21 | 10 | 2019
1.Mannschaft
Spielbericht TV Münchberg - SV 08 Auerbach I

Erneut mussten die Handballer des SV 08 Auerbach mit einer deutlichen Niederlage (33:26) aus Münchberg heimreisen. Nach einer lange Zeit ausgeglichenen Partie brachen die ersatzgeschwächten Gäste, bei denen nur Thomas Wilke annähernd Normalform zeigte, in den letzten 15 Minuten komplett ein. Zu keiner Zeit konnte man an die kämpferische Leistung der Vorwoche anknüpfen, weshalb es kaum gelang, Spielmacher Jan Lad und Kreisläufer Stefan Müller zu unterbinden. Da auch die direkten Konkurrenten Federn ließen, bleiben die Oberpfälzer mit nun 15:25 Zählern auf Rang Zehn und haben am kommenden Sonntag in eigener Halle die Chance, gegen den MTV Stadeln einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt zu tun.

TV Münchberg - SV 08 Auerbach: 33:26 (14:13)

Die Parallelitäten zur vergangenen Saison waren auch an diesem Wochenende wieder zu sehen. Auerbach kann zuhause den geharzten Vorteil gegen den TV Münchberg nutzen, muss sich aber bei den Oberfranken deutlich geschlagen geben. Auch wenn es diesmal in der Münchberger Gymnasiumshalle über weite Strecken nicht ganz so klar aussah, so war es dennoch relativ bald klar, dass Auerbachs Problem vor allem darin bestand, den quirligen Spielmacher der Gastgeber Jan Lad in den Griff zu bekommen. Gleichzeitig hatte die blau-weiße Abwehrreihe zu keiner Zeit den nötigen Zugriff auf Kreisläufer Stefan Müller. Dass sich die Gäste dennoch nicht aus dem Spiel drängen ließen lag auch daran, dass man zunächst das Torhüter-Duell zu seinen Gunsten entscheiden konnte. „Valentin hatte heute ein Spiel mit Licht und Schatten, aber Cenk Uzun kam glücklicherweise überhaut nicht richtig in die Partie" analysierte Spartenleiter Paul Rupprecht das Torwartspiel der Kontrahenten. „Als Münchberg dann Lukas Hurt brachte, hat sich das Blatt gewendet."

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 15. März 2018 um 09:40 Uhr
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Vorbericht TV Münchberg - SV 08 Auerbach I

Nach dem überzeugenden Sieg des vergangenen Wochenendes treten die Handballer des SV 08 Auerbach an diesem Samstag beim TV Münchberg und damit beim derzeit stärksten oberfränkischen Team der Liga an. Nach einer wechselhaften Hinrunde hat sich die Mannschaft um Trainer Christian Seiferth deutlich stabilisiert und musste seit der Winterpause nur vier Punkte abgeben, was mit Rang Sechs und dem Bewusstsein, dem Saisonziel des möglichst frühen Klassenerhalts schon sehr nahe zu sein, belohnt wurde. Somit treffen zwei Teams aufeinander, die beide Grund zu selbstbewusstem Auftreten haben. Anpfiff in der Gymnasiums-Halle ist um 19:45 Uhr.

Ähnlich wie in der vergangenen Saison, als der TV Münchberg am Ende mit drei Toren die Nase vorn und den direkten Vergleich gewonnen hatte, haben die Oberfranken auch an diesem Wochenende einen kleinen Vorteil gegenüber dem Team um Spielertrainer Matthias Schnödt. Zum einen treten die Blau-Weißen wieder einmal ersatzgeschwächt an, zum anderen hat der TV seine Heimstärke inzwischen wieder etabliert, wobei ihm zugute kommt, dass die fünf führenden Teams der Staffel bereits alle in der Vorrunde zu Gast waren. Anders als in den teils knappen Niederlagen gegen die fünf Favoriten-Teams, wurden die übrigen Gegner oft mit deftigen Ergebnissen nach Hause geschickt. Vor allem seit Beginn der Rückrunde zeigt sich die Seiferth-Sieben deutlich stabiler und versteht es, auch auswärts zu punkten. So gab es in den sechs Partien seit Beginn des Jahres drei Siege, zwei Unentschieden und lediglich eine Niederlage zu verzeichnen. Bemerkenswert dabei ist, dass man viermal davon in fremder Halle antreten musste. Vor allem das Ergebnis in Cham (22:22), aber auch die Heimsiege gegen den HC Sulzbach (30:28) und das Kanter-Ergebnis gegen Forchheim (35:22) dürften den Oberfranken viel Selbstvertrauen verschafft haben.

