23 Uhr
 
Vorbericht HC Forchheim - SV 08 Auerbach I

Von den fünf ausstehenden Partien bis zum Ende der Saison müssen die Handballer des SV 08 Auerbach noch drei in fremder Halle absolvieren. Dabei tritt die Schnödt-Sieben an diesem Samstag beim Tabellen-Vorletzten HC Forchheim an und möchte den Schwung des Kantersieges gegen den MTV Stadeln nutzen, weitere Zähler zwischen sich und die Abstiegsränge zu bringen. Die Oberfranken ihrerseits hoffen auf ihren Toptorschützen Stefan Bauer ebenso, wie auf ihre zuletzt mehrfach bewiesene Heimstärke. Anpfiff in der Forchheimer Realschul-Sporthalle ist um 17:30 Uhr.

Betrachtet man die Tabelle, dann könnte man meinen, es hätte sich nicht viel getan seit dem Ende der Hinrunde. Auerbach belegt, berücksichtigt man den verlorenen direkten Vergleich mit dem HC Sulzbach-Rosenberg, noch immer Rang Zehn und auch die vier Aufsteiger halten die gleiche Reihenfolge am Ende der Liste ein. Wer jedoch etwas genauer hinsieht, der erkennt durchaus gewichtige Unterschiede. Zum einen wäre da die Aussicht auf den Klassenerhalt, die für die Oberfranken inzwischen deutlich geschrumpft ist, denn mit zehn Punkten Rückstand auf Platz Zehn und damit auf das derzeit rettende Ufer, sind die Chancen wohl eher theoretischer Natur.

Einen weiteren Unterschied kann man auf der Bank des HC beobachten. Nachdem sich die Vorrunde für den Aufsteiger nicht wie erhofft entwickelte und man kurz vor der Winterpause mit gerade einmal vier auswärts erzielten Zählern punktgleich mit Schlusslicht HSV Hochfranken auf dem vorletzten Platz lag, zog Trainer Dirk Samel die Konsequenzen, legte sein Amt nach sechs Jahren nieder und übergab den Stab an seinen bisherige Co-Trainer Matthias Gieck. Gerade ihrem Heimpublikum wollten sich die „Flippers“ besser präsentieren, ein Vorhaben, das seit Beginn des Jahres auch mehrmals gelang. So konnte der HC zwar in der gesamten Runde noch keines seiner Spiele in eigener Halle gewinnen, dennoch sind die Ergebnisse der letzten vier Heimpartien sehr vielversprechend. Drei Remis gegen den TV Marktsteft (21:21), den HC Sulzbach (33:33) und den MTV Stadeln (27:27) und eine knappe Niederlage gegen die HSG Lauf/Heroldsberg (27:31) künden von der wiedergefundenen Heimstärke. Dass dabei das Spiel gegen den hohen Favoriten Lauf bis zur 55. Minute beim Stand von 27:27 auf des Messers berühmter Schneide stand, passt ins Bild und sollte für Matthias Schnödt und sein Team Mahnung genug sein, den HC nicht auf den Tabellenplatz zu reduzieren und die Aufgabe auf die leichte Schulter zu nehmen. Trotz der Niederlage hofft man in Forchheim, die Leistung konservieren und gegen Auerbach erstmals zuhause doppelt zu punkten.

Ein wichtiger, wenn nicht der wichtigste Faktor ist dabei Top-Torschütze Stefan Bauer. Mit inzwischen 146 Toren belegt der Rückraum-Shooter unangefochten Platz Eins der Feldtorschützen in der Staffel und Platz Drei der insgesamt erzielten Tore. Im Hinspiel konnte ihn die Auerbacher Abwehr zwar lange Zeit kontrollieren, musste am Ende aber trotzdem zusehen, wie er sein Konto um 12 Tore erhöht hatte. „Natürlich sollten wir Stefan Bauer so lange wie möglich vom Werfen abhalten“ gab Matthias Schnödt als Devise aus. „Allerdings müssen wir wachsam sein und verhindern, dass ein Anderer einen großen Tag erwischt.“ Womit möglicherweise Tobias Radina gemeint sein könnte. Der Rückkehrer und ehemalige Drittligaspieler ist mit insgesamt 80 Toren vom Kreis ebenfalls einer der 30 besten Torschützen der Staffel.

