16 | 09 | 2019
1.Mannschaft
Spielbericht ASV 1863 Cham - SV 08 Auerbach I

Vor etwa 250 Zuschauern ging für die Handballer des SV 08 Auerbach auch das Rückspiel beim ASV 1863 Cham klar verloren. Das Grippe- und verletzungsgeplagte Team um Spielertrainer Matthias Schnödt, bei dem sich Rückkehrer Jonathan Kraus mit drei Treffern eindrucksvoll zurückmeldete, hatte von Beginn an vor allem im Defensivbereich mit großen Problemen zu kämpfen, sowohl mit dem Rückraum, als auch  mit der Rechtsaußenposition der Gastgeber. So lagen die Bergstädter bereits zur Pause vorentscheidend zurück, liefen in der zweiten Hälfte zeitweise einem Rückstand von neun Toren hinterher und mussten sich am Ende verdient dem besseren Team beugen. Da auch der schärfste Konkurrent MTV Stadeln in Helmbrechts unterlag bleiben die Blau-Weißen mit nun 13:23 Zählern weiterhin auf Platz Zehn.

ASV 1863 Cham - SV 08 Auerbach: 35:28 (18:13)

„Wir konnten leider zu wenig von dem umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten" bedauerte Matthias Schnödt im Nachhinein die deutliche Niederlage. „Allerdings waren wir auch auf einigen Positionen klar unterbesetzt." Damit sprach er die personellen Probleme an, mit denen die Blau-Weißen an diesem Tag zu kämpfen hatten. So mussten sowohl Thomas Wilke als auch Torhüter Valentin Kroher am Abend zuvor ihre Teilnahme wegen Grippeerkrankung absagen und auch Linksaußen Florian Wehner war nicht einsatzfähig, er hatte sich verletzt abgemeldet. Glücklicherweise war Jonathan Kraus nach seinem halbjährigen Auslandsaufenthalt erstmals wieder dabei und brachte etwas Entlastung für seine Kollegen.

Das Spiel begann für Auerbach gleich mit einem Strafwurf, den Maxim Pankraz in der ersten Minute verwandelte. Auch wenn Cham in der Folge frühzeitig das Ruder übernahm, ließ man sich im blau-weißen Lager zunächst nicht abhängen und glich mehrere Male aus. Dann, es waren gerade einmal knapp fünf Minuten gespielt, verletzte sich Julian Eckert bei einer Abwehraktion schwer und wurde nach einem unglücklichen Zusammenprall mit einem Chamer Angreifer mit Verdacht auf Nasenbeinbruch aus dem Spiel genommen. Damit stand Matthias Schnödt keiner seiner etatmäßigen Linksaußen zur Verfügung, ein Umstand der es den Gästen zusätzlich erschwerte, ihr Spiel aufzuziehen. „Wir mussten schon von Anfang an Einiges improvisieren, aber ab da wurde es natürlich schon fast unmöglich, ein geordnetes Angriffsspiel aufzuziehen." Cham nutzte die zusätzliche Schwächung der Gäste geschickt aus, ließ nach dem letztmaligen Ausgleich durch Karsten Herold in der siebten Minute (4:4) drei unbeantwortete Tore folgen und lag nach zehn Minuten erstmals mit drei Treffern in Front (7:4). Auerbach mühte sich, kämpfte sich bis zur 15. Minute wieder heran (9:8), nur um dann erneut zwei Treffer hintereinander zuzulassen. „Es ist uns nicht gelungen, den Chamer Rückraum entscheidend zu stören, die erste Bewegung wegzunehmen. Wenn es dann doch einmal einigermaßen geklappt hat, haben sie sehr gut über ihren  Rechtsaußen abgeschlossen", so Schnödt.

Nach einem weiteren Auerbacher Treffer war es Lukas Steif, der Auerbachs Torhüter Raul Adam dreimal hintereinander überwand und damit bereits nach 20 Minuten einen vorentscheidenden Vorsprung für seine Farben herauswarf (14:9). Karsten Herold und Alexander Hofmann konnten zwar noch einmal verkürzen, doch die Hausherren waren nun richtig in Schwung gekommen und bogen mit einem 5:0- Lauf, bei dem sie sich nicht einmal von einer Gäste-Auszeit unterbrechen ließen, endgültig auf die Siegerstraße ein (18:11). Beim Stand von 18:13 wurden die Seiten gewechselt.

