21 | 10 | 2019
1.Mannschaft
Spielbericht TV Helmbrechts - SV 08 Auerbach I

Nach einer erneut enttäuschenden Schlussphase mussten sich die Handballer des SV 08 Auerbach auch dem TV Helmbrechts geschlagen geben und verpassten eine weitere gute Gelegenheit, sich ein wenig aus dem Abstiegsstrudel herauszuziehen. Zum wiederholten Mal stellten die Torhüter nach der Pause sowie die Defensive nach fast 50 Minuten aufopferungsvollem Kampf kollektiv die Arbeit ein und überließen den Oberfranken teils ohne Gegenwehr das Spiel. Nachdem am Tag zuvor der HSV Hochfranken beim TV Münchberg gewonnen hat, beträgt der Vorsprung der Bergstädter auf den ersten Abstiegsplatz nun nur noch einen Punkt. Gleichzeitig machte die SG Regensburg mit einem Sieg beim MTV Stadeln die Meisterschaft und damit den direkten Aufstieg in die Bayernliga perfekt.

TV Helmbrechts - SV 08 Auerbach: 31:26 (13:13)

Da war er wieder, der „Rote Faden", der sich fast durch die gesamte Saison der Auerbacher Handballer zieht. Zunächst läuft es ganz gut, man kann mindestens am Spiel teilnehmen und in manchem Falle sogar die Leitung der Partie übernehmen, bis plötzlich aus kaum nachvollziehbaren Gründen das gesamte Team einbricht, Fehler am laufenden Band produziert und vor allem in der Defensive erhebliche Mängel aufweist. So, oder so ähnlich verliefen viele Spiele gerade der letzten Zeit. „Das heutige Spiel in Helmbrechts war fast ein Spiegelbild der letzten Woche" ärgerte sich Matthias Schnödt über den Einbruch seiner Spieler. „Bis zur 45. Minute lief alles nach Plan." Warum das Team dann jedoch kollektiv vom bis dahin erfolgreichen Konzept abwich und sich nicht mehr an Absprachen hielt, war für den Spielertrainer nicht nachvollziehbar. „Wenn man so viele Fehler macht, offensiv wie defensiv, wie in dieser Phase, dann hat es ein heimstarker Gegner wie Helmbrechts leicht, ein Spiel für sich zu entscheiden. Es ist ganz normal, dass mal einer oder zwei Spieler einen Durchhänger haben, aber alle zusammen?" Noch eine ganze Zeit nach der Partie rang er nach den richtigen Worten.

Dabei hatte es zunächst gar nicht so schlecht ausgesehen. Nachdem Thomas Wilke nach 45 Sekunden das 0:1 erzielt hatte, war man zwar bis zur sechsten Minute mit 4:1 ins Hintertreffen geraten, hatte jedoch bis zur 11. Minute wieder ausgleichen können (4:4). „Man hat schon nach etwa einer Viertelstunde gemerkt, dass wir es heute mit den beiden Schiedsrichterinnen nicht gerade gut getroffen hatten" zeigte sich Spartenleiter Paul Rupprecht auch von den teils ungleich verteilten Pfiffen der Unparteiischen enttäuscht. Eine Zeitstrafe gegen Daniel Schalanda, zwei Strafwurftore von Stefan Wopperer sowie einen Treffer von Christopher Früh später lagen die Gäste wieder mit drei Toren zurück (7:4). Allerdings ließen sich die Blau-Weißen zu diesem Zeitpunkt davon noch nicht allzu sehr aus dem Konzept bringen, vielmehr hatten sie damit zu kämpfen, dass ihnen der nötige Rückhalt von ihren Torhütern fehlte. Dennoch arbeiteten sie sich wieder heran, glichen in der 26. Minute wieder aus (9:9) und hielten das Remis bis zur Pause. Beim Stand von 13:13 wurden die Seiten gewechselt.

Auch nach dem Wiederanpfiff sah man ein ähnliches Spiel. Helmbrechts legte zwar immer wieder einen Treffer vor, doch Auerbach blieb dran, konnte zwischenzeitlich sogar einmal kurz selbst in Führung gehen (15:16, 36. Minute) und hielt das Spiel bis zur 46. Minute offen (20:19). Als sie dann jedoch eine Zeitstrafe gegen die „Füchse" nicht nutzten, sondern vielmehr einen Treffer trotz Überzahl hinnehmen mussten, nistete sich plötzlich der Fehlerteufel im Spiel der Gäste ein. Fehler reihte sich an Fehler, die Halbpositionen der Abwehr waren mit einem Mal offener als das berühmte Scheunentor und die Hausherren erzielten aus allen möglichen und unmöglichen Positionen ihre Tore. Mehrmals durften die Rückraumakteure der Gastgeber ungehindert abschließen und auch die Außen kamen mit Hebern aus dem „Null-Winkel" zum Erfolg. In der 50. Minute stand es bereits 24:20 und nach einer Auszeit der Gäste vergingen gerade einmal fünf Minuten, bis der TVH vorentscheidend auf 28:21 davonzog.

