21 | 10 | 2019
1.Mannschaft
Spielbericht HSG Fichtelgebirge - SV 08 Auerbach I
Mit einer verdienten, wenn auch am Ende etwas zu hoch ausgefallenen Auswärtsniederlage bei der HSG Fichtelgebirge endete das erste Spiel des Jahres für die Handballer des SV 08 Auerbach. Nach Problemen mit der Chancenverwertung in der ersten, war es vor allem eine schwache Defensive in der zweiten Hälfte, weshalb die Oberpfälzer über weite Strecken des Spiels einem Rückstand hinterher liefen. Durch die Niederlage tauschte der SV 08 mit den Fichtelgebirglern den Platz und liegt mit nun 9:15 Punkten auf Rang Zehn, nur noch zwei Zähler vor dem ersten Abstiegsplatz.

  HSG Fichtelgebirge - SV 08 Auerbach: 35:28 (13:9)

Da wäre durchaus mehr drin gewesen für die Handballer des SV 08 Auerbach. In einem Spiel, in dem sich zwei Teams gegenüber standen, die beide über weite Strecken mit Problemen zu kämpfen hatten, gab am Ende die bessere mentale Einstellung den Ausschlag zugunsten der Gastgeber. Denn auch wenn Auerbach schon in den ersten Minuten mit großen Problemen in der Chancenverwertung zu kämpfen hatte, gelang es den Hausherren zunächst nicht, Kapital daraus zu schlagen. Immer wieder scheiterten sie an der relativ gut stehenden Abwehr der diesmal in Grün-Weiß spielenden Oberpfälzer. Vor allem Johannes Wippenbeck konnte sich kaum entscheidend in Szene setzen und so stand es in der 16. Minute gerade einmal 5:5.

Bedenkt man, dass bis dahin Auerbach bereits zwei Siebenmeter vergeben und eine Strafzeit abgesessen hatte, erkennt man schnell, dass die Gäste frühzeitig eine gute Chance vergaben, den Gegner trotz harzlosem Spielgerät zu beeindrucken. Vielmehr ließ schon jetzt bei einigen der Auerbacher die Körperspannung zu wünschen übrig. „Wir gehen in das Spiel, zeigen von Anfang an gewisse Schwächen im Abschluss und liegen dennoch nach einer Viertelstunde gleich auf" beklagte Matthias Schnödt vor allem die Körpersprache seines Teams. „Anstatt Kapital aus der Unsicherheit des Gegners zu schlagen, geben wir frühzeitig das Spiel aus der Hand."

Innerhalb der nächsten fünf Minuten gelangen den Gastgebern vier unbeantwortete Treffer zum fast schon vorentscheidenden 9:5. Zwischenzeitlich hatte Maximilian Hofmann in der 19. Minute erneut einen Strafwurf vergeben, hatte dabei den Torhüter im Gesicht getroffen und war dafür mit der Rote Karte bestraft worden. „Der Torhüter hat mir zwar direkt danach gesagt, er selbst hätte keine „Rote" gegeben, weil er beim Wurf seinen Kopf in Richtung Ball bewegt hat und deshalb getroffen wurde, aber die Schiedsrichter haben eben so entschieden" erklärte Hofmann nach dem Spiel. Ohne Hofmann verblieb Matthias Schnödt als der einzige Routinier auf Seiten der Gäste. Der Spielertrainer wollte nun noch mehr Verantwortung auf dem Spielfeld übernehmen und mutete sich streckenweise zuviel zu. Auerbach erholte sich von dem Zwischenspurt der Fichtelgebirgler nicht mehr und ging mit dem Vier-Tore- Rückstand in die Pause (13:9).