Auch nach der Pause zeigte sich ein ähnliches Bild. Auerbach war zwar stets bemüht, brachte auch den einen oder anderen Ball im gegnerischen Tor unter, ließ aber dem Chamer Angriff zu viele Freiheiten und ermöglichte ihm zu viele einfache Tore. „Ich denke, in fremder Halle 28 Tore zu erzielen, ist normalerweise nicht schlecht und reicht häufig auch zum Sieg. Dass wir aber 35 Tore einstecken mussten zeigt eindeutig, wo unsere Probleme heute lagen" legte Matthias Schnödt den Finger in die Wunde, die seit Beginn der Saison nicht richtig verheilen mag. Cham baute seine Führung Schritt für Schritt aus, zog über die Zwischenstände 22:16, 24:17 und 26:18 unaufhaltsam davon und spätestens als Jeremias Geißler in der 50. Minute das 30:21 erzielte, war die Messe endgültig gelesen. Danach konnten die Gastgeber es ruhiger angehen lassen und das Spiel souverän nach Hause schaukeln. So gab es in den letzten fünf Minuten außer einmal Lukas Klima zwar nur noch Auerbacher Torschützen, zu mehr als einer kleinen Ergebniskosmetik reichte es dennoch nicht mehr.

„Selbst wenn wir alle unsere Chancen verwertet hätten, wäre es heute schwer gewesen, hier etwas zu holen, zumal wir die vielen Ausfälle nicht wirklich kompensieren konnten" sagte Matthias Schnödt und empfand die Niederlage als gleichermaßen schmerzlich wie verdient. Gleichzeitig richtete er den Blick schon wieder in die Zukunft. „Es stehen schwere und wichtige Spiele für uns an, angefangen mit dem Heimspiel am kommenden Wochenende gegen den HC Sulzbach-Rosenberg. Ich hoffe, dass wir dann mit vollem Kader antreten können, denn da haben wir noch eine Rechnung offen."

SV 08 Auerbach: Adam, Tannenberger (1), Schnödt (6), Hofmann Mo., Brendel-Suchanek (1), Bürger (1), Eckert, Herold (5), Hofmann A. (4), Pankraz (6/3), Kraus (3), Schalanda (1)

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 25. Februar 2018 um 20:40 Uhr
 
Vorbericht ASV 1863 Cham - SV 08 Auerbach I

Die Handballer des SV 08 Auerbach treten an diesem Samstag erneut gegen den ASV 1863 Cham an. Nachdem das Nachholspiel vor zwei Wochen in der Helmut-Ott-Halle deutlich verloren ging, erwartet Spielertrainer Matthias Schnödt diesmal, dass sein Team trotz des in Cham üblicherweise harzlosen Spielgerätes und trotz der starken tschechischen Rückraum-Achse des Favoriten versucht, möglichst lange im Spiel zu bleiben. Für die Bayerwälder, die ihre beiden letzten Spiele, gegen Auerbach und zuletzt gegen Helmbrechts, gewinnen konnten, geht es im Gegenzug darum, dem punktgleichen MTV Ingolstadt weiterhin Rang Vier streitig zu machen. Anpfiff in der Sporthalle des Chamer Josef-von-Fraunhofer Gymnasiums ist um 19:30 Uhr.

Es sind die Wochen der Oberpfalz-Derbys für die Handballer des SV 08 Auerbach. Bevor am 03. März der HC Sulzbach-Rosenberg in der Helmut-Ott-Halle zu Gast ist, muss das Team um Spielertrainer Matthias Schnödt an diesem Wochenende zunächst das Rückspiel beim Tabellen-Fünften ASV 1863 Cham bestreiten. Wie sich vor zwei Wochen gezeigt hat, sind die Bayerwälder nicht zu Unrecht in der Spitzengruppe der Tabelle zu finden. Punktgleich (22:12) und mit einem deutlichen Hinrundensieg (31:24) gegen den MTV Ingolstadt ausgestattet, liegen sie derzeit voll im Soll ihrer Saisonvorgabe. Trainer Filip Turecek (41), der zusammen mit Volker Komossa (43) vor der Runde die Führung des Teams von Sylvio Scheurer übernommen hatte, gab nämlich einen „Platz unter den ersten Vier“ als Zwischenziel vor, erwartet jedoch mittelfristig eine Orientierung in die Tabellenspitze. „Der Aufstieg ist in diesem Jahr noch nicht möglich, erst muss das Spiel schneller und variabler werden.“