Da stört auch die äußerst knappe Niederlage vom vergangenen Wochenende in Lauf (24:23) nicht allzu sehr, zumal man den Favoriten lange Zeit am Rande einer Niederlage hatte und sich, trotz geharztem Spielgerät, erst in den letzten Minuten geschlagen geben musste. Wie so oft konnte sich Seifert auch diesmal wieder auf seine „üblichen Verdächtigen“ verlassen. So erzielten Spielgestalter Jan Lad (5) und Rückraumschütze Vit Kalas (6) allein schon fast die Hälfte aller Gästetore, während Linkshänder Jakub Skavril über Rechtsaußen und vom Siebenmeterpunkt insgesamt weitere sieben Treffer (7/4) beisteuerte. Vor der Saison als Verstärkung verpflichtet, hat sich der 31-jährige inzwischen mit 115/60 Toren nicht nur mit großem Vorsprung an die Spitze der internen Liste, sondern auch unter die zehn besten Torschützen der Staffel geworfen. Daneben stellt er mit 1,83 Metern Größe und 80 Kilogramm ein schwer überwindliches Hindernis in der Abwehr dar. In die Reihe der mehrfachen Rückraumtorschützen reiht sich immer wieder auch Torsten Krauß von der halblinken Position ein. Er war es auch, der den Auerbachern im Vorjahr das Leben mehr als schwer machte. Ein weiterer Garant für die guten Ergebnisse der letzten Wochen war und ist Torhüter Cenk Uzun. Bei der Hinspiel-Niederlage in Auerbach eher blass, erwies sich der Routinier in Lauf einmal mehr als der nötige Rückhalt für seine Farben.

Die Grün-Schwarzen wollen sich nun am Samstag vor eigenem Publikum nicht nur für diese, sondern auch für die Hinspielniederlage in der Helmut-Ott-Halle rehabilitieren. „Münchberg ist für mich eindeutig der Favorit, denn wir sind ersatzgeschwächt und müssen uns auf den ungeharzten Ball einstellen. Der TV ist heimstark, hat gute Torhüter und einen starken Rückraum, ist aber auch darüber hinaus sehr ausgeglichen besetzt. Mit den guten Ergebnissen der letzten Wochen erwartet uns sicher ein selbstbewusstes Team“ ermahnte Auerbachs Spielertrainer Matthias Schnödt seine Spieler zu einem konzentrierten Auftritt. „Wir brauchen vor allem eine gute Abwehr, damit wir in unser schnelles Gegenstoß-Spiel kommen und hoffentlich einige einfache Tore erzielen können.“

Leider haben sich unter der Woche einige Spieler krank gemeldet. So sind neben den verletzt sicher ausfallenden Lukas Weisser und Julian Eckert er selbst, Moritz Hofmann und Maxim Pankraz von der Grippe geplagt und womöglich nicht einsatzfähig. Dafür stehen Karsten Herold und Alexander Hofmann wieder zur Verfügung. Schnödt erinnerte noch einmal an die vergangene Saison. Nach einem klaren Heimsieg (32:24) wurde man in Münchberg mit 36:25 abgefertigt. Gelingt es ihm, seinem Team auch von der Bank aus den nötigen Biss mitzugeben, den er auf dem Feld gegen Sulzbach gezeigt hat, dann sollte für die Blau-Weißen auch in Münchberg durchaus etwas Zählbares möglich sein. „Wir haben dort im letzten Jahr eines unserer schlechtesten Spiele der gesamten Saison abgeliefert und sind richtig unter die Räder gekommen. Diesmal erwarte ich von meinem Team, dass es an die kämpferische Leistung vom vergangenen Wochenende anknüpft und den Gegner möglichst lange vor Probleme stellt.“

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 09. März 2018 um 19:49 Uhr
 
Spielbericht SV 08 Auerbach - HC Sulzbach Rosenberg

Nach einer Partie mit Licht und Schatten auf beiden Seiten endete das Landkreis-Derby zwischen dem SV 08 Auerbach und dem HC Sulzbach-Rosenberg mit einem verdienten 31:29 (13:13) Sieg der gastgebenden Mannschaft. Auerbach, das mehrmals einem Rückstand hinterher lief, überzeugte zunächst in erster Linie durch seine Moral, war dann über weite Strecken der zweiten Hälfte aber das bessere Team. Während der Bayernliga- Absteiger aus der Herzogstadt durch die Niederlage auf Rang Neun zurückfiel und nur noch zwei Zähler vor den Blau-Weißen rangiert, konnte die Schnödt-Sieben, auch wegen des gleichzeitigen Remis des direkten Konkurrenten MTV Stadeln in Forchheim, seinen Vorsprung auf den derzeitig ersten Abstiegsplatz ausbauen und Rang Zehn mit nun 15:23 Punkten weiter stabilisieren.