Zwischenzeitlich hatte auch Spielertrainer Matthias Schnödt seinem Team einen Bärendienst erwiesen, als er seiner Unzufriedenheit über sein Team, über die Unparteiischen und über den Spielverlauf freien Lauf ließ und für zwei Minuten auf die Bank verbannt wurde. Drei Auerbacher Tore am Stück verbesserten die Situation zwar etwas, doch mehr als Ergebniskosmetik sollte es nicht mehr werden. Wieder einmal stand man am Ende mit leeren Händen da und hatte die einmalige Chance, sich etwas von den Abstiegsrängen zu distanzieren, kläglich verschenkt.

Da inzwischen der HSV Hochfranken seine Stärken gefunden zu haben scheint und ein Spiel nach dem anderen gewinnt, muss man in Auerbach jetzt fast schon um den Relegationsplatz zittern, zumal man im direkten Vergleich mit dem punktgleichen HC Sulzbach-Rosenberg im Nachteil ist. Da kommt es zur Unzeit, dass man am kommenden Spieltag ausgerechnet beim Liga-Krösus TG Heidingsfeld antreten muss. Die Unterfranken haben am Samstag ihr Spiel bei der HSG Lauf/Heroldsberg verloren und müssen nun alle restlichen Partien gewinnen, um überhaupt noch die Chance auf die Aufstiegsrelegation zu haben. "Relegation hin oder her, das Spiel in Heidingsfeld ist momentan das Einzige, worüber ich mir im Laufe der Woche Gedanken machen werde, nicht weil wir dort eine Chance hätten, sondern wie wir es als eine Art Vorbereitung fur das Finale gegen die HSG Fichtelgebirge nutzen können."
 
SV 08 Auerbach: Kroher, Seiffert, Tannenberger (2), Schnödt (1), Hofmann Mo., Bürger, Eckert (2), Wilke (5), Herold (6), Wehner (1), Pankraz (7/2), Kraus (1), Schalanda (1)

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 16. April 2018 um 06:09 Uhr
 
Vorbericht TV Helmbrechts - SV 08 Auerbach I

Ein schweres und ein „einfaches“ Auswärtsspiel, sowie ein Heimspiel stehen für die Handballer des SV 08 Auerbach noch auf dem Plan, dann ist die Saison auch schon wieder zuende. Zunächst müssen die Oberpfälzer am Sonntag zum schweren Spiel beim Tabellen-Siebten TV Helmbrechts, der als Nutznießer der letztwöchigen Niederlagen sowohl des SV 08 als auch des HC Sulzbach-Rosenberg vorzeitig mit dem Klassenerhalt belohnt wurde. Somit können die „Füchse“ befreit ihre beiden letzten Saisonspiele angehen und versuchen, als bestplatziertes Landesligateam Oberfrankens abzuschließen. Die Schnödt-Sieben hingegen muss nach der bitteren Niederlage gegen Lauf unbedingt punkten, um auch weiterhin ihr Schicksal in eigener Hand zu behalten. Anpfiff in der Sporthalle Helmbrechts ist um 16:00 Uhr.

In einer perfekten Welt erweist der TV Helmbrechts dem SV 08 Auerbach die Ehre, am kommenden Sonntag etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen, während die Bergstädter im Gegenzug am letzten Spieltag ihr Heimspiel gegen die auf Platz Sechs liegende HSG Fichtelgebirge gewinnen und dadurch die „Helmetzer Füchse“ zum bestplatzierten Landesligateam Oberfrankens macht. Natürlich leben wir nicht in einer perfekten Welt und selbstverständlich will der TV Helmbrechts sein Schicksal selbst bestimmen.

