19 | 11 | 2019
1.Mannschaft
Spielbericht SV 08 Auerbach - HSV Hochfranken

Nach einem Spiel mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten gewann der SV 08 Auerbach deutlich und auch in der Höhe verdient gegen den Aufsteiger HSV Hochfranken mit 24:15. Nachdem es zur Pause noch 11:11 gestanden hatte, ließen die Gastgeber in der zweiten Hälfte nur noch insgesamt vier Tore zu und hatten das Spiel bereits nach 45 Minuten zu ihren Gunsten entschieden. Matthias Schnödt zeigte sich vor allem mit der deutlich verbesserten Defensivleistung seines Teams zufrieden. Neben Maxim Pakraz als bestem Torschützen konnten die etwa 180 Zuschauer mit Thomas Wilke auch einen Neuzugang im Team der Bergstädter beobachten. Mit nun 11:17 Punkten bleibt Auerbach weiterhin auf Platz 10.

SV 08 Auerbach - HSV Hochfranken 24:15 (11:11)

„Hätten wir in der ersten Hälfte etwas mehr Geduld gezeigt und in der zweiten unsere Chancen noch besser verwertet, wäre das Ergebnis noch höher ausgefallen" wollte Matthias Schnödt wenigstens eine Kleinigkeit am Spiel seines Teams bemängeln. In Wahrheit war er nicht nur mit dem Ergebnis, sondern auch mit der Art und Weise, wie es zustande kam sehr zufrieden. „Wie könnte ich nicht zufrieden sein. Die Jungs haben heute fast alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten, die Abwehr war deutlich aggressiver, als noch zuletzt und wir haben im Vergleich zum Hinspiel fast alle unsere Zweikämpfe gewonnen." Dennoch verliefen gerade die ersten 30 Minuten nicht ganz so, wie man es gegen den Aufsteiger erwartet hatte, denn die Oberfranken zeigten weder offensichtliche Probleme mit der geharzten Kugel, noch mit der auswärtigen Halle. Zudem stellten sich die Gastgeber immer wieder selbst ein Bein und gaben den Ball teils leichtfertig aufgrund von technischen Fehlern, aber auch wegen überhasteter Abschlüsse an den Gegner. Glücklicherweise warteten auch die Spieler um Trainer Luka Veraja mit einer hohen Fehlerquote auf, sodass sie kein Kapital aus der Nervosität der Bergstädter schlagen konnten.

So verlief die erste Halbzeit zwar gefällig aber eher zäh, nach 15 Minuten waren auf beiden Seiten gerade einmal fünf Tore gefallen und es sah alles nach einem Spiel aus, in dem es am Ende wieder einmal knapp werden könnte. Mehrmals wechselte die Führung, da Auerbach einige Chancen ausließ, auf zwei Tore davonzuziehen. Selbst als der Vorsprung in der 29. Minute endlich einmal auf 11:9 angewachsen war, ließ man bis zur Pause wieder zwei Treffer zu und ging beim Stand von 11:11 in die Kabine.

Der bis dahin zähe Spielverlauf ließ den Zuschauern Raum, ihre Neugier auf einen speziellen Spieler zu richten. Neuzugang Thomas Wilke vom HC Erlangen, der erst am Abend vorher seine Spielberechtigung vom BHV erhalten hatte, stand erstmals für sein neues Team auf dem Platz. Von Anfang an wollte der 18-Jährige zeigen, was in ihm steckt, weshalb er sich in mehreren Situationen zu viel vornahm und etwas überhastet und auch unglücklich agierte. „Ich bin überhaupt nicht zufrieden" ärgerte er sich nach dem Spiel, ließ sich jedoch von der Zustimmung seiner Kollegen einigermaßen beruhigen. „Das ist ganz normal" meinte auch Matthias Schnödt. „Es wird noch zwei drei Wochen dauern, bis er sein Potenzial voll ausschöpfen kann, aber man heute schon in Ansätzen gesehen, was für eine Verstärkung er für uns sein kann."

Ein weiterer Akteur, der ebenfalls sehr kurzfristig die Freigabe für das Spiel bekommen hatte, war Maxim Pankraz. In seiner unnachahmlichen Art avancierte er vor allem in der zweiten Halbzeit zum besten Werfer des SV 08 und zeigte wieder einmal, wie wichtig er inzwischen für die Bergstädter geworden ist. Erwähnenswert ist auch die Leistungssteigerung von Karsten Herold. Der Kreisläufer erweist sich in den letzten Wochen immer mehr als gleichermaßen sichere Anspielstation wie als Vollstrecker. Diesmal jedoch teilte er sich die Aufgabe am Kreis mit Moritz Hofmann und Jonas Brendel-Suchanek, die beide ihre Beweglichkeit unter Beweis stellten, leider jedoch das eine oder andere Mal am guten Vladimir Michanek im Tor des HSV scheiterten.