Kommen wir wieder zu den Unterschieden im Vergleich zum Hinspiel. Voraussichtlich wird diesmal Matthias „Matze“ Müller im Tor der Oberfranken stehen, nachdem er im November noch gefehlt hatte. Den Auerbachern aus seiner Zeit im Dress der Blau-Weißen noch gut bekannt, erweist er sich inzwischen immer wieder als wichtiger Rückhalt für sein Team. „Forchheim hat mit Bauer und Radina zwei starke Feldspieler und auch zwei gute Torhüter“ beschrieb Matthias Schnödt bereits vor dem Hinspiel den Gegner und charakterisierte den HC als „unangenehm zu spielen.“ Auch sein eigenes Personal hat sich auf mehreren Positionen verändert. So war Florian Wehner damals in seinem ersten Spiel für Auerbach zwar schon dabei, doch Spieler wie Thomas Bauer, Matthias Edtbauer und vor allem Spielmacher Jan Wislicenus stehen diesmal nicht zur Verfügung. Dafür erweitern Moritz Hofmann, der nach seiner Grippeerkrankung hoffentlich wieder dabei sein kann, Schnödt selbst und Thomas Wilke die Bank. Ob am Samstag Raul Adam oder der Matchwinner der letzten Woche, Jugend-Torhüter Max-Anton Seiffert, neben Valentin Kroher zwischen den Pfosten stehen wird, wird sich kurzfristig entscheiden. Bei all den Unterschieden hat sich Eines für Schnödt nicht geändert: „Wir fahren nach Forchheim und wollen dort gewinnen, zum einen um mit einem Auswärtssieg das Ergebnis der Vorwoche zu bestätigen, vor allem aber, um weiter im Rennen um den Klassenerhalt die Karten selbst in der Hand zu behalten.“

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 23. März 2018 um 07:08 Uhr
 
Spielbericht SV 08 Auerbach I - MTV Stadeln

Den Handballern des SV 08 Auerbach ist mit einem deutlichen 31:21 (16:13) Heimsieg gegen den direkten Konkurrenten MTV Stadeln ein erster großer Schritt in Richtung Klassenerhalt gelungen. Nach anfänglich zähem Spielverlauf genügten den Oberpfälzern zwanzig furiose Minuten, um sich am Ende verdient von den etwa 230 Zuschauern feiern zu lassen. Garant für das klare Ergebnis war der nach etwa 22 Minuten eingewechselte Jugendtorhüter Max-Anton Seiffert, der mit teils sensationellen Paraden den Gegner fast zur Verzweiflung brachte und nicht nur sein Team, sondern vor allem auch das Publikum mitriss und in Verzückung versetzte. Auerbach tauschte durch die gleichzeitige Niederlage des HC Sulzbach-Rosenberg mit diesem vorübergehend den Platz und liegt mit 17:25 Punkten und nun fünf Zählern vor Stadeln auf Platz Neun.

SV 08 Auerbach - MTV Stadeln: 31:21 (16:13)

Kein Trainer hebt nach einem Spiel üblicherweise gern einzelne Spieler heraus, viel lieber sprechen sie von mannschaftlich geschlossenen Leistungen und vom gesamten Team. Diesmal jedoch kam Matthias Schnödt, der nach seiner Grippeerkrankung zwar auf der Bank saß, letztlich aber nicht eingesetzt werden musste, nicht umhin, seinen jungen Torhüter zu loben. „Max-Anton" lautete seine erste spontane Antwort auf die Fragen nach den Gründen für das selbst für ihn überraschend hohe Ergebnis. „Max-Anton hat spektakulär gehalten. Genau diese Bälle haben uns zunächst gefehlt, weswegen wir lange Zeit nicht richtig ins Spiel kamen und uns nicht absetzen konnten. Daneben hat Alexander (Tannenberger) ein starkes Spiel gemacht und auch Thomas (Wilke) und Maxim (Pankraz) waren gut, beide mit ein paar kleinen Schatten, aber mit sehr viel mehr Licht."

Gleichzeitig sah er jedoch auch die selbstgemachten Probleme im Team. „Wir haben uns das Spiel lange Zeit selbst schwer gemacht, haben uns einige Fehler und überhastete Aktionen geleistet." Mehrmals war man im Angriff etwas schludrig und in der Abwehr etwas zu spät dran.
Auerbach hatte in der siebten Minute zwei Tore vorgelegt und konnte diesen Vorsprung auch über längere Zeit halten, doch die Gäste aus Mittelfranken blieben im Spiel. Nachdem Michael Neumaier, den Matthias Schnödt frühzeitig in Manndeckung hatte nehmen lassen, in der 23. Minute mit seinem vierten Strafwurf gar den Anschlusstreffer zum 13:12 erzielte, tauschte Schnödt den Torhüter aus, ein Wechsel, der sich als spielentscheidend herausstellen sollte. Zur Begeisterung nicht nur seiner Kollegen, sondern zur großen Freude der immer lautstärker werdenden Tribüne parierte Max-Anton Seiffert einen Gästewurf nach dem anderen und ließ bis zur Pause nur noch einen Treffer zu. Nach dem Spiel zeigte auch er sich mit seiner Leistung zufrieden. „Neun Gegentore in knapp 40 Minuten, da kann man, glaube ich, darauf aufbauen" schmunzelte er. Wie er sich denn bei den „Manton!, Manton!"-Rufen von der Tribüne gefühlt habe, beantwortete er mit deutlich weniger Worten: „Gut, ungewohnt, aber gut." Neben seiner starken Leistung trug auch die unglückliche, wenn auch berechtigte, Rote Karte gegen Stadelns Florian Kramer in der 25. Minute zur weiteren Verunsicherung der Gäste bei. Beim Stand von 16:13 wurden die Seiten gewechselt.