Die zweite Hälfte begann mit einem Tor von Karsten Herold, der im Zusammenspiel mit Matthias Schnödt vor allem in der zweiten Hälfte mehrere sehenswerte Aktionen hatte. Auch Alexander Hofmann konnte sich mehrmals gut in Szene setzen und über die Mitte abschließen. Auch wenn man nun offensiv deutlich sicherer und konzentrierter agierte, gelang es den Grün-Weißen nicht, den Gastgebern entscheidend näher zu kommen. Vielmehr ließ man der HSG viel zu oft leichtes Spiel, kämpfte sich mehrmals auf drei Tore Rückstand heran, nur um sich dann in der Abwehr wieder fast ohne Gegenwehr düpieren zu lassen.

Das machte es den Hausherren einfach, das Spiel zu kontrollieren. Die HSG verwalteten geschickt ihren Vorsprung, ließ den Ball sicher und schnell laufen und baute die Führung zwischenzeitlich auf sechs Tore aus. Nun kamen auch immer mehr die Rückraumwerfer zum Zuge und hatten weder mit der Abwehr der Gäste, noch mit den Torhütern schwierige Hürden zu überwinden. Am Ende stand eine verdiente, wenn auch etwas zu hohe Niederlage für die Bergstädter zu Buche.

Am kommenden Wochenende geht es für die Schnödt-Sieben zum Meisterschafts-Mitfavoriten SG Regensburg, bevor man am 20. Januar den Aufsteiger HSV Hochfranken in der Helmut-Ott-Halle empfängt. „Auch wenn sich nicht viel an der Vorgabe geändert hat, dass wir in möglichst jedem Heimspiel punkten sollten, befinden wir uns spätestens ab jetzt wieder einmal in einer Situation, die wir eigentlich vermeiden wollten" ärgerte sich Matthias Schnödt über die schwache Vorstellung seines Teams. „Wir dürfen uns nicht den kleinsten Ausrutscher mehr erlauben und haben ständig den Druck, nicht nur gegen die Teams, die in der Tabelle hinter uns stehen, gewinnen zu müssen."

SV 08 Auerbach: Kroher, Adam, Tannenberger (5/1), Schnödt (5/1), Brendel-Suchanek, Weisser (3), Bürger (1), Eckert (1), Ziegler, Herold (4), Wehner (3), Hofmann A. (6), Schalanda, Hofmann M. 
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 08. Januar 2018 um 07:39 Uhr
 
Vorbericht HSG Fichtelgebirge - SV 08 Auerbach I
Mit einem Auswärtsspiel beim direkten Tabellennachbarn HSG Fichtelgebirge starten die Handballer des SV 08 Auerbach ins Jahr 2018. Nach einem holprigen Start und einer wechselhaften Hinrunde liegen die Oberfranken derzeit auf Platz Zehn und haben nur einen Pluspunkt Rückstand auf den SV 08, wobei die Bergstädter ein Spiel weniger absolviert haben. Zuletzt zeigte die Formkurve des Vorjahres-Fünften zwar wieder eher nach oben, dennoch hat man gerade einmal zwei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz und will den Anschluss an das Mittelfeld nicht verlieren. Anpfiff in der städtischen Sporthalle in Marktredwitz ist um 16:30 Uhr.

„Schon ein Punkt wäre Gold wert." Mit diesen Worten beendete Matthias Schnödt seine Aussicht auf das kommende Spiel. Dabei warnte er sein Team vor allem vor der torgefährlichen Rückraum-Reihe der Oberfranken. „Die HSG hat mit Johannes Wippenbeck, Erik-Ludwig Hammer und Markus Tröger einen sehr dominanten Rückraum." Wippenbeck (24), der bereits in der letzten Saison bester Torschütze im Team war, beweist auch in der laufenden Saison immer wieder, dass er zu den besten Werfern der Liga gehört und belegt mit insgesamt 70 Treffern derzeit Platz Sieben in der aktuellen Torschützenliste der Nord-Staffel. Seine beiden Kollegen, die in dieser Liste ebenfalls unter den 20 Besten sind, haben bisher jeweils 53 Tore erzielt. Daneben hat sich Markus Tröger inzwischen als Chef der Abwehrreihe etabliert. Hinter dieser Reihe steht mit dem Tschechen Miroslav Broško ein erfahrener Torhüter, der schon häufig manchen gegnerischen Werfer zur Verzweiflung und seinem Team den nötigen Rückhalt gebracht hat.

