13 | 12 | 2017
1.Mannschaft
Spielbericht SV 08 Auerbach - TV Helmbrechts
Mit einer knappen, aber verdienten 31:32 (16:13) Heimniederlage endete das Spiel der Handballer des SV 08 Auerbach gegen den TV Helmbrechts. Nach anfänglich guter Leistung ließen die Oberpfälzer in der zweiten Hälfte deutlich nach, zeigten sich vor allem defensiv komplett überfordert und gaben das Spiel, sehr zum Ärger ihres Trainers, aber auch zum Leidwesen der etwa 275 Zuschauer unnötig aus der Hand. Mit dem am 15.12. anstehenden Heimspiel gegen die TG Heidingsfeld vor der Brust und nun 9:11 Punkten rutschte die Schnödt-Sieben um einen Platz ab auf Rang Neun.

SV 08 Auerbach - TV Helmbrechts: 31:32 (16:13)

Selbst ein knappe Stunde nach Ende des Spiels konnte man dem Trainer der Auerbacher Handballer die Enttäuschung und den Ärger über die unnötige, aber verdiente Niederlage seines Teams noch deutlich anmerken. War er mit der Leistung seiner Schützlinge bis zur Hälfte noch durchaus zufrieden, so zeigte er keinerlei Verständnis für das Auftreten der Blau-Weißen im zweiten Spielabschnitt. „Wir haben jetzt zum wiederholten Mal 19 Tore in der zweiten Hälfte hinnehmen müssen, das kann und will ich nicht akzeptieren, schon gar nicht vor eigenem Publikum. Es kann doch nicht angehen, dass man in der Halbzeitpause etwas bespricht, davor warnt, dass Helmbrechts vermutlich Manches ändern wird und wir uns dann eben darauf einstellen müssen, und alles Besprochene im Moment des Wiederanpfiffs vergessen ist. Noch dazu hat der Gegner eigentlich nichts an seiner Spielweise verändert und uns trotzdem ein ums andere Mal vorgeführt."

Dabei hatte man die Oberfranken während der ersten 30 Minuten eigentlich gut im Griff. Zwar war von Beginn an zu spüren, dass mit Jan Wislicenus ein wichtiger Baustein im Gefüge sowohl der Abwehr, aber auch im Angriff fehlte. Allerdings ließen mehrere Fehler auf Seiten der Gäste und ein Torhüter Oliver Roch, der einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte, die anfängliche Nervosität der Auerbacher relativ schnell verblassen. Wislicenus, der ab 01. Januar zu einem Auslandssemester in den USA weilt, hatte sich zusätzlich zur Schulter auch noch am Meniskus verletzt und fällt für den Rest des Jahres aus, weshalb er bereits am vergangenen Wochenende seinen vorläufig letzten Einsatz für die Bergstädter verzeichnete. Doch auch ohne den quirligen Mittelmann kamen die Gastgeber nach einigen Minuten, in denen sie einem knappen Rückstand hinterherlaufen mussten, immer besser ins Spiel, legten in der 14. Minute selbst ihre erste Führung vor (9:8) und hielte auch die Angreifer der Gäste einigermaßen auf Distanz. Selbst der Torgarant der „Füchse", Stefan Wopperer, tat sich nicht immer leicht, seine Treffer zu erzielen. Bis zur Pause blieb Auerbach in Front, ließ Ball und Gegner laufen und erarbeitete sich bis zur Halbzeitsirene einen Vorsprung von drei Toren. Hätte Maxim Pankraz in der 18. Minute nicht einen Strafwurf äußerst schlampig vergeben, das Zwischenergebnis hätte durchaus noch höher ausfallen können. „Wir sind sowohl mit der 3-2-1 Abwehr, als auch mit den Angriffen des Gegners gut zurecht gekommen, und wären wir vorne wie hinten nur etwas konsequenter zu Werke gegangen, wäre auch ein Pausenstand von 19:13 drin gewesen." Doch um es mit den Worten von Lothar Matthäus zu sagen: „Wäre, wäre, Fahrradkette", es wurden beim Stand von 16:13 die Seiten gewechselt.