Dennoch bietet sich für die Schnödt-Sieben eine - wenn auch nicht gerade leichte - Möglichkeit, sich für die Hinspielniederlage zu revanchieren. Allerdings gilt der TVH als heimstark und weiß geschickt zu nutzen, dass im „Fuchsbau“ nicht geharzt werden darf. So musste man sich in eigener Halle nur den Teams aus Regensburg, Cham und Lauf beugen und einen Zähler an den TV Münchberg abgeben. Von den sieben gewonnenen Heimspielen zeigen vor allem die Siege gegen Ingolstadt und Sulzbach, dass es schwer ist, in Helmbrechts zu punkten. Zuletzt lief es zwar nicht ganz nach Plan für das Team um Spielertrainer „Niki“ Aust, denn nach zwei Siegen gegen Forchheim (38:29) und in Ingolstadt (32:34) musste man gegen Lauf (25:27) und in Marktsteft (21:19) bittere Niederlagen einstecken. Doch durch die gleichzeitigen Niederlagen des SV 08 Auerbach und des HC Sulzbach-Rosenberg am vergangenen Wochenende ist man nun mit 24:24 Punkten gesichert und hat vorzeitig nichts mehr mit dem Abstieg zu tun.

Die beiden noch ausstehenden Heimpartien gegen Auerbach und Heidingsfeld können somit genutzt werden, sich einerseits dem eigenen Publikum noch einmal zu präsentieren und andererseits Stefan Wopperer gebührend zu verabschieden. Der 21-jährige Informatik-Student wird ab der kommenden Saison das Trikot des Bayernligisten HaSpo Bayreuth tragen und dort den linken Rückraum verstärken. Auch wenn dem Ur-Helmetzer, der seit dem vierten Lebensjahr alle Jugendmannschaften des TVH durchlief, der Schritt verständlicherweise nicht leicht fällt, so freut er sich doch auf die neue Herausforderung in der höheren Spielklasse. Damit verliert Helmbrechts nicht nur ein Eigengewächs, sondern auch einen langjährigen Torgaranten und etwa ein Drittel aller in dieser Saison erzielten Treffer. Auch in der laufenden Saison traf er bereits insgesamt 210/64 mal und grüßt mit einem Vorsprung von fast 50 Treffern von der Spitze der Staffel- Torschützenliste. Im Hinspiel konnte ihn die Auerbacher Abwehr zwar anfangs einigermaßen kontrollieren, der kollektive Einbruch der Defensivabteilung in der zweiten Halbzeit ermöglichte es ihm dennoch, mit insgesamt 12/2 Toren das Dutzend voll zu machen.

„Die beiden Punkte aus dem Hinspiel vermissen wir bitter und ich hoffe, wir können uns zumindest teilweise revanchieren“ erwartet Matthias Schnödt erneut eine Reaktion auf eine Niederlage. Am vergangenen Wochenende hat sich sein Team zwar verbessert gezeigt im Vergleich zum Spiel in Forchheim, doch gegen einen ausgebufften Gegner wie Lauf waren 40 Minuten gutes Spiel einfach zu wenig. „Helmbrechts ist ein sehr unangenehmer Gegner, eine absolute Kampfmannschaft. Dazu haben sie mit Wopperer einen überragenden Rückraum-Shooter, der unserer Abwehr alles abverlangen wird.“ Zumindest sind keine weiteren Ausfälle zu beklagen, sodass voraussichtlich das gleiche Team wie gegen Lauf seine Chance erhält, sich von seiner besseren Seite zu zeigen. Doch auch der TVH weiß von der Situation in Auerbach und erwartet eine Mannschaft „die unbedingt punkten muss.“

Der Ausblick von Matthias Schnödt ist nur vorsichtig optimistisch. „Bisher waren die Spiele gegen Helmetz immer sehr eng und auch im letzten Jahr waren wir knapp dran. Ein Punkt wäre schon goldwert, dazu müssen wir jedoch deutlich konstanter und über 60 Minuten konzentriert spielen.“ Allen, die nicht auf Handball verzichten möchten, denen aber der Weg für einen Sonntagsausflug nach Helmbrechts zu weit ist, sei das Qualifikationsturnier der männlichen B-Jugend ans Herz gelegt. Dieses findet am Samstag ab 10:30 Uhr in der Helmut-Ott-Halle statt und hat sicherlich ein paar Zuschauer verdient.