An diesen Akteuren liegt es also nicht, dass die HSG, ähnlich wie in der vergangenen Saison, auch diesmal wieder eher holprig in die Saison gestartet ist. Dabei wollte man bei den Oberfranken wieder zu einer gewissen Ruhe und Beständigkeit zurückkehren. Nachdem man mit Trainer Dieter Schmidt (62) in der Saison 2014/15 die Runde auf dem dritten Platz abgeschlossen und damit das beste Ergebnis seit Gründung der HSG vor 15 Jahren erreicht hatte, verpflichtete man mit Vladimir Haber einen international erfahrenen Übungsleiter. Doch bereits nach einer Saison, in der man bis zuletzt gegen den Abstieg zu kämpfen hatte, trennte man sich wieder von Haber und übergab das Ruder an Ingo-Ludwig Hammer (47), während Dieter Schmidt das neu geschaffene Amt des Sportlichen Leiters übernahm. Da es sportlich aufwärts ging und die Oberfranken mit Platz Fünf auf dem Weg zu alter Stärke waren, war für die Saison 2017/18 geplant, dass Hammer weiterhin als Übungsleiter  fungieren sollte. Beruflich stärker eingespannt, sollte er Unterstützung von Abwehrchef Stefan Tröger als gleichberechtigtem Trainer erhalten. Diesem wurde jedoch eine Lehrerstelle in Neuburg an der Donau zugewiesen, weshalb er nicht für die HSG tätig werden konnte. Knapp zwei Wochen vor Beginn der Saison legte daraufhin auch Hammer das Amt als Trainer nieder, weil wegen seiner höheren beruflichen Belastung eine sinnvolle Betreuung des Landesligisten nicht mehr möglich war.

Eile war geboten, einen Trainer zu finden. Doch warum in die Ferne schweifen? Dieter Schmidt übernahm erneut das Ruder und soll das Team wieder in die oberen Regionen der Tabelle führen. Der neue Sportliche Leiter Daniel Bralic, selbst noch auf Linksaußen aktiv, freute sich darüber, dass die Mannschaft diese Lösung in vollem Umfang mittrage. „Schmidt kennt unsere Strukturen, benötigt keine lange Einarbeitungszeit und kann sofort auf 100 Prozent hochfahren." Dennoch lief es zunächst nicht wirklich gut. Mehrere teils deutliche Niederlagen ließen die Fichtelgebirgler immer weiter in Richtung Abstiegsränge rutschen. Selbst zuhause war man nicht mehr vor Niederlagen gefeit, obwohl man doch die letzte Runde als eines der besten Heim-Teams abgeschlossen und in 13 Spielen nur zwei Niederlagen und ein Remis hatte hinnehmen müssen. Hierbei hatte man möglicherweise das eine oder andere Mal vom in der Halle geltenden Haftmittelverbot profitiert. Zuletzt jedoch ließ sich eine gewisse Trendwende erkennen. Nach einer deftigen Heim-Pleite am neunten Spieltag gegen den TV Münchberg (29:36) folgten zwei souveräne Siege gegen die Aufsteiger MTV Stadeln (23:35) und HC Forchheim (32:20), bevor man sich kurz vor der Weihnachtspause beim Tabellen-Zweiten HSG Lauf/Heroldsberg mit 35:28 beugen musste.