Wer nun erwartet hatte, dass die Gäste wie verwandelt aus der Kabine kämen, der hatte sich getäuscht. Helmbrechts spielte sein System konsequent weiter und konnte sich dabei auf die stetig wachsende Fehlerzahl der Gastgeber verlassen. Immer wieder ließen sich die Blau-Weißen düpieren, standen an ihrer Abwehrlinie und stellten keinerlei Hindernis für die Angreifer der Oberfranken dar. „Wir sind zum Teil herumgestanden, haben versucht einen Block zu stellen und dabei viel zu spät bemerkt, dass ein anderer Spieler längst auf dem Weg in Richtung Tor war" ärgerte sich Matthias Schnödt über die Defensivleistung seines Teams. Stefan Wopperer, eigentlich in Manndeckung genommen, wurde von seinen Kollegen ein ums andere Mal aufs Einfachste freigesperrt und traf fast nach Belieben.

Auch wenn die Gastgeber selbst immer wieder Tore warfen und es nach 36 Minuten noch immer 19:16 stand, war bereits jetzt zu erkennen, dass die Unsicherheit im blau-weißen Team zunahm. Dabei halfen auch noch die Pfiffe der Unparteiischen phasenweise eher den Gästen. „Mag sein, dass wir heute zumindest keine Heimschiedsrichter hatten, aber das Spiel haben wir schon ganz alleine verloren" wollte Matthias Schnödt die schwache Leistung der Unparteiischen keinesfalls als Ausrede gelten lassen. Spätestens als Maximilian Berthold in der 45. Minute erstmals die Gäste wieder in Führung warf (21:22), machte sich auch auf der Tribüne ein gewisses Unbehagen breit. Trotz genügend verbleibender Zeit war das gastgebende Team nicht mehr in der Lage einen Zahn zuzulegen. Vielmehr stand die Abwehr fast nur noch weit geöffnet am eigenen Kreis und ließ den Gegner häufig unberührt abschließen. „Wenn man mit solch einer Einstellung an die Sache herangeht und mental nicht auf der Höhe ist, dann kann man in der Landesliga nicht gewinnen" lautete das enttäuschte Fazit von Matthias Schnödt. Die nächste Möglichkeit, sich zu rehabilitieren, haben die Oberpfälzer erst wieder in fast drei Wochen, wenn sie Sie am 15.12. um 20:00 Uhr mit dem TV Heidingsfeld einen der Favoriten empfangen.
Statistik:
SV 08 Auerbach: Kroher, Adam, Tannenberger (6/3), Hofmann M. (3), Brendel-Suchanek, Bürger (2), Edtbauer (6), Eckert (1), Herold (4), Hofmann A., Wehner (2), Pankraz (5), Schalanda (2)
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 28. November 2017 um 08:17 Uhr
 
Vorbericht SV 08 Auerbach I - TV Helmbrechts
Für die Handballer des SV 08 Auerbach steht an diesem Wochenende erneut ein Sonntagsspiel an. Dabei empfangen die Blau-Weißen mit dem aktuellen Tabellen-Fünften TV Helmbrechts das derzeit bestplatzierte oberfränkische Team der Landesliga. Vier Niederlagen stehen bei den „Füchsen“ sechs Siegen gegenüber, wobei der 26:25 Heimsieg gegen Favorit MTV Ingolstadt die Staffel durchaus aufhorchen ließ. Schon im Vorjahr lieferten sich Beide zwei knappe Partien und gewannen ihr Heimspiel jeweils mit einem Tor Unterschied. Anpfiff in der Helmut-Ott-Halle ist um 16:00 Uhr, das Vorspiel ab 14:00 Uhr bestreitet das Reserveteam gegen den HC Hersbruck e.V.