 
Spielbericht SV 08 Auerbach - HSG Lauf/Heroldsberg

Vor nur knapp 175 Zuschauern unterlagen die Handballer des SV 08 Auerbach in ihrem vorletzten Heimspiel der Saison gegen die HSG Lauf/Heroldsberg völlig unnötig mit 27:31 (11:13). Über weite Strecken mindestens auf Augenhöhe mit dem Tabellendritten, leisteten sich die Oberpfälzer in beiden Hälften eine schwache Phase und hatten am Ende nicht mehr die Zeit, die Niederlage abzuwenden. Während Lauf seine Chancen auf die Aufstiegsrelegation wahrte, rutschte Auerbach wieder auf nur noch drei Punkte Vorsprung in Richtung erster Abstiegsplatz. Diesen belegt, nach einem Sieg gegen den HC Sulzbach-Rosenberg, derzeit der HSV Hochfranken mit 14:32 Zählern.

SV 08 Auerbach - HSG Lauf/Heroldsberg: 27:31 (11:13)

„Ich denke, wir waren heute über 40 Minuten das gefühlt bessere Team, hatten aber in beiden Halbzeiten Phasen, in denen wir zu viele Fehler gemacht haben. Leider hat uns die schwächere Phase in der zweiten Hälfte entscheidend zurückgeworfen" fasste Matthias Schnödt enttäuscht die Niederlage zusammen. Auch sein ehemaliger Uni-Mannschaftskollege Peter Zahn kam zu einem ähnlichen Fazit. „Auerbach hat 45 Minuten gut gespielt, wir ungefähr zweimal 15 Minuten. Glücklicherweise hatten wir, zumindest in der zweiten Hälfte, ausgerechnet in ihrer schwachen unsere beste Phase."

Dabei hatte es recht vielversprechend für die Gastgeber begonnen. Der „Tigerenten-Club" aus Mittelfranken starteten sichtlich nervös in die Partie, verhedderten sich mehrmals in der aufmerksam agierenden Auerbacher Abwehr und lag nach knapp sechs Minuten bereits mit 3:0 im Rückstand. „Wenn wir ehrlich sind, hatten wir vor dem heutigen Spiel mehr Angst, als vor dem gegen Heidingsfeld nächste Woche. Heute hatten wir mehr zu verlieren" begründete Peter Zahn die Nervosität der Gäste. Aber auch Auerbach ließ sich anstecken. So vergab Alexander Tannenberger in der siebten Minute mit einem schlampigen Strafwurf die Chance, auf 4:0 zu erhöhen. Kurz darauf ließ man eine weitere freie Möglichkeit ungenutzt und die Mittelfranken damit wieder zurück ins Spiel. Einige unvorbereitete Würfe und technische Fehler reihten sich aneinander, sodass Lauf trotz eigener Probleme bis zur elften Minute zum 3:3 ausgleichen konnte.

Doch Auerbach blieb am Drücker, legte immer ein, stellenweise auch zwei Tore vor und lag noch in der 21. Minute mit 8:7 in Front. Dann jedoch schlossen sich starke zehn Minuten der Gäste an. Vor allem gegen die Rückraumakteure Florian Funke und Jens Scheuerer fand die bis dahin eigentlich gut stehende Abwehr der Blau-Weißen plötzlich keine Mittel mehr. Immer wieder ließ man Funke von halblinks ohne große Gegenwehr abziehen und Scheuerer durfte teils unberührt durch die Defensivreihe marschieren. Knapp drei Minuten genügten Lauf, um das Spiel zu seinen Gunsten zu drehen (8:10). Trotz eines Unterzahltores von Florian Wehner stotterte sich Blau-Weiß über die nächsten Minuten, ließ Lauf zwischenzeitlich auf drei Tore davonziehen (9:11, 10:13) und kam erst gegen Ende der ersten Halbzeit wieder in ruhigeres Fahrwasser. Beim Stand von 11:13 wurden die Seiten gewechselt.

