17 | 10 | 2017
1.Mannschaft
Spielbericht TV Marktsteft - SV 08 Auerbach I

Die Handballer des SV 08 Auerbach haben ihr zweites Auswärtsspiel mit einem klaren und letztlich ungefährdeten 25:32 (13:14) Sieg beendet. Durch deutlich verbessertes Torwartspiel sowie starke Vorstellungen von Jan Wislicenus und des erstmals eingesetzten Matthias Edtbauer dominierten die Blau-Weißen den Aufsteiger aus Unterfranken über weite Strecken der Partie. Während der TV Marktsteft weiterhin das einzige Team ohne Punktgewinn bleibt, kletterten die Oberpfälzer als eines von fünf punktgleichen Teams mit 4:4 Zählern auf Rang Neun.

TV Marktsteft - SV 08 Auerbach 25:32 (13:14)

Es gab kaum etwas auszusetzen am Spiel der Auerbacher Handballer beim unterfränkischen Aufsteiger TV Marktsteft - sieht man einmal davon ab, dass es in der Defensive durchaus noch Luft nach oben gibt und dass noch immer zu viele Großchancen, namentlich Strafwürfe, liegen gelassen werden. Zumindest zeigte sich Valentin Kroher diesmal wieder in deutlich verbesserter Form und ließ die nötige Spannung erkennen, auch wenn er gegen Ende der Partie (53. Minute) einmal etwas zu ungestüm aus seinem Kasten kam und deshalb für zwei Minuten auf die Bank verbannt wurde. Die Gastgeber konnten jedoch lediglich den anschließenden Strafwurf in Zählbares ummünzen, mussten vielmehr zwei Gegentore in Überzahl hinnehmen und beim Stand von 23:28 die Hoffnung auf den ersten Punktgewinn endgültig begraben.

Diese war zumindest in der ersten Hälfte durchaus berechtigt gewesen, denn nachdem Julian Eckert auch im vierten Spiel das erste Tor der Partie erzielt hatte, entwickelte sich ein relativ ausgeglichenes Hin- und-Her. Mehrmals wechselte die Führung bis hin zum 9:9 in der 19. Minute. Als dann die Gastgeber erstmals eine Überzahl nicht nutzen konnten und Auerbach bis zur 25. Minute mit einem 0:3-Lauf eine etwas größere Führung erzielen konnte, schien die Partie zugunsten der Gäste zu kippen. Allerdings hatten sowohl die Unterfranken, als auch das Aluminium des gegnerischen Tore etwas dagegen. „Ich glaube, wir hatten alleine in der ersten Hälfte drei und nach der Pause noch einmal zwei Pfosten- bzw. Lattentreffer" meinte hinterher Spartenleiter Paul Rupprecht, der diesmal wieder als Betreuer auf der Bank saß. Etwas mehr als zwei Minuten vor der Pause musste Karsten Herold eine Strafzeit hinnehmen. Diesmal nutzten die Unterfranken ihre Chancen besser und kamen bis zur Halbzeitsirene auf 13:14 heran.

Nach dem Wiederanpfiff gelang dem TV noch zweimal der Ausgleich, bevor die beiden besten Auerbacher, Matthias Edtbauer und Jan Wislicenus abwechselnd mit jeweils zwei Toren für die Vorentscheidung sorgten (15:19). „Es hat sich bezahlt gemacht, dass Mattias sich hat reaktivieren lassen, er hat einige wichtige Tore gemacht" freute sich Paul Rupprecht über den Rückkehrer. Danach hielten die Blau-Weißen den Gastgeber dauerhaft auf Abstand und lagen ständig mit vier bis fünf Toren in Führung. Selbst die bereits erwähnte Zeitstrafe gegen den Torhüter brachte Auerbach nicht aus der Ruhe. „Das war heute wieder eine geschlossene Mannschaftsleistung" so Rupprecht. Marktsteft konnte zwar auf drei Tore verkürzen, nur um gleich darauf ein 1:3 hinnehmen zu müssen. In der 58. Minute traf Marktstefts bester Werfer Marius Olbrich, den die Gäste während der gesamten Partie nicht entscheidend ausschalten konnten, zum letzten Mal für seine Farben (25:29). Die restlichen Tore wurden alle von Auerbacher Spielern erzielt.