Die deutlichste Verbesserung konnte man jedoch in der Defensivabteilung feststellen. Florian Wehner nahm auf vorgezogener Position seinen Gegenspieler Philipp Mocker, den torgefährlichsten Spieler der Gäste, über weite Strecken aus der Partie. Da mit Jonas Dirr auch ihr zweiter Werfer nicht dabei war und Ludwig Tobias in der 29. Minute nach einem unglücklichen Foul an Maxim Pankraz vorzeitig zum Duschen geschickt wurde, konnten die Oberfranken ihr üblicherweise sicheres Rückraumspiel nicht aufziehen. „Für das Foul an Maxim hätten zwei Minuten und eine Ermahnung auch genügt, Rot fand ich zu hart" meinte Matthias Schnödt nach dem Spiel.

Die zweite Hälfte ist schnell erzählt. Angefangen und beendet mit einem Tor von Maxim Pankraz legten die Gastgeber einen Zwischenspurt mit sieben unbeantworteten Toren ein. Hochfranken leistete sich einen Fehler nach dem anderen oder scheiterte am inzwischen für den in der ersten Hälfte ebenso gut haltenden Raul Adam eingewechselten Valentin Kroher. Es dauerte bis zur 48. Minute, bis den Oberfranken per Strafwurf wieder ein Tor gelang, nur um danach erneut vier Treffer in Folge hinnehmen zu müssen (22:12).

Dass das Spiel am Ende mit neun Toren zugunsten der Hausherren ausging, erfreute Trainer und Team besonders. „Nach der Sieben-Tore-Niederlage im Hinspiel haben wir heute auch den direkten Vergleich zu unseren Gunsten entschieden und damit einen echten „Vier-Punkte-Sieg" errungen", erklärte Matthias Schnödt.

Wer die Oberpfälzer am kommenden Sonntag nach Ingolstadt begleiten möchte, der sollte um spätestens 12:00 Uhr am Place de la Neuveville zur Abfahrt des Busses erscheinen.

Statistik:
SV 08 Auerbach: Adam, Kroher, Tannenberger (5/1), Hofmann Mo. (4), Brendel-Suchanek (1), Bürger (1), Eckert, Herold (2), Hofmann A., Wehner, Pankraz (9/3), Wilke (1), Schalanda (1)

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 23. Januar 2018 um 17:03 Uhr
 
Vorbericht SV 08 Auerbach I - HSV Hochfranken

Nach langen Wochen Pause fliegen am Wochenende endlich wieder die Bälle durch den Auerbacher Handball-Tempel. Dabei empfängt am Samstag das Landesliga-Team den oberfränkischen Aufsteiger HSV Hochfranken. Das im Jahr 2012 aus den Handballabteilungen des TS 1887 Selb und des TV Rehau entstandene Team belegt derzeit Platz Zwölf und weist lediglich drei Punkte weniger auf, als Auerbach. Matthias Schnödt und seine Schützlinge haben mit ihren Gästen noch eine Rechnung offen und wollen Revanche für die am Ende zu deutliche Niederlage im Hinspiel (31:24). Anpfiff in der Helmut-Ott-Halle ist um 18:00 Uhr, das Vorspiel bestreitet ab 16:00 Uhr die männliche A-Jugend in ihrer Bayernliga-Partie gegen den TV Eibach 03.

Für alle, die mit diesen beiden Spielen noch nicht genug haben, stehen auch am Sonntag noch zwei Spiele an. Um 14:00 Uhr empfängt dann die männliche C-Jugend den MTV Stadeln und ab 16:00 Uhr spielt Auerbach II gegen HC Erlangen III.