SV 08 Auerbach : HC Sulzbach-Rosenberg: 31:29 (13:13)

„Derbysieger! Derbysieger!" hallte es durch die mit knapp 500 Zuschauern wieder einmal gut gefüllte Helmut-Ott-Halle. Am Ende eines Spiels, in dem man über weite Strecken zwei gleichwertige Teams gesehen hatte, hatte letztlich die über die gesamte Dauer gesehen etwas fokussierter und vor allem in der zweiten Halbzeit besser strukturiert auftretende Heimmannschaft verdient die Nase vorn. Dabei sah es zunächst gar nicht so gut aus für die Blau-Weißen. Auch wenn sie sich längst nicht so deutlich vorführen ließen, wie im Hinspiel, merkte man den Gastgebern in den ersten Minuten doch ihre Nervosität an. „Wir hatten anfangs etliche überhastete Aktionen und haben es Sulzbach dadurch zu leicht gemacht" fand auch Spielertrainer Matthias Schnödt. Die Gäste nahmen die Geschenke gerne an, legten immer wieder einen Treffer vor und zogen bis zur 15. Minute über die Zwischenstände 1:2 und 4:6 auf 6:9 davon. Vor allem Linkshänder Patrick Klee nutzte die Fehler der schlecht sortierten Abwehr und erzielte allein vier dieser ersten neun Sulzbacher Tore.

Matthias Schnödt hatte genug gesehen, nahm seine erste Auszeit und wechselte sich selbst ein. Eine Maßnahme, die sich auszahlen sollte, brachte er doch die nötige Stabilität, aber auch die für ein Derby nötige Intensität in die Partie. Plötzlich agierte Auerbach nicht nur in der Abwehr deutlich wacher und aggressiver, sondern zeigte sich auch im Angriff konzentrierter. Der Gästevorsprung hielt zwar noch bis zur 22. Minute (8:11), doch nach vier unbeantworteten Auerbacher Toren durch Pankraz, Tannenberger und zweimal Wilke, sowie einem von Valentin Kroher entschärften Strafwurf, sah man die Blau-Weißen in der 28. Minute nicht nur wieder im Spiel, sondern mit einem Tor in Front (12:11).

Es waren genau diese Akteure, die dem Auerbacher Spiel ihren wechselhaften Stempel aufdrückten. So konnten Maxim Pankraz und Thomas Wilke diesmal zwar nicht so überzeugen, wie noch zuletzt, dennoch brachten sie ständig Druck und Unruhe in die gegnerische Abwehr. Alexander Tannenberger, der in der ersten Hälfte eher unauffällig agierte, erzielte nach dem Wiederanpfiff die wichtigen Tore und zeigte sich auch bei Strafwürfen sehr sicher. Valentin Kroher musste zwar einige unglücklich aussehende Tore hinnehmen, war über die gesamte Spielzeit gesehen jedoch der stabile Rückhalt, den man in einem Derby benötigt.

Noch einmal legte der HC zwei Bälle ins Kroher-Netz, bevor Maxim Pankraz mit der Pausensirene per Strafwurf den Halbzeitstand von 13:13 herstellte. „Wir hatten uns gar nicht so viel vorgenommen für die zweite Hälfte" erklärte Sulzbach-Trainer Christian Rohrbach nach dem Spiel. „Zumindest gab es nicht wirklich viel zu ändern. Lediglich Wilke sollte etwas früher gestört und der vorgezogene Auerbacher Abwehrspieler öfter hinterlaufen werden. Leider hat die Mannschaft weder das eine noch das andere umgesetzt. Vielmehr haben wir nach der Pause jegliche Struktur vermissen lassen und fast nur noch mit Einzelaktionen agiert."