Für Auerbach, das ohne Raul Adam und voraussichtlich auch ohne den erkrankten Maxim Pankraz antreten muss, wird es am Samstag einerseits darauf ankommen, das Harzverbot auszublenden, andererseits durch eine aggressive Abwehr die Rückraumschützen der HSG zu bremsen. „Auswärts ist es immer schwer" wies Matthias Schnödt darauf hin, dass sein Team in der laufenden Runde erst drei Punkte in fremden Halle ergattern konnte. „Wir brauchen eine gute Abwehr und gutes Umschaltspiel. Allerdings waren wir in der letzten Saison schon knapp dran (26:25), warum sollten wir diesmal nicht etwas Zählbares ergattern? Schon ein Punkt wäre Gold wert."
Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 05. Januar 2018 um 17:39 Uhr
 
Spielbericht SV 08 Auerbach - TG Heidingsfeld

Handball LL Nord: SV 08 Auerbach - TG Heidingsfeld 17:25 (8:14)

Lag es an dem ungewohnten Freitagabendtermin, und/oder an dem unwirtlichen Wetter, jedenfalls waren zu Beginn des Spiels die Reihen im Auerbacher Tempel etwas spärlich besetzt. Gleiches galt für die Spielerbank des SV, mußten sie doch neben Trainer M.Schnödt, auch auf Torhüter Adam, J.Wislicenus, M.Edtbauer, T.Bauer sowie die Jugendspieler Weisser und Ziegler verzichten.

Dafür kam neben Routinier Maxi Hofmann, später einer der Aktivposten im Spiel, auch der kurzfristig reaktivierte Moritz Hofmann zum Einsatz.

"Auerbach zieht mich eben immer wieder an" meinte vor dem Spiel mit einem Augenzwinkern der neue Heidingsfelder Trainer Heiko Karrer, der bereits mehrmals mit seinen früheren Mannschaften Rimpar und Großwallstadt in Auerbach angetreten war.

Dabei zeigten die Hätzfelder Bullen, wie sie sich selbst bezeichnen, von Beginn an, daß sie bei der Meisterschaftsvergabe ein Wort mitreden werden. Mit schnellem Angriffsspiel, legten sie sofort 2 Tore und jeweils eine knappe Führung vor, aber Auerbach hielt dagegen, und war rund 10 Minuten lang bis zum 4:5 gut im Rennen. Dann konnten sich die Gäste, angetrieben vom agilen Wirth, und gestützt auf eine bewegliche und robuste Abwehr, bis zum 4:9 doch schon deutlich absetzen. Auerbach mußte sich seine Tormöglichkeiten hart erarbeiten, aber hatte dann auch noch einen gut haltenden Torhüter Vargas gegen sich. Wären doch einige Chancen sicher verwertet worden, dabei auch 2 etwas kläglich vergebene 7- Meter, hätte vielleicht ein besseres Ergebnis als das 8:14 auf der Anzeigtafel aufleuchten können.

Ein ähnlicher Verlauf zeigte sich auch in den Anfangsminuten der 2. Hälfte. Mühsam erarbeitete Torerfolge des SV, wurden von den Gästen mit schnellen Gegentoren beantwortet und beim Stand von 11:17 war der Toreabstand gleichgeblieben. 2 in Folge vergebene 7 Meter Möglichkeiten, bestraften die Heidingsfelder mit einem 9 Tore Vorsprung zum 11:20.

Als jedoch der SV folgende Strafzeiten sogar in doppelter Unterzahl schadlos überstehen konnte, erwachte kurzzeitig nochmals der Kampfgeist der Einheimischen. Von den nun mitlerweile knapp 200 Zuschauern angefeuert, konnte der Rückstand auf 15:20 verkürzt werden. Zu mehr reichte es dann allerdings nicht. Im Stile einer Spitzenmannschaft, ließ sich Heingsfeld nicht beeindrucken, zog das Tempo wieder an, und hatte beim 15:22 wieder alles im Griff. Als dann auch noch letzte Angriffsbemühungen des SV durch Ballverluste oder unvorbereitete Torwürfe vergeben wurden, hatten die Gäste mit Kontertoren leichtes Spiel.