Damit spricht er die in den letzten Jahren seiner Meinung nach zu starke Konzentration des Chamer Spiels auf Rückraum-Shooter Petr Tahovsky an. Doch weiß er auch, dass die Umstellung eines Spielsystems nicht innerhalb einiger Wochen zu bewerkstelligen ist. Umso mehr freut es den Pilsener, dass bereits zum Ende der Vorrunde der vor der Saison aufgestellte Plan weitestgehend aufgegangen ist. „Die Spielweise der Mannschaft macht meist Freude, die Tendenz zeigt auf zumindest frühen Klassenerhalt und die „Mission Nachwuchs“, mit anderen Worten der Wunsch „so gut wie möglich die Nicht-Tschechen zur Geltung kommen zu lassen“ scheint kein Fehlschlag zu werden.“ Dass er sich dennoch in erster Linie auf das Gerüst aus erfahrenen Tschechen verlässt, ist allerdings nicht zu übersehen. So findet man die Rückraumachse Tahovsky-Pelikan-Soukup regelmäßig ganz oben in der Torschützenliste. Auch vor zwei Wochen waren sie es, die mit insgesamt 22 Treffern dem Spiel in der Helmut-Ott-Halle ihren Stempel aufdrückten und fast nach Belieben die Auerbacher Abwehr überwanden. „Es ist fast unmöglich, alle drei in Schach zu halten, aber so einfach wie im Hinspiel dürfen wir es ihnen nicht noch einmal machen“ mahnte Matthias Schnödt eine deutliche Steigerung sowohl der Abwehr, als auch des Torwartspiels an. „Gleichzeitig müssen wir auch im Angriff, vor allem aber im Überzahlspiel konzentrierter zu Werke gehen.“

Dass man gegen die Regenbogen-Städter auch in ihrer eigenen Halle nicht chancenlos sein muss, zeigten in dieser Runde bereits Teams wie der MTV Stadeln (25:23), der TV Münchberg (22:22) oder zuletzt der TV Helmbrechts (25:24). Gerade die „Helmetzer Füchse“ sahen phasenweise wie der Sieger aus und konnten erst kurz vor Ablauf der Spielzeit abgefangen werden. Wiedereinmal waren es die Namen Pelikan und Tahovsky, die am Ende den Ausschlag zugunsten des Heimteams gaben. Aber auch Torhüter Lukas Fritsch hatte mit mehreren starken Paraden seinen Anteil am knappen Sieg. Nur die Favoritenteams aus Lauf (27:32) und Regensburg (20:27) konnte ihre Punkte behalten, während andere starke Teams die Fraunhofer-Halle deutlich geschlagen verlassen mussten. So unterlagen der MTV Ingolstadt mit 31:24 und der HC Sulzbach-Rosenberg gar mit 35:20, für die TG Heidingsfeld reichte es gerade einmal zum Remis (25:25).

„Wir wissen, dass Cham eine Art Wundertüte ist und dass bei uns Alles klappen muss, wenn wir eine Chance haben wollen. Mir kommt es darauf an, dass wir uns besser präsentieren als vor zwei Wochen und dass wir dem Favoriten so lange wie möglich Paroli bieten.“ Eine schwierige Aufgabe für Matthias Schnödt und sein Team, bei dem voraussichtlich Sebastian Bürger wegen Rückenbeschwerden und Moritz Hofmann (Hüfte) fehlen werden. „Ansonsten sollten eigentlich Alle dabei sein“, so Schnödt. „Wenn wir unsere Vorgaben konzentriert umsetzen, in der Abwehr aggressiver zu Werke gehen und im Überzahlspiel sicherer agieren, dann sehe ich durchaus eine Chance für uns, die Art Chance, die jeder Außenseiter hat.“

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 25. Februar 2018 um 12:47 Uhr
 
Spielbericht SV 08 Auerbach - ASV 1863 Cham

Vor etwa 200 Zuschauern mussten sich die Handballer des SV 08 Auerbach im ersten von zwei aufeinander folgenden Spielen gegen den ASV 1863 Cham am Ende klar mit 24:31 (15:15) geschlagen geben. Nach anfänglich guter Leistung des Heimteams, aus dem einmal mehr Maxim Pankraz und Thomas Wilke herausragten, genügten den Gästen zwölf Minuten nach der Pause, in denen sie lediglich zwei Tore zuließen, um das Spiel an sich zu reißen und am Ende verdient zu gewinnen. Bereits in zwei Wochen kommt es zum Rückspiel im Bayerwald. Während Cham nach Minuspunkten mit dem Tabellen-Vierten MTV Ingolstadt gleichzog, belegt Auerbach mit nun 13:21 Punkten weiterhin Platz Zehn.