Thomas Wilke eröffnete die zweite Hälfte mit dem 17:13 nach etwa 40 Sekunden und manch Einer hatte nun die Hoffnung, der Knoten sei endgültig geplatzt. Doch da wollten die Gäste noch einige Worte mitreden. Es dauerte zwar bis zur 36. Minute, doch plötzlich war der Vorsprung der Gastgeber wieder auf zwei Tore geschrumpft (17:15). Ungeschickte Fehlversuche, vergebene Großchancen und eine kurzzeitig weit offene Abwehr ließen den Gast wieder zurück ins Spiel. „Leider haben wir es in der Phase nicht geschafft, mehr aus unseren Möglichkeiten zu machen" ärgerte sich Michael Neumaier nach dem Spiel. „Wenn wir da den Ausgleich geschafft hätten, was wegen unserer Fehler zwar nicht verdient gewesen wäre, aber wer weiß, wie es weiter gegangen wäre." Matthias Schnödt sah gerade in diesen Minuten den größten Wert der starken Torhüterleistung. „Max-Anton hat uns mit seinen Paraden über die schwierige Phase hinweggeholfen."

Drei Minuten später konnte Neumaier, der nun immer mehr die Verantwortung suchte, von der Auerbacher Defensive und vom Torhüter jedoch gut kontrolliert werden konnte, noch einmal auf zwei Tore verkürzen (19:17), dann jedoch lief das Spiel der Gäste vollends aus dem Ruder. Auerbach nutzte nun jeden kleinen Fehler der Mittelfranken, Seiffert hielt die Bälle und Tannenberger, Wilke und Pankraz münzten sie um in Tore. Knapp elf Minuten und einen 7:1- Lauf später war das Spiel zugunsten der Blau-Weißen entschieden (26:18).

Matthias Schnödt, freute sich auch über die Konsequenz seines Teams, das sich ob der klaren Führung nicht zurücklehnte, „sondern es bis zum Schluss durchgezogen hat und es am Ende verdient deutlich gemacht hat." Danach ging sein Blick bereits wieder in die Zukunft. „Der heutige Sieg war ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt, denn der Abstand zum ersten Abstiegsplatz beträgt jetzt fünf Punkte. Dennoch müssen wir noch mindestens ein, besser zwei Spiele gewinnen. Am kommenden Samstag in Forchheim würde sich eine gute Gelegenheit dafür bieten."
Statistik:
SV 08 Auerbach: Kroher, Seiffert, Tannenberger (5), Schnödt, Ziegler, Eckert, Wilke (6), Herold (3), Bauer, Wehner (1), Pankraz (12/5), Kraus (1), Schalanda (3)

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 19. März 2018 um 07:45 Uhr
 
Vorbericht SV 08 Auerbach I - MTV Stadeln

Nachdem vor zwei Wochen das Landkreisderby für die in dieser Runde höchste Zuschauerzahl gesorgt hat, hoffen die Handballer des SV 08 Auerbach an diesem Sonntag erneut auf die Unterstützung durch ein volles Haus, denn mit dem MTV Stadeln kommt der derzeit härteste Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt zu Besuch. Die Fürther Vorstädter belegen aktuell Rang Elf, gerade einmal drei Punkte hinter Matthias Schnödt und seinem Team, und wären damit einer der vier Absteiger der Nordstaffel. Mit einem Sieg könnte Auerbach einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen, doch auch Stadelns rumänischer Trainer Lazlo Ferencz und Toptorschütze Michael Neumaier haben diesen noch nicht aus den Augen verloren. Anpfiff in der Helmut-Ott-Halle ist um 16:00 Uhr.