Kaum ein in der Hinrunde verlorenes Spiel schmerzte die Landesliga-Handballer des SV 08 Auerbach mehr, als die am Ende deutliche Niederlage in Selb beim Aufsteiger HSV Hochfranken. Hatte man vor der Partie sich noch Einiges ausgerechnet, musste man sich am Ende aufgrund zu vieler technischer Fehler, die Manche im harzlosen Spielgerät begründet sahen, dem Gastgeber beugen. Für Spielertrainer Matthias Schnödt, der sich kurz vor Schluss einen Mittelhandbruch zugezogen hatte, lag es jedoch vielmehr an der mangelhaften Defensivarbeit seiner Mitspieler. Auch diesmal mahnt er eine deutliche Steigerung im Abwehrverhalten an. „Wir brauchen ein aggressives und wachsames Abwehrspiel und eine ähnlich gute Torwartleistung wie in Regensburg, damit wir ins Tempospiel kommen.“ Dabei erinnert er auch an die Probleme, die man im Hinspiel erkennen konnte. „Hochfranken ist ein sehr unangenehmer Gegner, das mussten wir in Selb schon erfahren. Vor allem der Rückraum hat uns immer wieder vorgeführt, weil wir die Zweikämpfe zu wenig intensiv angenommen haben.“ Der angesprochene Rückraum macht aber offenbar auch anderen Teams Probleme, denn Philipp Mocker und Jonas Dirr, beide mit 7 respektive 5 Treffern im Hinspiel erfolgreich, belegen in der Torschützenliste der Nordstaffel einen Platz unter den 30 besten Werfern. So warf Mocker als Viertbester der Staffel in den 13 Spielen des HSV bereits insgesamt 88 Tore, im Durchschnitt also fast sieben pro Partie. Zudem versteht er sich gut auf das Zusammenspiel mit dem Kreisläufer. Auf der anderen Seite des Balles steht mit dem 41-jährigen Torwart-Methusalem Zdenek Michanek ein routinierter Mann zwischen den Pfosten, der schon so manchen Gegner fast zur Verzweiflung brachte. „Gegen den guten Torhüter ist es wichtig, dass wir unsere Chancen besser verwerten“ forderte Matthias Schnödt.

Die Gäste, die derzeit einen der vier Abstiegsplätze belegen, weisen gerade einmal drei Punkte weniger aus, als Auerbach. Beiden Teams fehlt ein Spiel aus der Hinrunde und pikanterweise sind es jeweils Heimspiele gegen den ASV Cham. Dabei hat das Team um Trainerlegende Luca Veraja (71) bereits 51 Minuten gegen die Bayerwälder gespielt, musste dann jedoch beim Stand von 19:24 die Partie abbrechen, weil sich das Dach der Selber Realschul-Turnhalle als undicht erwies und Wasserpfützen das Feld unbespielbar machten. Vor wenigen Tagen erhielten die Oberfranken die Nachricht von Liga-Leiter Klaus-Dieter Sahrmann, dass sie in einem Wiederholungsspiel Ende März eine zweite Chance gegen Cham bekommen.

Dass es sich dabei um eine echte Chance handelt, zeigt ein Blick auf die bisherigen Ergebnisse des HSV. Vor allem in eigener Halle konnten sie die Spiele oft lange offen halten, oder gar gewinnen. Auswärts dagegen mussten sie teils deprimierende Niederlagen einstecken. So unterlagen sie beispielsweise am ersten Spieltag in Lauf mit 35:23, am dritten in Heidingsfeld mit 39:20 und am fünften in Regensburg gar mit 45:12. Dazwischen lagen Heimsiege gegen Auerbach und die HSG Fichtelgebirge. Dass man jedoch nicht von einem Selbstläufer ausgehen darf, zeigte der HSV bei seinen Auswärtspartien in Helmbrechts (26:24) und in Stadeln (35:33). Doch nicht nur bei den harzfreien Mitaufsteigern zogen sich die Oberfranken trotz der jeweiligen Niederlage mit einem ermutigenden Ergebnis aus der Affäre, auch beim Bayernliga-Absteiger HC Sulzbach-Rosenberg unterlagen sie nur knapp mit 32:30. Hierbei sollten vor allem die 30 auswärts erzielten Treffer den Abwehrverbund der Auerbacher nachdenklich stimmen.

Aber auch die Torhüter sind gefragt. Glücklicherweise wird am Samstag Valentin Kroher nach seiner Verletzungspause wieder dabei sein. Auch Linksaußen Florian Wehner kann voraussichtlich wieder mit von der Partie sein, sodass Matthias Schnödt durchaus einige Alternativen zu Verfügung stehen. „Ich wiederhole mich zwar, aber wir müssen vor allem in unseren Heimspielen punkten. Auch wenn es nicht leicht wird, müssen wir dieses erste von mehreren Vier-Punkte-Spielen gegen direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt gewinnen. Dazu brauchen wir eine geschlossene Mannschaftsleistung, eine ähnliche Leistung wie in Regensburg und natürlich die Unterstützung von möglichst vielen Fans. Wir wollen am Samstag den Bock umstoßen und dafür sorgen, dass die Punkte im Tempel bleiben.“