Acht Sekunden vor dem Ende kam es noch zu einer aufregenden Szene, als Jan Wislicenus von Florian Irmler rüde gefoult wurde, woraufhin der Unterfranke mit „Rot" den Platz verlassen musste. „Ob man in der Situation nicht eventuell auch eine „Blaue Karte" hätte zeigen müssen, kann ich nicht sagen" sagte Paul Rupprecht. Letztlich wichtiger ist der Auswärtssieg gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt.

Mit jetzt 4:4 Punkten kletterten die Oberpfälzer auf Rang Neun. „Da die Partie am kommenden Wochenende gegen den ASV Cham ausfällt, haben wir etwas länger Zeit, uns auf das Derby aller Derbys beim HC Sulzbach-Rosenberg vorzubereiten" blickte Rupprecht schon auf das nächste Spiel. „Der heutige Sieg war ungemein wichtig, denn durch das fehlende Spiel gegen Cham „hinken" wir in den nächsten Wochen und Monaten sowieso schon hinterher."

SV 08 Auerbach: Kroher, Adam, Tannenberger (2), Bauer (1/1), Hofmann M. (3), Brendel-Suchanek, Edtbauer (7), Eckert (1), Wislicenus (9/2), Herold, Hackenberg (3), Schalanda (6)

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 10. Oktober 2017 um 11:25 Uhr
 
Vorbericht TV Marktsteft - SV 08 Auerbach I
Im zweiten Auswärtsspiel der noch jungen Saison müssen die Handballer des SV 08 Auerbach an diesem Sonntag beim TV Marktsteft und damit erneut bei einem Neuling antreten. Der Aufsteiger aus der BOL Unterfranken weist nach zwei deutlichen Auswärts- und einer äußerst knappen Heimniederlage als einziges Team noch keinen Punktgewinn aus. Mit einem Sieg könnte Auerbach den Anschluss ans Mittelfeld wieder herstellen. Bei genügend Interesse wird ein Fan-Bus eingesetzt, Abfahrt ist um 12:00 Uhr am Place de Laneuveville, Anpfiff in der Mehrzweckhalle in Marktsteft ist bereits um 15:30 Uhr.

Etwa 2.000 Einwohner zählt die bereits 1197 erstmals urkundlich erwähnte, direkt am Main gelegene Gemeinde Marktsteft, sie ist Teil des unterfränkischen Landkreises Kitzingen und befindet sich in einer der bekanntesten Weingegenden Bayerns, denn das Maindreieck zählt zu den wärmsten und trockensten Regionen Frankens. Doch die Handballer des SV 08 Auerbach fahren an diesem Sonntag nicht wegen der historischen Hafenanlagen und zum Besuch einer der vielen Heckenwirtschaften oder gar zum Verzehr einiger „Blauer Zipfel“, der regionalen Spezialität dort hin. Vielmehr wollen sie versuchen, gegen den nach zehn Jahren erstmals wieder in die Landesliga aufgestiegenen TV Marktsteft ihre am vergangenen Wochenende gegen den favorisierten MTV Ingolstadt verdienten Punkte zu vergolden.
Der Aufsteiger konnte in den drei Spielen bisher noch keinen Punktgewinn erzielen und wird dementsprechend motiviert in sein zweites Heimspiel gehen. Dort, mit dem eigenen Publikum im Rücken, sieht Trainer Viliam Vitkovic, der in seinem dritten Jahr die Mannschaft auch durch die Landesliga führen will, die besten Chancen, die nötigen Punkte für den Klassenerhalt einzufahren. Wer nun glaubt, der Name Vitkovic käme ihm bekannt vor, der irrt nicht. Der 42-jährige Slowake, der auch jetzt noch hin und wieder selbst ins Spielgeschehen eingreift, ist als ehemaliger Rückraum-Torjäger des TSV Rödelsee für Auerbach ein „alter“ Bekannter. Ähnliches kann über Rechtsaußen Gabor Csorba gesagt werden. Der ungarische Linkshänder kam zusammen mit Vitkovic und Franz-Xaver Hetterich vom Erzrivalen und ehemaligen Drittligisten. Letzterer weilt jedoch noch bis zum Jahresende in den USA und kann erst in der Rückrunde eingreifen, während Csorba an einer schmerzhaften Verletzung der Wurfhandschulter laboriert und möglicherweise ebenfalls ausfällt.
Nach dem Ende der Zusammenarbeit der beiden Vereine – man hatte in der Jugendarbeit von 2006 bis 2016 die Handballgemeinschaft (HG) Marktsteft/Rödelsee betrieben – und nach dem Rückzug des TSV aus der 3. Liga in die BOL, schlossen sich weitere Spieler dem TV Marktsteft an. Mit Marius Olbrich kam ein torgefährlicher Rückraumwerfer, der sich in der laufenden Runde mit bisher insgesamt 15 Treffern auch gleich an die Spitze der internen Torschützenliste gesetzt hat. Zuletzt kam vor dieser Runde mit Kreisläufer Simon Weigand ein weiterer Rödelseer hinzu. Ein Vorteil der nahegelegenen Handball-Hochburgen Unterfrankens zeigt sich in den vielfältig genutzten Wechselmöglichkeiten zwischen den Vereinen. So kam von der DjK Rimpar mit Florian Schneider ein Akteur, der die vorläufig ausfallenden Spieler ersetzen und dem Rückraum die nötige Verstärkung bringen soll, eine Aufgabe, die er mit bisher 12 Treffern sehr gut gelöst hat. Trainer Vitkovic betont, dass der TV Marktsteft nicht auf Leistungsträger aus Osteuropa setzt, wie manch einer der Ligakonkurrenten, sondern dass man hauptsächlich mit eigenen Leuten sowie Spielern aus der Region arbeiten will. Die Spielweise soll „wieder auf Tempo und Gegenstöße ausgelegt sein. Es gilt, die einfachen Tore zu machen.“