So gibt es eine eigentlich erwartete, wenn auch etwas zu hohe Niederlage abzuhaken, wobei dieser Gegner nicht der Auerbacher Maßstab sein muß.

Tore Auerbach: Wehner 3, Hofmann Ma. 4/1, Pangraz 2, Tannenberger 2, Schalanda 2, Herold 2, Bürger 1/1, Hofmann Mo. 1

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 18. Dezember 2017 um 16:15 Uhr
 
Vorbericht SV 08 Auerbach I - TG Heidingsfeld
Zu ungewöhnlicher Zeit treten die Handballer des SV 08 Auerbach an diesem Wochenende zu ihrem letzten Spiel des Jahres an. Bereits am Freitagabend empfängt ein stark dezimiertes Auerbacher Team mit der TG Heidingsfeld einen Gegner, der von Vielen vor der Saison als Hauptanwärter auf den Meistertitel gehandelt wurde. Nachdem die Unterfranken in der letzten Saison als Vizemeister im Relegationsduell mit dem TSV Ottobeuren knapp den dritten Aufstieg in Folge verpassten, soll ein neuerlich verstärktes Team diesen nun unbedingt erreichen. Anpfiff in der Helmut-Ott-Halle ist um 20:00 Uhr.
Es ist nicht nur das letzte Landesliga-Spiel des Jahres, das am Freitagabend stattfindet, sondern es ist das letzte Handballspiel überhaupt, das in 2017 in der Helmut-Ott-Halle zu sehen sein wird. Das nächste Spiel der Schnödt-Sieben steht nach einer dreiwöchigen Weihnachtspause erst am 06. Januar 2018 an, das nächste Heimspiel gar erst am 20. Januar.
Zudem kommt mit der TG Heidingsfeld ein Gegner in den Tempel, der von den Meisten bereits vor der Saison als erster Aufstiegskandidat angesehen wurde. Nachdem die Unterfranken die letzte Runde als Vizemeister abgeschlossen hatten, sollte der dritte Aufstieg in Folge in der Relegation gegen den Süd-Zweiten TSV Ottobeuren gesichert werden. Trotz eines 30:29 Hinspielsieges reichte es am Ende jedoch nicht, denn die Würzburger Vorstädter unterlagen im Allgäu deutlich mit 31:22. „Ganz klar, nach einem zweiten Platz in der letzten Saison sowie der in der Relegation verpassten Aufstiegschance, kann es nun nur noch eine Steigerung geben: Die Landesliga-Meisterschaft! Wer Zweiter war, muss unbedingt Erster werden wollen. Alles Andere wäre unnatürlich und auch niemandem vermittelbar, und genau dieser Herausforderung stellen sich Spieler und Verantwortliche.“ Mit diesen markigen Worten gab Abteilungsleiter Alexander Seelig im Saisonheft der TG das ehrgeizige Klassenziel vor.
Für dieses Ziel wurde von den Verantwortlichen Einiges in die Wege geleitet und das Team noch einmal deutlich verstärkt. Bereits vor den Relegationsspielen konnte Seelig die Verpflichtung von Rückraumspieler Felix Maier (23) verkünden, der als Würzburger Handballgewächs gilt, mit der A-Jugend der DjK Rimpar Bayerischer Meister wurde und die letzten zwei Runden für den Post SV Nürnberg auflief. Andreas Hilpert (29) von der DjK Waldbüttelbrunn und Tim Schräder (22) sind weitere Ergänzungen für den Rückraum der Unterfranken. Schräder sammelte als Jugendspieler Erfahrung in der Hessenauswahl, aber auch bei der TG Münden, bevor er im Männerbereich für Bayernligist TG Landshut und zuletzt für die HG Amberg in der BOL auflief. Bis zum Rückzug des TSV Rödelsee standen Rückraumspieler Dennis Orf (29) und Linksaußen Julius Weinhardt (24) im Aufgebot des ehemaligen Drittligisten. Beide wollen an ihrer neuen Wirkungsstätte alles für den Aufstieg tun.