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 19. Januar 2018 um 07:46 Uhr
 
Spielbericht SG Regensburg - SV 08 Auerbach I

Im ersten Oberpfalz-Derby des Jahres beim Top-Favoriten SG Regensburg unterlagen die Handballer des SV 08 Auerbach klar mit 30:22 (16:12). Spielertrainer Matthias Schnödt zeigte sich dennoch weniger enttäuscht als zuletzt, denn sein Team hatte die Vorgabe, möglichst lange im Spiel zu bleiben, fast 50 Minuten lang sehr gut umgesetzt. Trotz des am Ende um einige Tore zu hoch ausgefallenen Ergebnisses, sah Schnödt etliche positive Ansätze, auf denen sich für die kommenden Spiele aufbauen lässt. Während Regensburg wieder die Tabellenspitze übernimmt, bleibt Auerbach mit nun 9:17 Punkten auf Rang Zehn, zwei Pluspunkte vor dem ersten Abstiegsplatz.

SG Regensburg - SV 08 Auerbach: 30:22 (16:12)

Unterschiedlicher könnte die Bewertung zweier Niederlagen nicht ausfallen. Auch wenn die Niederlage im Derby gegen die SG Regensburg sogar noch um einen Treffer höher ausfiel, als in der Vorwoche gegen die HSG Fichtelgebirge, war Matthias Schnödt deutlich positiver gestimmt und zeigte sich vor allem mit der kämpferischen Leistung seines Teams zufrieden. „Wir hatten uns vorgenommen, hier möglichst lange mitzuhalten und uns nicht aus der Halle schießen zu lassen. Das haben die Jungs fast 50 Minuten sehr gut umgesetzt. Letztlich war die individuelle Stärke der Regensburger Spieler ausschlaggebend für die einige Tore zu hohe Niederlage." Vor allem die Defensive der Bergstädter in Zusammenarbeit mit einem sehr gut haltenden Raul Adam bot über weite Strecken eine überzeugende Leistung. So ließ man beispielsweise Marcel Elgeti, im Hinspiel mit zehn Toren noch erfolgreichster Werfer der SG, kaum zur Entfaltung kommen, sodass er sich fast ausschließlich auf Treffer vom Siebenmeterpunkt beschränken musste.

Dennoch sah es zunächst nach einer deutlichen Angelegenheit für den haushohen Favoriten aus, denn nach etwas mehr als fünf Minuten lagen die Hausherren bereits mit 4:1 in Front. Vor der, für einen Meisterschaftsfavoriten und souveränen Tabellenführer enttäuschend schwach besetzten Kulisse, ließ sich Auerbach allerdings nicht übermäßig beeindrucken. Vor allem der zuletzt mehrfach gescholtene Alexander Tannenberger drehte nun, sehr zur Freude des knappen Dutzends mitgereister blau-weißer Fans, auf und brachte seine Farben wieder ins Spiel. Bis zur 18. Minute erzielte er allein sechs seiner insgesamt 10 Treffer und konnte dabei kaum von der gegnerischen Abwehr gestoppt werden. Auerbach glich nicht nur aus, sondern übernahm in der 18. Minute sogar mit 7:8 kurzzeitig die Führung. Erst jetzt reagierte Trainer Kai-Uwe Pekrul mit einer Sonderbewachung für den Halblinken der Gäste. „Tanne hat heute ein sehr gutes Spiel gemacht. Bis zu der Manndeckung war quasi jeder seiner Würfe ein Treffer" lobte Matthias Schnödt den besten Auerbacher Werfer des Tages. „Ich hoffe, er schöpft daraus das berechtigte Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben."

Regensburg antwortete mit einem vorentscheidenden Zwischenspurt, traf innerhalb der nächsten sechs Minuten bei nur einem Gegentor sechsmal und sah fünf Minuten vor der Pause wie der sichere Sieger aus (13:9). „Eine Mannschaft, die so individuell gut besetzt ist, bestraft jeden noch so kleinen Fehler" ärgerte sich Schnödt über einige unglückliche Aktionen und nahm auch sich dabei nicht aus der Kritik. Dennoch rechnete er seinem Team hoch an, dass es sich trotz des erneuten Rückstands nicht völlig aus der Bahn werfen ließ. Durch zwei weitere Treffer von Alexander Tannenberger und einen von Sebastian Bürger konnten die Gäste bis zur Pause wieder auf vier Tore verkürzen und gingen beim Stand von 16:12 in die Kabine.