Wer sehen will, wo die nächste oder übernächste Generation von begabten Handballern heranwächst, der sollte am Samstag ab 10:01 Uhr in der Helmut-Ott-Halle vorbeischauen, denn da findet bis in den Nachmittag hinein ein Spieltag der Minis statt, mit Nachwuchs-Handballern im Alter von Vier bis Acht. Die Männer sind dann am Sonntagnachmittag dran. Diesmal erwartet die Mannschaft um Matthias Schnödt den Tabellenfünften TV Helmbrechts. Die Oberfranken sind bereits seit 2006 in der Landesliga unterwegs und gehören damit durchaus zu den „Dinos“ im bayerischen Handball. Dass man sich dabei seit vielen Jahren der Philosophie verschrieben hat, möglichst nur mit Spielern aus Helmbrechts und der Region zu arbeiten, macht den Erfolg umso bemerkenswerter.
In der vergangenen Saison lieferten sich beide Teams zwei enge Partien, die jeweils mit nur einem Tor Unterschied endeten, und auch in der Schlussabrechnung trennten die punktgleichen Vereine lediglich ein paar wenige Treffer. Angetreten mit einem kaum veränderten Team, läuft es aktuell für die Oberfranken recht gut. Nachdem man in der Vorbereitungszeit auf die neue Saison im Molten-Cup überraschend Bayernligist HaSpo Bayreuth aus dem Rennen geworfen hatte, verlief der Start in die Runde jedoch eher holprig. Nur zwei magere Pünktchen aus vier Spielen standen zu Buche. Danach jedoch ließ man vier Siege nacheinander folgen und arbeitete sich stetig in der Tabelle nach oben. Niederlagen beim Bayernliga-Absteiger HC Sulzbach, in Lauf und in Münchberg sowie zuhause gegen die SG Regensburg stehen somit bereits sechs Siege entgegen. Dabei ragt vor allem ein Heimsieg gegen den MTV Ingolstadt und damit gegen einen der Favoriten heraus.
„Helmbrechts ist sehr ausgeglichen besetzt, sie spielen eine gute Abwehr und haben mit Stefan Wopperer einen der besten Werfer der Liga“ weiß Matthias Schnödt zu berichten. Und tatsächlich ist Rückraumschütze Wopperer mit derzeit 77 Toren nach zehn Partien auf Platz Zwei der aktuellen Staffel- Torschützenliste zu finden. Er hat damit fast 30 Prozent aller „Helmätzer“ Treffer im Alleingang erzielt. Zudem haben die „Füchse“ ihr eingespieltes Team kaum verändert. Lediglich drei Neuerungen im Vergleich zum Vorjahr wurden vermeldet, wobei sich zwei junge Spieler aus beruflichen oder studienbedingten Gründen dem Verein anschlossen und ein erfahrener ehemaliger TV-ler wieder an seine alte Wirkungsstätte zurückgekehrt ist. Christopher Früh (17), ein 1,93 Meter großer Rückraumspieler, kam vom MHV Schweinfurt 09 und ist mit einem Doppelspielrecht ausgestattet. Seit kurzem ist auch Student Lukas Zoller vom BSV Phönix Sinzheim 1971 (Baden- Württemberg) für den TV spielberechtigt. Wichtigster „Neuzugang“ ist jedoch Christian Peetz, den sein Beruf als Lehrer nach mehreren Jahren im Augsburger Raum nun wieder zurück nach Oberfranken geführt hat. Damit steht Spielertrainer „Niki“ Aust ein erfahrener Linksaußen zur Verfügung.
„Helmbrechts war schon in der vergangenen Saison ein unangenehmer Gegner“ so Matthias Schnödt. „Ich erwarte auch diesmal wieder zwei enge Spiele.“ Voraussetzung für einen Erfolg sieht er in „einer guten Abwehr und einem guten Umschaltspiel.“ Dazu steht ihm ein ähnliches Team zur Verfügung, wie noch am letzten Wochenende, was bedeutet, dass Matthias Edtbauer ebenso dabei sein kann, wie Raul Adam. Definitiv nicht an Bord werden Lukas Weisser und Thomas Bauer sein und auch Stefan Ziegler muss verletzungsbedingt pausieren. „Wir müssen gegen Helmbrechts 60 Minuten Vollgas geben, denn sie geben sich zu keinem Zeitpunkt geschlagen und kämpfen bis zum Schluss. Selbst nach hohen Rückständen versuchen sie immer wieder zurück ins Spiel zu kommen“ warnte Matthias Schnödt seine Schützlinge vor einem Spielverlauf wie am vergangenen Samstag. „Betrachtet man sich die Tabellensituation genauer, dann liegen sie nur einen Minuspunkt vor uns und wir spielen in eigener Halle vor eigenem Publikum – braucht es da noch mehr Motivation?“
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 23. November 2017 um 20:25 Uhr
 