Die Uhr zeigte 56:12 Minuten, als es zu einer Rudelbildung kam, wie man sie sonst nur vom Eishockey kennt. Nachdem die Unparteiischen das Durcheinander endlich aufgelöst hatten, war, wie oft in solchen Fällen, sehr viel mehr Platz auf dem Feld. Dass allerdings Auerbach aus dieser Situation mit zwei Zeitstrafen und einer Roten Karte hervorging, Cham jedoch mit nur einer Zeitstrafe davonkam, verwunderte dann doch und führte zu einigem Unmut.

Was war geschehen? Das Spiel war eigentlich schon fast zu Gunsten der Gäste entschieden, denn zehn Sekunden zuvor hatte Philipp Lommer das 24:28 für Cham erzielt und die Auerbacher Abwehr hatte sich bis dato nicht wirklich in der Lage erwiesen, der tschechischen Rückraumachse Tahovsky-Pelikan-Soukup Paroli zu bieten. Als dann ein Blau-Weißer von der währen der gesamten Partie rustikal zu Werke gehenden Defensivabteilung der Bayerwälder ungeschickt gefoult wurde, kam es zu besagter Rangelei. Während Thomas Wilke, der sich mit jugendlichem Übermut und etwas zu viel Vehemenz ins Getümmel gestürzt hatte, direkt mit Rot auf die Tribüne musste, folgte ihm der ursprünglich Foulende André Bornack wegen seiner dritten Zweiminutenstrafe. Aus dem gleichen Grund musste auch Karsten Herold frühzeitig zum Duschen gehen, was den verständlichen Unmut seines Trainers hervorrief. Auf seine Zweifel an der Entscheidung hin bekam er zunächst die Gelbe Karte zu sehen. Unzufrieden mit dieser „Antwort", handelte er sich auf weiteres Nachfragen unnötigerweise auch noch eine Zeitstrafe gegen das Team ein. Somit musste Auerbach in den letzten Minuten zeitweise mit nur drei Feldspielern agieren, weshalb sich das, am gesamten Spielverlauf gemessen, letztlich etwas zu hohe Ergebnis erklären lässt. „Klar muss ich mich als Trainer in dem Moment besser im Griff haben" bedauerte Schnödt die Zeitstrafe. „Aber in einem Derby sind die Emotionen sowieso schon höher und es war für mich absolut nicht nachvollziehbar, warum wir bei einer derartigen Rudelbildung mehrfach, vom Gast aber nur Einer bestraft wurden."

Sicherlich entlud sich bei den Auerbacher Aktionen auch ein wenig der Frust über die zweite Halbzeit. Immerhin hatte man bis zum Seitenwechsel ein offenes Spiel gesehen, in dem beide Teams auf Augenhöhe agierten und in dem der Gastgeber zeitweise sogar mehr vom Spiel hatte. Cham war zwar besser ins Spiel gestartet, hatte nach vier Minuten bereits mit 0:3 geführt, nur um dann fünf unbeantwortete Tore hinnehmen zu müssen. Schon früh hatten sich auf beiden Seiten die Hauptakteure der Partie herauskristallisiert. Auf Seiten der Gäste waren dies eindeutig die tschechische Rückraum-Reihe Petr Tahovsky, Lukas Pelikan und Tomas Soukup. Die Auerbacher Abwehr fand zu keiner Zeit ausreichend Zugriff auf die drei Werfer und gestattete ihnen einen „leichten" Treffer nach dem anderen. „Wir waren heute über weite Strecken viel zu passiv und haben dem Gegner zu viele einfache Tore erlaubt" sagte Spartenleiter Paul Rupprecht. Auf der anderen Seite des Balles jedoch sah man zunächst ein anderes Bild. Ausgerechnet die Jüngsten zeigten auf, wo es lang gehen sollte, denn Maxim Pankraz und Thomas Wilke erwiesen sich einmal mehr als die Motoren im Auerbacher Spiel. „Von Thomas und Maxim ging heute die größte Gefahr in unserem Spiel aus. Beide haben wieder ein gute Spiel gezeigt" lobte auch Matthias Schnödt die Leistung seiner besten Torschützen. Doch auch sie waren nicht in der Lage, das Abwehrdefizit über die gesamte Spieldauer auszugleichen. Auerbach war nun zwar relativ gut in Schwung gekommen, hatte zwischenzeitlich seinen Vorsprung sogar auf drei Tore ausbauen können (8:5, 10:7), wurde dann aber von seiner Unfähigkeit Tore zu verhindern eingeholt. Mit einem 1:5- Lauf übernahm Cham wieder das Geschehen. Den Blau-Weißen gelang es bis zur Pause nicht mehr, die Initiative zu ergreifen, vielmehr rannte man nur noch dem knappen Rückstand hinterher. Dennoch ging man relativ guten Mutes beim Stand von 15:15 in die Kabinen.