Auch im Tor bahnte sich am Ende der vergangenen Saison ein wichtiger Zugang an. Mit dem Ungarn Matyas Varga (32) von der DjK Waldbüttelbrunn unterschrieb bei den „Bullen“ einer der besten Bayernliga-Torhüter, sehr zum Leidwesen seines bisherigen Vereins. So stimmte den Sportvorstand der Waldbüttelbrunner Winfried Körner „das Gebaren der TG Heidingsfeld sehr nachdenklich: Dass Spieler dem Geld nicht widerstehen können, ist aus ihrer Sicht zwar absolut verständlich. Die Anfragen, die in der Regel nicht offiziell laufen, bringen aber viel Unruhe in die Vereine aus der Region. Das kann ich nicht gutheißen.“ Nach dem Abgang der beiden bisherigen Torhüter wurde für die Position hinter Varga der junge Janik Delp (22) verpflichtet, der aufgrund seines Studiums bereits seit einem Jahr mit dem Team trainierte. Das Beste soll man sich ja bekanntlich bis zuletzt aufheben, weshalb sich die „Hätzfelder“ als letzten Neuzugang einen Kracher leisteten. Kreisläufer Julian Bötsch (28), wenige Monate vorher noch bei Zweitligist DjK Rimpar Wölfe unter Vertrag, trägt seit dieser Saison ebenfalls das Trikot der „Bullen“. Er bringt nicht nur eine Verstärkung im Angriffszentrum, sondern vor allem eine deutliche Verbesserung der Abwehrreihe.
Es verwundert bei all dieser handballerischen Qualität kaum, dass die TG Heidingsfeld bereits vor der Saison als der FC Bayern der Nordstaffel galt. Dennoch begann die Runde holpriger als erwartet. Vor allem auswärts taten sich die Unterfranken schwer, verloren sowohl bei der SG Regensburg (29:26) als auch beim MTV Ingolstadt (26:19) und konnten auch das dritte Spiel in fremder Halle nicht gewinnen. Seit dem Remis in Cham (25:25) gaben die Bullen jedoch keinen Punkt mehr ab und kletterten in der Tabelle stetig nach oben. Mit 21:41 beim Aufsteiger HC Forchheim gelang gar der höchste Auswärtssieg der gesamten Staffel und nachdem man zuletzt auch gegen den Tabellenzweiten HSG Lauf/Heroldsberg klar mit 29:23 gewann, liegt man nun nur noch einen Zähler hinter dem Relegationsplatz.
Damit schien alles in geordneten Bahnen zu laufen. Dennoch trat Mitte Oktober Trainer Manfred Wirth nach 3 Jahren Tätigkeit auf eigenen Wunsch von seinem Amt zurück. Den Posten übernahm Trainer-Urgestein Artur Lichtlein, Vater von Deutschlands erfolgreichstem Handballer und Europameister Carsten Lichtlein. Er soll das Team bis zur Verpflichtung eines neuen Übungsleiters leiten.
Für Auerbach steht in diesem letzten Spiel des Jahres trotz der zuletzt spielfreien Zeit nur ein Rumpfteam auf der Platte. So kann Trainer Matthias Schnödt selbst aus beruflichen Gründen nicht anwesend sein. Ebenfalls nicht dabei sind Matthias Edtbauer (Studium), Jan Wislicenus (Verletzung), sowie Raul Adam (Krankheit). Fraglich ist der Einsatz von Sebastian Bürger, der körperlich angeschlagen ist. „Wir können nur versuchen, uns teuer zu verkaufen und so gut wie möglich mitzuhalten“ gab Matthias Schnödt seinem Team als Aufgabe für Freitagabend mit auf den Weg.
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 14. Dezember 2017 um 16:18 Uhr
 
« StartZurück12345678910WeiterEnde »

Seite 8 von 27