Spielbericht HSG Lauf-Heroldsberg - SV 08 Auerbach I
Mit einer deutlichen 31:24 (13:13) Niederlage im Gepäck kehrten am Samstagabend die Handballer des SV 08 Auerbach vom Spiel beim Spitzenreiter HSG Lauf/Heroldsberg zurück. Dabei enttäuschte vor allem die Höhe des Ergebnisses, da es keinesfalls den Spielverlauf wiederspiegelt. Vor etwa 250 Zuschauern hatten die Oberpfälzer die Partie 45 Minuten lang fast ausgeglichen gestaltet. Matthias Schnödt versuchte gegen Ende mit allen taktischen Möglichkeiten die Niederlage abzuwenden, jedoch ließ sich die Abwehr der Blau-Weißen in der Schluss-Viertelstunde zu oft zu leicht überrumpeln. Mit nun 9:9 Punkten belegt Auerbach weiterhin Rang Acht.

HSG Lauf/Heroldsberg - SV 08 Auerbach 31:24 (13:13)

„Die Spanne unseres Spiels reicht heute von durchaus akzeptabel bis bescheiden" lautete das Fazit vor Spartenleiter Paul Rupprecht. Dabei zeigte er sich vor allem von den ersten 45 Minuten angetan, in denen die Gäste absolut auf Augenhöhe mit dem Spitzenreiter agierten. Einzig mit den gekonnt und druckvoll vorgetragenen Kreuzbewegungen der Mittelfranken hatte die Defensive der Auerbacher von Beginn ihre Probleme, sodass sich vor allem Rückraumwerfer Florian Funke immer wieder gut in Szene setzen konnte. Dennoch ließ sich die Schnödt-Sieben nicht übermäßig beeindrucken und hielt dagegen. Vor allem Maxim Pankraz zeigte wieder einmal, wie wichtig er für das Team inzwischen geworden ist. Bis zu seinem vierten Treffer in der zehnten Minute stand er als einziger Torschütze auf der Auerbacher Liste. Das änderte sich erst, als kurz danach Karsten Herold den von etwa 25 mitgereisten Fans lautstark bejubelten Führungstreffer zum 4:5 erzielte.

Dann jedoch folgte eine kurze Phase der Ernüchterung für Blau-Weiß. Fünf Tore am Stück brachten eine erste Vier-Tore-Führung für die Gastgeber und hätte nicht Valentin Kroher in der 17. Minute seinen ersten von insgesamt drei Strafwürfen entschärft, wäre das Zwischenergebnis noch deutlicher ausgefallen. Auerbach ließ sich jedoch nicht entmutigen, kämpfte sich Schritt für Schritt wieder heran und profitierte dabei auch von zwei Strafzeiten gegen die Gastgeber. Florian Wehner, der sich in seinem zweiten Einsatz für die Bergstädter deutlich verbessert zeigte, erzielte in der 24. Minute bereits den 11:10 Anschlusstreffer. Als kurz danach Daniel Schalanda gar den Ausgleich folgen ließ, legte Markus Korn die Grüne Karte auf den Zeitnehmertisch, nur um kurz darauf den Führungstreffer der Gäste durch Maxim Pankraz mit ansehen zu müssen (11:12). Wenige Minuten später beendete die Sirene eine ausgeglichene erste Halbzeit beim Stand von 13:13.

Die ersten Akzente nach dem Wiederanpfiff setzten die Gastgeber und erspielten sich innerhalb von 90 Sekunden mit einem 3:1-Lauf wieder eine knappe Führung. Doch auch jetzt noch war kein wirklicher Unterschied zwischen den Teams zu erkennen, denn auch wenn sich die Auerbacher in der Abwehr immer wieder als großzügig erwiesen und den Gastgebern viel zu einfache Tore überließen, taten sie sich dafür im Vorwärtsgang gütlich und hielten dagegen. Es gelang ihnen sogar, bis zur 36. Minute wieder auszugleichen, wobei sich dreimal Florian Wehner in die Torschützenliste eintrug. Vier Minuten später wurde Karsten Herold wegen einer Abwehraktion für zwei Minuten auf die Bank verbannt. Den anschließenden Strafwurf konnte Valentin Kroher ebenso parieren, wie einen weiteren Siebenmeter eine Minute später.