Für Auerbachs Trainer Matthias Schnödt ist der kommende Gegner „mit Ausnahme einiger Spieler eher unbekannt. Es scheint ein junges Team zu sein, das zwar schwach gestartet ist, aber mit Sicherheit hoch motiviert in die Partie gehen wird, zumal man sich vor eigenem Publikum präsentiert.“ Bei seiner eigenen Mannschaft hat sich im Vergleich zur Vorwoche wenig getan auf der Verletztenliste. So fehlen neben ihm selbst auch diesmal wieder Sebastian Bürger, Alexander Hofmann und Maxim Pankraz wegen ihrer jeweiligen Verletzungen. Daneben entscheidet sich erst am Spieltag, ob Volker Hackenberg und Raul Adam dabei sein können. „Ich erwarte ein enges Spiel, in dem wir unsere Angriffsleistung vom vergangenen Wochenende bestätigen wollen“ so der Trainer. Gleichzeitig wies er aber erneut eindringlich darauf hin, dass Abwehr- und Torwartspiel deutlich verbessert werden müssten. „Wenn es uns dann auch noch gelingt, uns bei der Chancenverwertung zu steigern, dann sehe ich eine gute Möglichkeit, dass wir uns auch diesmal wieder mit Punkten belohnen.“
Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 06. Oktober 2017 um 06:18 Uhr
 
Spielbericht SV 08 Auerbach I - MTV Ingolstadt
Mit einem hoch verdienten Heimsieg gegen den favorisierten MTV Ingolstadt gaben die Handballer des SV 08 Auerbach eine erfreuliche Antwort auf die zuletzt gezeigten Leistungen. Nach einer Viertelstunde der Unsicherheit übernahmen die Schützlinge von Matthias Schnödt die Initiative, spielten wie aus einem Guss und waren über weite Strecken der Partie das bessere Team. Einzig die Chancenverwertung, wie auch die zu hohe Anzahl an Gegentoren, machten das Spiel spannender als nötig. Die Oberpfälzer meldeten sich mit diesem eher unerwarteten Sieg zurück im Kampf um den Klassenerhalt und belegen nun punktgleich mit fünf weiteren Teams mit 2:4 Zählern Rang Elf.

SV 08 Auerbach - MTV Ingolstadt: 32:31 (16:16)