„Die zwölf Minuten nach der Pause waren entscheidend" analysierte Paul Rupprecht den Beginn der zweiten Hälfte. „Wir waren in dieser Phase viel zu passiv in der Abwehr und haben uns noch mehr als im Rest des Spiels von der intensiven Defensive der Chamer beeindrucken lassen. Im Angriff wirkten wir da verkrampft und konnten sogar einige Überzahlsituationen nicht nutzen, was natürlich auch dem gegnerischen Torhüter in die Karten gespielt hat" ergänzte Matthias Schnödt. Dass er sich von seinen eigenen Torhütern mehr erhofft hatte, wollte er an dieser Stelle ebenfalls nicht verhehlen, auch wenn Ersatz- Keeper Johannes Reger einige gute Bälle hatte. „Insgesamt erwarte ich mehr von unserem Torwartspiel." So stand am Ende eine deutliche Niederlage und die Erkenntnis im Raum, dass der „Joker" nicht erfolgreich genutzt wurde. Immerhin hat man in bereits zwei Wochen die Möglichkeit, in Cham einen weiteren Versuch zu starten.

Statistik:
SV 08 Auerbach: Kroher, Reger, Tannenberger (3), Hofmann Mo., Bürger (1), Eckert (1), Herold (1), Hofmann A. (2), Wehner (2), Pankraz (7/2), Wilke (7), Schalanda

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 16. Februar 2018 um 18:16 Uhr
 
Vorbericht SV 08 Auerbach I - ASV Cham

Mit zwei Oberpfalz-Derbys gegen den selben Gegner setzen die Handballer des SV 08 Auerbach ihre Saison fort. Dabei empfangen sie den derzeitigen Tabellen-Fünften ASV 1863 Cham an diesem Samstag zunächst in der Helmut-Ott-Halle, bevor sie dann zwei Wochen später, am 24. Februar in Cham antreten. Nach der Niederlage ihres direkten Verfolgers MTV Stadeln am letzten Sonntag, würden Punkte aus diesem Nachholspiel helfen, den Abstand zu den Abstiegsplätzen zu vergrößern. Dabei darf auch der ungewöhnliche Zeitpunkt der Partie – Anpfiff ist bereits um 14:00 Uhr - kein Hindernis für die Blau-Weißen sein. Ab 16:00 spielt dann die männliche A-Jugend gegen den ESV 27 Regensburg und ab 18:00 Uhr die männliche B-Jugend gegen den HSC 2000 Coburg II.

An diesem Faschings-Wochenende finden nur zwei Nachholspiele in der Landesliga Nord statt. Während es dabei zwischen der SG Regensburg und der HSG Lauf/Heroldsberg um den Platz an der Sonne geht, orientieren sich die beiden anderen Teams eher ins Mittelfeld der Tabelle. Der ASV 1863 Cham ist hierbei seinem Ziel schon deutlich näher. Derzeit liegen die Bayerwälder mit 18:12 Zählern auf Platz Fünf, nach Minuspunkten gleichauf mit dem Vierten MTV Ingolstadt (22:12) und vier Minuspunkte vor dem Sechsten TV Münchberg (18:16). Diese etwas undurchsichtige Konstellation liegt daran, dass der ASV außer dem Spiel an diesem Samstag gegen Auerbach ein weiteres Nachholspiel beim HSV Hochfranken zu bestreiten hat. Allerdings handelt es sich dabei eher um ein Wiederholungsspiel, denn das Aufeinandertreffen in der Hinrunde musste nach 51 Minuten wegen des undichten Dachs der Selber Realschul-Turnhalle beim Stand von 19:24 für die Gäste abgebrochen werden.