Dennoch waren die Gäste zunächst durchaus erfolgreich und konnten erneut mit zwei Toren in Führung gehen, eine Führung die Alexander Tannenberger allerdings kurzfristig egalisierte. „Wir waren zu dem Zeitpunkt eigentlich schon besser als Sulzbach, lagen aber dann doch wieder drei Tore zurück, ohne recht zu wissen warum" ärgerte sich Matthias Schnödt über die technischen Fehler der nächsten zwei Minuten und über den neuerlichen Rückstand (19:22), der auch in der 47. Minute noch Bestand hatte (21:24). Christian Rohrbach hatte zu dem Zeitpunkt „eigentlich noch ein ganz gutes Gefühl. Ein knapper Sieg oder zumindest ein Unentschieden, so sah es für mich in dem Moment aus." Zehn Minuten und 10:2 Tore später sah die Welt ganz anders aus. Das Spiel war drei Minuten vor dem Ende zugunsten der Heimmannschaft entschieden (31:26). Ausgerechnet Matthias Schnödt hatte mit sehenswerten Aktionen und drei Treffern sein Team mitgezogen und mit fast unbändiger Energie den größten Anteil an diesem vorentscheidenden Lauf gehabt. Dabei ließ er sich selbst von einer unnötigen, aber verdienten Zeitstrafe nicht bremsen.

Für Christian Rohrbach lag der Schlüssel für die Niederlage in der fehlenden Struktur im Spiel der zweiten Halbzeit. „Klar könnte man den einen oder anderen Pfiff der Schiedsrichter auch anführen, aber gerade die Strafzeiten in der zweiten Halbzeit waren alle aufgrund unserer eigenen Fehler berechtigt." Matthias Schnödt freute sich vor allem über die Leistung seines Teams und über die zwei Punkte. „Natürlich war es am Ende etwas ärgerlich, dass Sulzbach noch dreimal getroffen hat, wir freuen uns jedoch zuallererst über den Derbysieg." Damit sprach er auch das Endergebnis an, das den Gästen zwar die verdiente Niederlage brachte, das den direkten Vergleich jedoch zu Gunsten der Herzogstädter ausfallen lässt. „Der entscheidet erst ganz am Ende über die Auf- oder Abstiegsplätze, da mache ich mir heute noch keine Gedanken", so die abschließenden Worte des Auerbacher Spielertrainers.
Statistik:
SV 08 Auerbach: Kroher, Adam, Tannenberger (11/4), Schnödt (5), Hofmann Mo. (2), Brendel-Suchanek, Bürger (1), Ziegler, Wilke (3), Wehner (3), Pankraz (5/2), Kraus, Schalanda (1), Hackenberg

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 05. März 2018 um 07:42 Uhr
 
Vorbericht SV 08 Auerbach I - HC Sulzbach Rosenberg

Mit der Mutter aller Derbys gehen an diesem Samstag für die Handballer des SV 08 Auerbach die Wochen der Oberpfalz-Spiele zu Ende. Nach den zwei Niederlagen gegen den ASV Cham will sich das Team um Matthias Schnödt nun gegen den HC Sulzbach-Rosenberg rehabilitieren, einerseits um die blamable Hinspielniederlage vergessen zu machen, andererseits um den Anschluss ans Mittelfeld nicht zu verlieren. Die Herzogstädter hingegen möchten ihren überraschenden Sieg gegen den Tabellenzweiten HSG Lauf/Heroldsberg vom vergangenen Wochenende mit zwei Auswärtspunkten beim Landkreisnachbarn vergolden. Anpfiff in der Helmut-Ott-Halle ist um 18:00 Uhr, um 14:00 Uhr erwartet Auerbach II die HG Eckental, wogegen das Spiel der A-Jugend um 16:00 Uhr vom TuS Fürstenfeldbruck abgesagt wurde.

Es ist das Derby schlechthin, wenn sich an diesem Samstag zwei Landkreisnachbarn in der Helmut-Ott-Halle gegenüber stehen. Freute sich Matthias Schnödt vor dem Hinspiel noch auf die gute Stimmung in einer vollen „Kröte“, so erhofft er sich an diesem Samstag gut gefüllte Ränge und lautstarke Unterstützung von der Tribüne im „Tempel“. Die Aussichten für ein spannendes Spiel sind jedenfalls gegeben. Bayernliga-Absteiger HC Sulzbach-Rosenberg, derzeit auf Platz Acht klar hinter seinem Saisonziel „oberes Viertel“ zurück, spricht aktuell selbst davon, den Klassenerhalt noch nicht endgültig in trockenen Tüchern zu haben. Damit bewegen sich die Herzogstädter zur Überraschung Vieler in ähnlichen Gefilden wie Auerbach, das, vier Punkte dahinter, den derzeit ersten Nichtabstiegsplatz inne hat.