Die zweite Hälfte begann ähnlich wie die erste. Thomas Wilke gab bereits nach 23 Sekunden mit dem Anschlusstreffer zum 12:13 den Startschuss für die Aufholjagd. Auerbach war nun wieder das bessere Team und obwohl man weiterhin Florian Funke und Jens Scheuerer zu viel Freiraum ließ, glich man in der 35. Minute nicht nur aus (15:15), sondern übernahm wieder die Führung des Spiels. Nun waren es wieder die Gäste, die einem Rückstand hinterher liefen. In der 42. Minute leuchtete ein 20:18 für das Heim-Team von der Anzeigentafel, als Florian Wehner, der für diesen Zwischenstand gesorgt hatte, kurz darauf für zwei Minuten auf die Bank musste. Die Mittelfranken nutzten nicht nur diese zeitweise Schwächung der Gastgeber, sondern auch die sich  unverständlicherweise wieder häufenden Fehler, sowie die kaum mehr vorhandene Gegenwehr sowohl der blau-weißen Abwehr als auch der Auerbacher Torhüter. Innerhalb weniger Minuten kippte das Spiel wieder zugunsten der Gäste (20:22).
Auerbach genehmigte sich seine zweite Schwächephase der Partie, während Lauf besonnen und sicher fast jede Chance nutzte. Maxim Pankraz konnte in der 46. Minute zwar noch einmal auf 21:22 verkürzen, doch fünf Minuten und fünf Tore später war das Spiel mehr oder weniger entschieden (21:26). „Wenn Auerbach während des gesamten Spiels so intensiv und so schnell gespielt hätte, wie in den letzten zehn Minuten, wir hätten es deutlich schwerer gehabt heute hier zu gewinnen" zollte Peter Zahn den intensiven Bemühungen der Gastgeber seinen Respekt. Doch es waren am Ende kaum mehr als Bemühungen, denn Lauf ließ lediglich eine zwischenzeitliche Kosmetik des Ergebnisses zu. Matthias Schnödt warf vor allem sich selbst nun verstärkt in die Waagschale und ins Getümmel und erzielte gegen seinen ehemaligen Kollegen Max von Borstel die vier nächsten Tore für Auerbach. Leider erwies sich die Abwehr jedoch nicht als stabil und die Zeit nicht mehr als ausreichend genug, die Gäste noch einmal in echte Schwierigkeiten zu bringen.

Am Ende stand eine unnötige Niederlage ebenso im Raum, wie der bange Blick nach Selb, wo der HSV Hochfranken mit einem Sieg gegen den HC Sulzbach-Rosenberg auf drei Punkte an den ersten Nichtabstiegsplatz heranrückte. Am kommenden Wochenende muss die Schnödt-Truppe zum TV Helmbrechts, der noch mindestens einen Punkt benötigt, um auch theoretisch nichts mehr mit dem Abstieg zu tun zu haben.

Statistik:
SV 08 Auerbach: Kroher, Seiffert, Tannenberger (4), Schnödt (5), Hofmann Mo., Bürger, Eckert, Wilke (5), Herold (3), Hofmann A. (1), Wehner (4), Pankraz (3/1), Kraus, Schalanda (2)

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 09. April 2018 um 16:06 Uhr
 
Vorbericht SV 08 Auerbach I - HSG Lauf/Heroldsberg

Nach der Osterpause empfangen die Handballer des SV 08 Auerbach am Samstag den derzeitigen Tabellendritten HSG Lauf/Heroldsberg zum vorletzten Heimspiel der Saison. Die Mittelfranken, in der laufenden Runde nie schlechter als auf Platz Drei, haben eine reelle Chance auf die Vizemeisterschaft und die damit verbundene Aufstiegsrelegation für die Bayernliga. Voraussetzung hierfür wäre ein Sieg in Auerbach und eine Woche später zuhause gegen die punktgleiche TG Heidingsfeld. Für Matthias Schnödt und sein Team geht es vielmehr darum, sich für die Hinspielniederlage zu revanchieren und gleichzeitig den Abstand zu den Abstiegsplätzen zu wahren. Anpfiff in der Helmut-Ott-Halle ist um 18:00 Uhr.

Die Vorgaben könnten unterschiedlicher kaum sein. Will man bei der HSG Lauf/Heroldsberg unbedingt Platz Zwei und damit die Relegationsrunde gegen den Vizemeister der Südstaffel erreichen, so hofft man im Lager der Auerbacher, eine Abstiegsrelegation möglichst zu vermeiden. Beide Teams haben zwar ihr diesbezügliches Schicksal noch selbst in der Hand, allerdings sind für Auerbach mehrere Faktoren ausschlaggebend. So ist es derzeit noch nicht eindeutig klar, ob überhaupt eine Abstiegsrelegation stattfinden muss, auch wenn es im Moment ganz danach aussieht. Leider belegen mit dem HSC Bad Neustadt und dem HSC 2000 Coburg II aktuell zwei bayerische Mannschaften die letzten Plätze der 3. Liga-Ost. Würden beide absteigen, müssten vier Teams die Bayernliga nach unten verlassen und in der Folge ein neunter Absteiger aus der Landesliga ermittelt werden. Diese Aufgabe stünde den Tabellen-Zehnten zu und da der direkte Vergleich gegen den HC Sulzbach-Rosenberg verloren ging, müsste nach derzeitigem Stand Auerbach ran. So müssen die Bergstädter nicht nur auf die direkten Gegner im Kampf um den Klassenerhalt schauen, sondern auch immer mit einem halben Auge auf die Entwicklung in der 3. Liga schielen. Für Matthias Schnödt ist jedoch viel wichtiger „was wir selbst beeinflussen können. Zuallererst müssen wir die Klasse halten, also am Ende mindestens auf Platz Zehn landen. Sollten wir eine Relegation spielen müssen, dann sei es so, darüber machen wir uns zu gegebener Zeit Gedanken."