Allein dieses Zwischenergebnis deutet darauf hin, dass die Bayerwälder eine ihrer größten Schwächen offenbar überwunden haben. Nach eigenem Bekunden hatten sie in den vergangenen Spielzeiten mit einer eklatanten Auswärtsschwäche zu kämpfen. So stand in einem der Chamer Berichte zu lesen: „Was nicht glatt läuft: Die deprimierende Auswärtsschwäche (1:11 Punkte) der Truppe von Übungsleiter Sylvio Scheurer. Trainer Scheurer bedauert besonders das 24:25 in Auerbach sowie das 27:27 bei Fichtelgebirge“. Doch das war die vergangene Saison, die aktuelle Runde hat einige Veränderungen mit sich gebracht. Zum einen hat Torhüter Zdenek „Ebi“ Hejduk nach 20 Jahren im Dress des ASV sein Karriereende verkündet, zum anderen will Allrounder Christoph Selmer für ein Jahr pausieren. Außerdem hat man sich nach fünf Jahren Amtszeit von Trainer Sylvio Scheurer getrennt und das Zepter an Filip Turecek übergeben. Der 41-jährige ist in beim ASV kein Unbekannter, stand er doch Anfang des Jahrtausends zu Bayernligazeiten selbst im Aufgebot der Chamer. Inzwischen halten ihn jedoch Schulter- und Knieprobleme davon ab, selbst ins Spielgeschehen einzugreifen. Neben der Arbeit mit den Oberpfälzern betreut er auch noch ein Jugendteam in seiner Heimatstadt Pilsen. Aus seiner aktiven Zeit in Cham verfügt er noch über viele enge Freundschaften. Besonders eng ist er mit ASV-Urgestein Petr Tahovsky verbunden. „Er ist mein Physio, wenn ich wieder Probleme mit meiner Schulter und meinem Knie habe, dann komme ich zu ihm“. Tahovsky ist dabei nicht nur der Physio seines Trainers, sondern auch der tschechischen Nationalmannschaft, weshalb er kürzlich wegen der EM im Aufgebot der Chamer fehlte.

Das sollte jedoch kein allzu großes Problem für seinen Trainer sein, denn der will das Team sowieso unabhängiger von Tahovsky machen. „Ich habe im letzten Jahr einige Spiele des ASV gesehen, es war alles auf Petr zugeschnitten, das müssen wir ändern.“ Zudem soll das Spiel schneller werden. Dennoch wird vermutlich kein völlig anderer ASV zu erwarten sein, denn die tschechische Achse Tahovsky, Klima, Pelikan und Soukup bildet weiterhin das Herz des Chamer Spiels. „Die tschechischen Spieler behalten durch ihre Erfahrung meist in engen Situationen einen kühlen Kopf“, so Turecek. Daneben treten immer wieder neue Namen in den Vordergrund. So stand am vergangenen Wochenende urplötzlich Jeremias Geißler im Rampenlicht. Der junge Linksaußen war anstelle von Petr Tahovsky in den Rückraum gerückt und hatte beim Tabellenführer in Lauf sieben Tore erzielt. Auch wenn es diesmal nicht ganz zu Zählbarem gereicht hat, so zeigte sich doch, dass der ASV inzwischen sowohl über das nötige Personal, als auch die mentale Stärke für die Spiele in fremder Halle verfügt.

Für Auerbachs Trainer Matthias Schnödt, der mit Ausnahme von Raul Adam, wohl auf seinen gesamten Kader zurückgreifen kann, ist nach dem klaren Sieg der Vorwoche die Marschrichtung klar. „Cham ist so etwas wie eine Wundertüte. Zuletzt gab es knappe Niederlagen in Lauf und in Stadeln, aber auch Siege in Münchberg und Helmbrechts, ganz zu schweigen von den deutlichen Heimsiegen gegen Sulzbach und Ingolstadt. Die meiste Gefahr geht zwar vom Rückraum aus, aber wir müssen auch darauf achten, dass nicht ein Anderer, wie letzte Woche Geißler, einen Sahnetag erwischt. Wir wussten immer, dass das unser "Jokerspiel" ist, in dem jeder Zähler Gold wert ist. Deshalb wollen wir mit der Unterstützung unserer Fans, dass die Punkte in Auerbach bleiben.“

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 08. Februar 2018 um 17:38 Uhr
 
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