Wenn eine Partie den Namen „Vier-Punkte-Spiel“ verdient hat, dann wohl die an diesem Sonntag anstehende gegen den MTV Stadeln. Der mittelfränkische Aufsteiger belegt zwar seit vielen Wochen einen Abstiegsplatz, konnte jedoch immer wieder vor allem zuhause die nötigen Punkte ergattern, um nicht vollends den Anschluss zu verlieren. Derzeit trennen Lazlo Ferencz (63) und sein Team nur drei Punkte vom rettenden Ufer. Von dort grüßt momentan ausgerechnet der kommende Gegner. Man müsste also zunächst in der Helmut-Ott-Halle gewinnen und somit nach dem Remis im Hinspiel den direkten Vergleich für sich entscheiden und zusätzlich in den restlichen fünf Partien mindestens einen Punkt mehr ergattern als die Bergstädter. Betrachtet man das Restprogramm der Mittelfranken, dann könnten man zwar leise Zweifel anmelden, ob ihnen dieser Punkt mehr gelingen kann, doch wie Jeder weiß, ist im Handball nichts unmöglich. Dennoch hat der MTV nach dem Spiel in Auerbach namhafte Teams vor der Brust. So empfängt man mit der TG Heidingsfeld, der SG Regensburg und dem MTV Ingolstadt noch drei der ersten vier Teams der Tabelle und muss noch bei den Mitkonkurrenten in Marktredwitz und in Selb antreten.

Dabei stellen sich für Lazlo Ferencz immer wieder die gleichen Fragen: Wer steht mir zur Verfügung und kann Michael Neumaier spielen? Vielfach musste er im Laufe der Saison weitreichende Umstellungen vornehmen, wenn wieder einmal mehr als ein Akteur beruflich unabkömmlich war. Die größten Probleme jedoch bereitet es ihm, wenn sein Hauptdarsteller ausfällt. Michael „Iba“ Neumaier, den viele Auerbacher noch aus seiner sehr erfolgreichen Zeit als Kapitän des Bayernligisten HaSpo Bayreuth kennen, erweist sich ein ums andere Mal als Über-Lebensversicherung für den MTV. Keines der Spiele ohne den gebürtigen Augsburger konnte gewonnen werden und auch in den Partien, in denen er nicht hundertprozentig fit war, tat sich das junge Team schwer. „Auch wenn sich Stadeln ohne Iba oftmals teuer verkauft hat, kann man schon sagen, dass er ein überragender Spieler ist und dass er ihnen so manchen Punkt gebracht hat.“ Auch Matthias Schnödt kennt den Halblinken aus vielen Spielen gegeneinander. „Selbst als er in der Hinrunde nur wenige Tage nach mehreren Wochen in Südafrika gegen uns erstmals wieder gespielt hat, hat er gleich insgesamt elf Tore erzielt.“ Bei seinen spielerischen Qualitäten verwundert es nicht, dass sich das Spiel des MTV stark auf Neumaier konzentriert, zu stark für den Geschmack seines Trainers. Dennoch kann Ferencz nicht auf die Dienste seines Rückraum-Shooters verzichten. Dieser liegt mit insgesamt 104 Treffern intern weit vor seinen Kollegen und in der Staffel auf Platz Zwölf der Torschützenliste.

„An sich ist für Sonntag alles klar“ erklärte Matthias Schnödt. „Wir müssen versuchen, Iba im Zaum zu halten. Darüber hinaus brauchen wir eine wachsame und aggressive Abwehr und ein gutes Torwartspiel. Im Angriff müssen wir geduldig und diszipliniert auftreten und unsere Chancen möglichst verwerten.“ Mit welchem Team die Bergstädter antreten werden, war noch nicht endgültig auszumachen. So konnten sowohl er selbst, als auch Moritz Hofmann wegen ihrer Grippeerkrankung nur sehr eingeschränkt trainieren, sodass ihr Einsatz am Sonntag fraglich ist. Ähnliches gilt für Jonas Brendel-Suchanek, der sich eine Verletzung am Handgelenk zugezogen hat. Zumindest für die nötige Einstellung sollte allein die Tabellensituation sorgen, schließlich hat man die einmalige Möglichkeit, durch einen Sieg den Abstand zu den derzeitigen Abstiegsplätzen auf fünf Punkte zu erhöhen. „Wir wollen gewinnen“ lautet die ultimative Forderung des Trainers. „Dazu benötigen wir aber auch unser Publikum und seine lautstarke Unterstützung.“ Wem diese Partie noch nicht genügt, der kann im Vorspiel ab 14:00 Uhr Auerbach II gegen den TS Herzogenaurach II anfeuern, oder schon am Samstag ab 13:00 Uhr dem Spieltag der Minis beiwohnen, für Spannung ist in jedem Fall gesorgt.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 16. März 2018 um 19:34 Uhr
 
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