Jan Wislicenus, der trotz deutlich spürbarer Einschränkung auflief, erzielte in der 43. Minute noch einmal einen Anschlusstreffer (21:20), doch nach dem 22:20 durch Karsten Herold in der 45. Minute spürte man den Sand im Getriebe der Gäste. Mehrmals überließ man durch Fehler den Gastgebern den Ball, stellte ihm kaum noch eine effektive Abwehr entgegen und ermöglichte ihm viel zu einfache Tore. Matthias Schnödt versuchte nun mit allen möglichen taktischen Varianten die drohende Niederlage noch abzuwenden. So ließ er zeitweilig einen, dann zwei Angreifer in Manndeckung nehmen, versuchte es mit dem siebten Feldspieler und letztlich sogar mit komplett offener Manndeckung, doch die HSG fand immer wieder eine Lösung und einen einfachen Weg zum Gästetor. Spätestens als Max von Borstel in der 58. Minute mit einem Ball ins leere Auerbacher Tor das 29:22 erzielte, war das Spiel endgültig entschieden.

„Die letzte Viertelstunde war eher durchwachsen" sagte Paul Rupprecht hinterher. „Es war fast zum verzweifeln, denn nichts was wir versucht haben, hat richtig funktioniert. Wir haben es Lauf am Ende viel zu leicht gemacht. Auch wenn wir nicht unbedingt damit gerechnet hatten, hier heute etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen, so ist die Höhe der Niederlage im Hinblick auf die ersten 45 Minuten etwas zu hoch und letztlich doch enttäuschend."

SV 08 Auerbach: Kroher, Tannenberger (2), Bauer, Brendel-Suchanek, Bürger, Edtbauer (2), Wislicenus (2), Herold (3), Hofmann A. (1), Wehner (4), Pankraz (9/2), Schalanda (1), Eckert
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 20. November 2017 um 19:26 Uhr
 
Spielbericht SV 08 Auerbach - HC Forchheim
Mit einem deutlichen 32:27 (13:8) Sieg setzten sich am Sonntag die Handballer des SV 08 Auerbach vor knapp 250 Zuschauern auch in der Höhe verdient gegen den Tabellen-Vorletzten HC Forchheim durch. Nach einer vor allem defensiv starken ersten und einer über weite Strecken offensiv besseren zweiten Halbzeit hätten die Gastgeber durchaus höher gewinnen können. Dennoch zeigte sich Trainer Matthais Schnödt mit dem Spiel seines Teams und dem Ergebnis durchaus zufrieden. Auerbach belegt mit nun 9:7 Punkten weiterhin Platz Acht, zwei Tore hinter dem punktgleichen ASV Cham, der am Vortag beim HSV Hochfranken mit 19:24 gewonnen hatte.

SV 08 Auerbach - HC Forchheim 32:27 (13:8)

„Ein besonderes Lob möchte ich heute Jan Wislicenus aussprechen" betonte Manager Peter Hackenberg nach dem Spiel. „Er hat sich trotz seiner verletzten Schulter ins Getümmel geworfen, war nach vorne druckvoll und in der Abwehr aggressiv." Leider wurde der junge Mittelmann bei einer Angriffsaktion gegen Ende des Spiels unnötig ruppig von der Forchheimer Abwehr am Wurfarm von den Beinen geholt, sodass er das Spiel nicht auf dem Feld beenden konnte. „Ich befürchte, dass er nächste Woche nicht dabei sein kann" bedauerte auch Matthias Schnödt die Verletzung seines Spielmachers. Doch nicht nur Wislicenus verdiente sich ein Sonderlob. Auch Sebastian Bürger trug einen großen Anteil am Vorsprung der Blau-Weißen zur Pause. Abgestellt als Sonderbewacher auf vorgezogenem Posten verrichtete er seine Defensivaufgabe mit Bravur und hielt den Forchheimer halblinken Rückraum-Shooter Stefan Bauer über weite Strecken in Schach, sodass dieser lediglich vier seiner am Ende dennoch überzeugenden 12 Treffer erzielen konnte.