Das erste Tor der zweiten Hälfte erzielte mit Maxim Pankraz ebenfalls ein Auerbacher, ein deutliches Zeichen, dass die Gäste das Spiel noch nicht abgeschrieben hatten. Ganz im Gegenteil hielt man den Rückstand konstant bei drei, vier Toren und ließ sich nicht abschütteln. Als Alexander Tannenberger in der 42. Minute per Strafwurf gar auf 20:18 verkürzte, keimte bei den Gästen noch einmal berechtigte Hoffnung auf einen positiven Ausgang auf. Selbst als Regensburg wieder zwei Tore nachlegte (22:18), war der blau-weiße Kampfgeist noch nicht erloschen und als Valentin Deml in der 50. Minute beim Stand von 23:19 vom Siebenmeterpunkt scheiterte, wäre auch die Gelegenheit gegeben gewesen.

„Leider haben wir ausgerechnet in dieser Phase Nerven gezeigt und unsere Chance nicht genutzt. Dann steht es eben nicht 23:20, sondern innerhalb kurzer Zeit 27:19 (55.)" so Schnödt hinterher. Die Gastgeber nutzten mit ihrer individuellen Klasse gnadenlos die Fehler der Auerbacher aus und rissen das Spiel endgültig an sich. In den letzten Minuten des entschiedenen Spiels verhalf Schnödt seinem Jugendtorhüter Max-Anton Seiffert noch zu ein paar Minuten Einsatzzeit, auch wenn dieser natürlich keinen Einfluss mehr nehmen konnte. Regensburg spielte den Sieg sicher nach Hause und gewann am Ende vielleicht etwas zu hoch mit 30:22.

„Wir haben heute Vieles gut gemacht, haben über weite Strecken eine gute Abwehr gespielt und hatten mit Raul Adam und Alexander Tannenberger unsere besten Akteure. Einstellung und Kampfgeist haben mich überzeugt, sodass ich das Gefühl habe, einen guten Schritt nach vorne gemacht zu haben. Wie schon im Hinspiel muss man sagen, dass Regensburg nicht unser Maßstab sein kann. Es kommt darauf an, die heutige Leistung für die nächsten Spielen zu konservieren, denn das sind die Gegner, mit denen wir uns messen müssen."

SV 08 Auerbach: Adam, Seiffert, Schnödt, Hofmann Mo., Brendel-Suchanek, Bürger (1), Ziegler, Eckert (2), Weisser (1), Herold (2), Hofmann A. (2), Pankraz (4), Schalanda, Tannenberger (10/3)

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 15. Januar 2018 um 07:35 Uhr
 
Vorbericht SG Regensburg - SV 08 Auerbach I
Mit einem Oberpfalz-Derby starten die Handballer des SV 08 Auerbach in die Rückrunde, wenn sie am Samstag bei der SG Regensburg antreten. Die Domstädter, die sich im Laufe der Hinrunde als der große Favorit neben der TG Heidingsfeld etabliert haben, werden vom BHV zwar derzeit auf Platz Zwei geführt, haben jedoch zwei Spiele weniger als die Unterfranken. Mit dem besten Angriff der Staffel und der zweitbesten Abwehr verwundert es nicht, dass das spielstarke Team um Trainer Kai-Uwe Pekrul (53) bisher lediglich eine Niederlage hinnehmen musste. Anpfiff in der Kerschensteiner Halle ist um 17:30 Uhr.

Es wird nicht leichter für die Handballer des SV 08 Auerbach. Nach der bitteren Niederlage bei der HSG Fichtelgebirge und dem Abrutschen auf Rang Zehn, müssen die Bergstädter auch an diesem Spieltag wieder auswärts antreten. Mit der SG Regensburg besuchen sie einen Team, das im Verlauf der Hinrunde lediglich eine Niederlage hat hinnehmen müssen, pikanterweise beim Gegner der Auerbacher vom vergangenen Samstag. Da das Team um Trainer Kai-Uwe Pekrul bisher zwei Spiele weniger absolviert hat, als die TG Heidingsfeld, wird es vom BHV mit derzeit 20 Plus- und zwei Minuspunkten auf Platz Zwei geführt, obwohl die Unterfranken bei 21 Plus- bereits fünf Minuspunkte aufweisen. Dennoch befinden sich die Domstädter eindeutig auf Kurs in die Bayernliga, ein Ziel, das letztlich nur eine Zwischenstation auf dem Weg in die 3. Liga darstellen soll. So zumindest wurden die Saisonvorgaben in den letzten Jahren formuliert.