Da hat es der „Tiger-Enten-Club", wie sich die HSG Lauf/Heroldsberg wegen ihrer schwarz-gelben Spielkleidung selbst nennt, etwas „einfacher", denn man muss „nur" Platz Zwei erreichen und dazu vor allem kommende Woche zuhause gegen die mit Halb- und Profis gespickte TG Heidingsfeld gewinnen. Da das Hinspiel klar mit 29:23 verloren ging, haben die punktgleichen Unterfranken gute Chancen, am Ende auch im direkten Vergleich die Nase vorn zu haben. Zuvor jedoch muss man die Partie in Auerbach gewinnen.

Sieht man sich den Laufer Spielplan an, so fällt eine ungleiche Verteilung von Heim- und Auswärtsspielen ins Auge. Allein achtmal durfte man in der Hinrunde zuhause antreten, eventuell ein Grund, warum man lange Zeit von der Spitze der Tabelle grüßte. Dass von den fünf Vorrundenspielen in fremder Halle drei verloren gingen, scheint auf eine Auswärtsschwäche hinzuweisen, doch der Schein trügt. Von den bisher absolvierten elf Auswärtspartien wurden nur vier verloren, drei davon - die einzigen Niederlagen der Hinrunde - in Regensburg, Heidingsfeld und Ingolstadt und damit bei den Top-Favoriten der Staffel, während man sich die einzige Niederlage in der Rückrunde beim HC Sulzbach-Rosenberg einhandelte. Das Spiel nun in Auerbach steht am Ende eines Quartetts von Auswärtsspielen und soll den Weg frei machen für den großen Showdown gegen Heidingsfeld. Ähnlich wie in der Hinrunde die vier aufeinander folgenden Heim-, sollen nun auch alle vier auswärtigen Partien gewonnen werden, wozu nur noch der Sieg in der Helmut-Ott-Halle fehlt.

Hierbei zählt das Trainergespann Markus Korn/Hans-Peter Peer auf ihr „überdurchschnittlich stark besetztes und spielstarkes Team mit guten Leuten im Rückraum und am Kreis, sowie einer aggressiven Abwehr und einem der besten Torhüter der Liga." So zumindest beschrieb Matthias Schnödt vor dem Hinspiel den kommenden Gegner. Gemeint sind die beiden ehemaligen „Null-Achter" Max von Borstel im Tor und Daniel Laugner am Kreis und die beiden Rückraum-Schützen Florian Funke und Jens Scheuerer. Lauf erzielt im Schnitt etwa 30 Tore pro Spiel, wobei sich Scheuerer bisher am treffsichersten erwiesen hat. Mit insgesamt 157 Toren liegt er in der Nordstaffel auf Platz Zwei, hat sich dabei aber häufig auch als einer der Sichersten vom Siebenmeterpunkt erwiesen und 72 Treffer erzielt. Damit liegt er bei Feldtoren auf Höhe seiner Kollegen Laugner (96/1 Tore) und Funke (88/1). Im Hinspiel war er nicht einmal erfolgreich, dafür netzte Funke achtmal ein und stellte die Auerbacher Abwehr immer wieder bloß.

Diesmal wollen die Blau-Weißen nicht nur die damalige Niederlage, sondern auch die katastrophale erste Hälfte vor zwei Wochen vergessen machen. „Lauf ist nicht umsonst ganz oben in der Tabelle. Gegen ein so ausgeglichenes Team muss auch in einem Heimspiel Alles passen" mahnte Matthias Schnödt eine Besserung aller Mannschaftsteile an. „Mit Ausnahme von Lukas Weisser sollten Alle dabei sein." Einzig bei Jonas Brendel-Suchanek sei ein Einsatz fraglich. „Die Mannschaft weiß, worum es geht. Ich erwarte mir eine Reaktion auf Forchheim und mit der Unterstützung unseres Publikums im Rücken hoffe ich auf ein spannendes Spiel und auf einen positiven Ausgang."

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 06. April 2018 um 18:55 Uhr
 
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