Dass sich beide Teams im Laufe der Saison immer mehr anglichen, lag an unterschiedlichen Faktoren. So konnte Sulzbach zu Beginn der Hinrunde von einem Spielplan profitieren, der den Herzogstädtern fünf Heimspiele in den ersten sechs Partien präsentierte. Vier Siege und zwei Niederlagen, eine gegen Aufsteiger MTV Stadeln und eine beim Favoriten in Lauf, brachten den erwarteten Platz in der Tabelle. Viele Verletzungen, einige davon längerfristig, aber auch berufliche Belastungen einiger Spieler warfen das Team um Trainer Christian Rohrbach dann jedoch zurück. So muss der HC seit Monaten auf seinen erfahrenen tschechischen Spielmacher Jiri Smolik verzichten, wann er zurück sein wird ist noch unklar. Mehrmals konnte Rohrbach nur mit Rumpfteams antreten und so verwundert es nicht, dass der HC in den vielen Auswärtspartien zu Beginn der Rückrunde mehrere Niederlagen einstecken musste. Zu allem Überfluss, und zur Enttäuschung der Verantwortlichen, entschied sich zur Winterpause auch noch Jason Mignon, der zusammen mit Daniel Luber die Spielmacherposition in Abwesenheit von Smolik übernehmen sollte, das Team zu verlassen und beim Bayerliga-Spitzenreiter TV Erlangen-Bruck sein Glück zu versuchen. Im Gegenzug wurde kurzfristig ein landesligaerfahrener Rückraumspieler engagiert. Der Tscheche Adam Stryc (24), zuletzt in Diensten der HSG Fichtelgebirge, gab am Drei-Königs-Tag sein Debüt beim HC und hat seither neun Tore für sein neues Team erzielt. Bei den Oberfranken fast schon ausgemustert, sollte der technisch versierte und auf allen Rückraumpositionen einsetzbare Allrounder zur neuen Saison von Neu-Trainer Ingo-Ludwig Hammer eine zweite Chance erhalten, absolvierte dann jedoch bereits Anfang Oktober sein letztes Spiel im Dress der Marktredwitzer.

Der Kampf um den Klassenerhalt, viele Verletzungen, der Verlust des Spielmachers – wenn auch in Auerbach aus anderen Gründen – ein neuer Rückraumspieler, kann es noch mehr Ähnlichkeiten geben? In der Tat, denn beide Teams haben derzeit einen Spieler in ihren Reihen, der sich kürzlich einen Nasenbeinbruch zugezogen hat. So ereilte Sulzbachs Michael Waitz vor zwei Wochen beim Remis in Forchheim (33:33) das gleiche Schicksal, wie Julian Eckert letzten Samstag in Cham. „Ich gehe davon aus, dass Waitz spielen wird“ erwartet Matthias Schnödt jedoch den Linkshänder in der Helmut-Ott-Halle. „Bei Eckes dagegen bin ich eher skeptisch.“ Ähnlich geht es ihm mit Florian Wehner, der noch immer an einer Knieverletzung laboriert, aber auch mit Valentin Kroher, der die zweite Woche in Folge wegen Krankheit ausfallen könnte. Sicher verzichten muss er auf die privat verhinderten Karsten Herold und Alexander Hofmann, auf Maximilian Hofmann aus beruflichen Gründen sowie auf Lukas Weisser, der wegen eines gerissnen Syndesmosebandes länger ausfällt. Zumindest Thomas Wilke kann diesmal wieder dabei sein.

„Sulzbach hat uns im Hinspiel mit seinem guten Rückraum, den sehr guten Außen Ströhl und Forster und seinem hervorragenden Torhüter Max Lotter den Schneid abgekauft“, so Schnödt. Gerade mit Max Lotter haben die Blau-Weißen noch ein Hühnchen zu rupfen, erwies er sich doch im ersten Aufeinandertreffen über weite Strecken als fast unüberwindlich, stand immer wieder genau richtig und brachte die Werfer des SV 08 fast zur Verzweiflung. Dass dies keine Eintagsfliege war, hat er in vielen Bayernliga-Partien, aber auch in der aktuellen Runde unter Beweis gestellt. So war er auch der Vater des Sieges letzte Woche gegen den Tabellen-Zweiten aus Lauf (25:22). Bleibt für Auerbach zu hoffen, dass er am Samstag einen schlechten, ein oder mehrere Blau-Weiße jedoch einen Sahnetag erwischen. Matthias Schnödt hofft vielmehr, dass das Landkreis-Derby möglichst viele Zuschauer in die Halle lockt und dass sein Team lautstarke Unterstützung erfährt. Seinen Spielern gab er eine klare Richtung vor: „Wir wollen gewinnen!“

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 01. März 2018 um 21:38 Uhr
 
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