Zu diesem Zweck wurde die Mannschaft, auch verursacht durch die „Scheidung“ vom mit viel Getöse in die Welt gesetzten Ostbayerischen Handballclub (OHC) und dessen Galionsfigur Fritz Zenk, umstrukturiert und mit sechs neuen Akteuren verstärkt. Hierbei wurde man speziell beim tschechischen Club Talent M.A.T Plzen fündig und verpflichtete gleich vier Spieler aus dem Nachbarland. Da macht es durchaus Sinn, dass auch der Co-Trainer aus Tschechien stammt. Vor allem Šimon Rada (22) im Tor erwies sich als Glücksgriff, aber auch Karel Kveton (27) ergänzt sich prima mit seinem im Vorjahr verpflichteten Kollegen am Kreis Tomáš Turek(27). Doch die interne Torschützenliste wird angeführt von drei Spielern aus der näheren Umgebung. An dritter Stelle rangiert derzeit mit insgesamt 61 Treffern Neuzugang Valentin Deml (19). Der Linksaußen kam von der SG Naabtal und ist der Jüngste im Team. Den zweiten Platz nimmt mit insgesamt 67 Toren Florian Uhl (21) ein. Er kam bereits in der vergangenen Saison vom TSV Neutraubling und agiert auf der rechten Außenposition. Noch ein Jahr früher kam, ebenfalls aus Neutraubling, der unangefochtene Spitzenreiter Marcel Elgeti (23). Mit insgesamt 79 Toren zählt der torgefährliche Halblinke zu den sechs besten Werfern der gesamten Staffel.

„Regensburg war in der Vorrunde der spielstärkste unserer Gegner, und das bereits am ersten Spieltag“ erinnert sich Matthias Schnödt an die deutliche 24:34 Niederlage im ersten Spiel der Saison. „Inzwischen haben sie sich noch besser gefunden und ihre Spiele meist deutlich gewonnen.“ Damit spricht er auch das Verhältnis von erzielten und erhaltenen Toren an. Mit fast 33 Toren pro Spiel stellt die SG den torgefährlichsten Angriff der Staffel, während sie auf der anderen Seite lediglich 23,5 Tore im Schnitt hinnehmen muss, der zweitbeste Wert nach der TG Heidingsfeld (21,5). „Es wird sehr schwer werden, in Regensburg zu bestehen“ so Schnödt. „Zumal Valentin Kroher nicht dabei sein kann.“ Der junge Torhüter laboriert an einer Knieverletzung aus dem Spiel in Marktredwitz. Fraglich sind Moritz Hofmann, der noch immer krank und Linksaußen Florian Wehner, der angeschlagen ist. Dafür wird wohl Maxim Pankraz mit von der Partie sein und wahrscheinlich auch Jugendtorhüter Max-Anton Seiffert. Mit welchem Team die SG antreten wird, ist fraglich, denn das letzte Spiel beim Aufsteiger HC Forchheim bestritt man mit einem durch Verletzungen und Krankheit stark dezimierten Kader. Da jedoch die Partie, die trotz aller Widrigkeiten klar mit 21:33 gewonnen wurde, bereits am 16. Dezember stattfand, dürfte man seither ausreichend Zeit gehabt haben, Blessuren und Krankheiten auszuheilen.
„Auch wenn es sehr schwer wird, ist das Spiel eigentlich eines der einfacheren, denn wir können ohne Druck spielen. Regensburg ist haushoher Favorit und wir haben nach der Papierform nicht einmal eine Außenseiterchance.“ Damit mahnte Schnödt die seit Wochen im Raum stehenden Vorgaben an, man benötige „eine aggressivere und wachsamere Abwehr, besseres Torhüterspiel und eine deutlich konzentriertere Chancenverwertung, angefangen bei der Effektivität beim Siebenmeter.“ Für das Derby in Regensburg lautet daher die Vorgabe auch eher vorsichtig: „Wir wollen uns gut verkaufen und das Spiel so lange wie möglich offen halten.“ Andererseits heißt es ja immer, dass Geschichte sich wiederholt. Warum also sollte „David“ Auerbach nicht mit etwas mehr Selbstbewusstsein zu „Goliath“ Regensburg fahren und, ähnlich wie vor knapp einem Jahr, dem Favoriten ein Stolperstein sein?
Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 12. Januar 2018 um 20:43 Uhr
 
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