„Ich bin heute unglaublich stolz auf das Team, auf jeden Einzelnen" freute sich Spartenleiter in der Sekunde der Schlusssirene über einen Sieg, der aufgrund der internationalen Erfahrung und der individuellen Klasse der gegnerischen Spieler nicht unbedingt zu erwarten war. „Man könnte jetzt vielleicht den einen oder anderen Spieler etwas hervorheben, damit würde man aber dem Rest der Mannschaft Unrecht tun. Das war heute eindeutig ein Mannschaftssieg" so Rupprecht weiter. Dennoch gab es im völlig neu zusammengewürfelten Team einzelne Spieler, die mit sehr guten Leistungen die anderen ein wenig überragten. Zu nennen sind sicherlich Thomas Bauer, der trotz weniger Trainingseinheiten eine starke Partie ablieferte, ständig für Druck sorgte und mehrmals seine Mitspieler hervorragend in Szene setzte. „Thomas war heute ein wichtiger Baustein" freute sich auch Matthias Schnödt über die gute Leistung des Wiederkehrers. Ein ähnlich dickes Lob hatte er für den reaktivierten „Altmeister" auf der linken Außenbahn übrig. „Ich glaube, Volker (Hackenberg) hat heute nicht einen Fehlwurf gehabt, und das fast ohne Training. Manche Tore waren dabei, die wirft nur er." Auf der gegenüberliegenden Außenbahn machte Daniel Schalanda mit einer seiner wohl besten Leistungen auf sich aufmerksam und trug sich ebenfalls sechsmal in die Torschützenliste ein. „Schalo hat sowohl im Angriff, wie auch in der Abwehr ein gutes Spiel gemacht, und wenn er kurz vor Schluss seine Großchance auch noch nutzt, dann macht er den Deckel schon vorzeitig drauf" so sein Trainer. Als letzter im Bunde ist wohl erneut auch Jan Wislicenus zu erwähnen. Er findet sich offenbar immer besser im Auerbacher Spielsystem zurecht, überrascht den Gegner immer wieder mit unerwarteten Pässen und brachte durch seine Wendig- und Schnelligkeit immer wieder Gefahr vor das Tor der Gäste.

Hier zeigte sich auch die größte Schwäche des Favoriten. Körperlich den Gastgebern zwar deutlich überlegen, spielten die Oberbayern einen eher geruhsamen Handball, sicher zwar, und bei fast jedem Angriff erfolgreich - was allerdings auch an der Offenheit der Auerbacher Defensivabteilung und ihrer Torhüter lag - doch lange nicht so schnell, wie man es schon in der Helmut-Ott-Halle gesehen hat. Es zeigte sich nach einer Viertelstunde, in der die Gastgeber fast wie die berühmte Maus vor der Schlange agiert und den vermeintlich übermächtigen Gegner ehrfürchtig gewähren hatten lassen, dass man den Oberbayern mit schnellem Spiel durchaus das eine oder andere Problem bereiten kann. Zudem hatte Ingolstadt mit zunehmender Dauer des Spiels immer weniger zündende Ideen. „Wir wussten, wenn wir es schaffen, möglichst lange dran zu bleiben, dann verlieren sie den Spaß am Spiel" erklärte Matthias Schnödt die taktische Marschroute vor dem Spiel. Als jedoch in der 16. Minute ein Rückstand von 7:11 von der Anzeigentafel leuchtete, schlich sich bei einem Gutteil der gerade einmal 135 Zuschauer ein ungutes Gefühl in die Magengrube. Doch die Blau-Weißen ließen sich diesmal nicht entmutigen und schlugen mit zwei schnellen Treffern zurück. Ingolstadt legte zwar immer wieder einen Treffer vor, konnte sich jedoch nicht entscheidend absetzen und musste sogar fast mit der Pausensirene den Ausgleich zum 16:16 entgegen nehmen.

Nach der Pause ließ sich nicht erkennen, wer von den beiden Teams der Favorit und wer das Team ist, das um den Klassenerhalt kämpft. Vielmehr trat das Heimteam immer selbstsicherer auf und ließ den Gästen kaum noch Raum, sich zu entfalten. In der 37. Minute gelang Thomas Bauer per Strafwurf endlich die heiß ersehnte und verdiente Führung zum 19:18, doch bereits sechs Minuten später hatte Ingolstadt den Spieß zum 22:23 wieder umgedreht. Neun Minuten vor dem Ende kannte der Jubel in der Halle dann kaum ein Halten, denn zur überraschten Freude Aller zogen die Oberpfälzer mit einem 5:2-Lauf auf einen komfortablen Drei-Tore-Vorsprung davon (28:25). Doch wer ein wenig Ahnung vom Handball hat, der weiß, wie schnell sich das Blatt wenden kann. „Möglicherweise haben die Jungs da ein wenig Angst vor der eigenen Courage bekommen" so Matthias Schnödt. Vergebene Großchancen und ein verworfener Siebenmeter gaben den Gästen die Möglichkeit in der 56. Minute zum Ausgleich (28:28). Allerdings ließ sich Auerbach diesmal die Butter nicht mehr vom Brot stehlen, spielte konzentriert weiter und als in der 59. Thomas Bauer per Strafwurf und 40 Sekunden vor Schluss Jan Wislicenus aus dem Feld das 32:30 erzielten, war die Partie endgültig entschieden.