Allerdings muss man die gesamte Abwehrreihe der Gastgeber diesmal für ihre Leistung in der ersten Hälfte loben. Gestützt auf gute Paraden von Valentin Kroher, der vor allem einige freie Bälle der Forchheimer entschärfte, zeigte sich der Auerbacher Defensivverbund von Beginn an sehr aufmerksam und aggressiv. „Wenn wir ähnlich erfolgreich nach vorne agiert hätten, hätten wir zur Halbzeit noch deutlicher führen können" ärgerte sich Matthias Schnödt. Leider taten sich die Blau-Weißen im Vorwärtsgang selbst etwas schwer, vergaben einige gute Chancen oder rannten sich in der Abwehr der Gäste fest. So stand es nach über 13 Minuten erst 4:2. Dann jedoch konnte man erkennen, dass Auerbach seine Nervosität besser in den Griff bekam. Forchheim tat ein Übriges dazu, produzierte Fehler am laufenden Band und gab so den Ball immer wieder unnötig ab. Die Blau-Weißen zogen zur Begeisterung der fast 250 Zuschauer unaufhaltsam davon, bauten ihren Vorsprung zwischenzeitlich auf sieben Treffer aus und hielten den Gegner bis zur Pause scheinbar problemlos auf Distanz. Beim Stand von 13:8 wurden die Seiten gewechselt.

Auch in der zweiten Halbzeit lief, mit Ausnahme einiger Entscheidungen der Unparteiischen, vieles zugunsten der Gastgeber. Schon in den ersten 30 Minuten waren einige Pfiffe zum Unverständnis der Bergstädter ertönt und auch jetzt brachten die Unparteiischen nicht nur die Tribüne, sondern auch die Akteure auf und neben dem Feld gegen sich auf. Dennoch waren es die Gastgeber, die, ob der relativ sicheren Führung, klar besser mit der unnötig aufgeheizten Stimmung zurecht kamen. Auch wenn man nun durch einige Wechsel nicht mehr so sicher in der Abwehr stand und Stefan Bauer einen Treffer nach dem anderen erzielte, hielt man das Heft des Handelns stets sicher in der Hand und ließ den Gast nicht näher als kurzzeitig auf vier Treffer herankommen.

Hatten vor der Pause die Abwehrspieler ihren großen Auftritt, so trat nun Maxim Pankraz immer mehr in den Vordergrund. Der junge Halbrechte überwand ein ums andere Mal per Schlagwurf nicht nur die Forchheimer Abwehr, sondern auch Gästetorhüter Clemens Rein, der wegen des Fehlens von Matthias Müller komplett durchspielen musste und ebenfalls keinen guten Tag erwischt hatte. „In der zweiten Hälfte haben wir deutlich besser und sicherer abgeschlossen, waren aber in der Abwehr ein ums andere Mal viel zu spät dran und haben es dadurch dem Gegner zu leicht gemacht. 19 Tore in einer Halbzeit in eigener Halle zu bekommen, das ist einfach zu viel. Wir hätten ja die zweite Hälfte fast noch verloren" sagte Matthias Schnödt im Nachgang. D

ennoch zeigte er sich weniger enttäuscht über das Spiel seiner Mannschaft, als vielmehr darüber, dass sie sich selbst die Belohnung ihrer guten Leistung vor dem Pausenpfiff noch geschmälert haben. „Man hat einfach die teilweise Unerfahrenheit gesehen. Es ist wirklich schade, wenn man kurz vor dem Ende mit acht oder neun Toren führt und sich zuletzt mit fünf zufrieden geben muss." Gleichzeitig blickte er wie immer bereits eine Woche voraus. „Wir haben jetzt Neun Punkte und vor allem einige Gegner aus dem unteren Drittel hinter uns gelassen. Nächste Woche beim derzeit übermächtig scheinenden Tabellenführer in Lauf haben wir quasi ein Bonusspiel, in dem wir relativ befreit aufspielen können, weil wir nichts zu verlieren haben, ja eigentlich nur gewinnen können."

Statistik:
SV 08 Auerbach: Kroher, Adam, Tannenberger (5), Bauer (1), Bürger, Brendel-Suchanek, Edtbauer (4), Eckert (1), Wislicenus (7), Herold (2), Hofmann A. (1), Pankraz (9/2), Wehner (1), Schalanda(1)
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 20. November 2017 um 19:27 Uhr
 
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