„Wir haben heute wichtige Punkte gewonnen, dürfen jetzt bei aller Freude aber nicht abheben. Erst wenn es uns gelingt, die Euphorie ins nächste Spiel in Marktsteft mitzunehmen, und wir dort auch punkten können, dann sind wir wieder im Rennen" blickte Matthias Schnödt bereits eine Woche voraus.

Statistik:
SV 08 Auerbach: Kroher, Adam, Friedl, Tannenberger (5), Bauer (6/5), Hofmann M. (1), Weisser, Ziegler, Eckert (1), Wislicenus (6/1), Herold (1), Hackenberg (6), Schalanda (6)
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 02. Oktober 2017 um 18:40 Uhr
 
Vorbericht SV 08 Auerbach I - MTV Ingolstadt
Den mit zwei Niederlagen in die Saison gestarteten Handballern des SV 08 Auerbach steht an diesem Wochenende eine sehr schwere Heimpartie bevor. Am Sonntag um 16:00 Uhr erwarten die personell stark angeschlagenen Oberpfälzer den aktuellen Spitzenreiter MTV Ingolstadt, der seinerseits bereits zwei Siege auf dem Konto hat. Die Oberbayern, die im Vorjahr als Neuling die Runde auf Platz Sechs abschlossen, haben noch einmal kräftig investiert, um ihre ambitionierte „Vision 2020“ zu untermauern. Das Vorspiel in der Helmut-Ott-Halle um 14:00 Uhr bestreitet auch diesmal wieder die männliche B-Jugend.

Mit dem MTV Ingolstadt empfangen die Handballer des SV 08 Auerbach an diesem Sonntag den aktuellen Spitzenreiter der Staffel. Nachdem bei den „Lila-Weiße“ am Ende der Saison 2013/2014 mit dem Abstieg in die Bezirksliga der absolute Tiefpunkt für den Handball in der Audistadt erreicht war, tat sich eine Gruppe aus aktuellen und ehemaligen Spielern zusammen und formulierte ein ehrgeiziges Ziel. Eine „Vision“ war geboren. Bis zum Jahr 2020 peilen die „Schanzer“ die 3. Liga an, um den Handball in der Audi-Stadt als dritte Kraft hinter Eishockey und Fußball zu etablieren. Mit einer komplett umgebauten Mannschaft schaffte man nicht nur den direkten Wiederaufstieg in die BOL, sondern ließ schon im Jahr darauf den nächsten Meistertitel folgen.
Nach nur einem Jahr in der Landesliga, das man als Tabellensechster abschloss, wurde noch einmal kräftig umgebaut und investiert, um auch in dieser Saison die „Vision 2020“ nicht aus den Augen zu verlieren. So wurde in der Nachfolge von Dieter Auernhammer mit Erik Brasko ein neuer, höherklassig erfahrener Trainer gefunden. Der 38-jährige Slowake war als Spieler mit dem SC Freising in die Bayernliga aufgestiegen und war dort bis 2015 auch als Trainer tätig. Er führte die Freisinger zum Wiederaufstieg in die Landesliga, genauso wie nach seinem Wechsel im Jahr 2015 sein neues Team aus Altenerding. "Wir waren in der vergangenen Saison noch nicht konstant genug. Wir müssen uns noch auf einigen Positionen verstärken, um das große Ziel, den Aufstieg in die 3. Liga bis 2020, aufrechtzuerhalten", sagte der Sportliche Leiter Norbert Hartmann. So konnte er die Rückkehr von Andrei Alin Macovei (29) nach einer Saison beim Landesliga-Aufsteiger TSV Mainburg vermelden. Mittelmann Macovei war 2015 vom rumänischen Erstligisten CSM Ploiesti nach Ingolstadt gekommen und hatte großen Anteil an der Meisterschaft der Schanzer gehabt.
Für die linke Rückraumposition wurde mit dem 1,90 Meter großen Dino Sabljakovic (28) aus Bosnien Herzegovina ein würdiger Nachfolger für den nach nur einem Jahr nach Ismaning abgewanderten Olaf Neumann gefunden. Mit Ernad Huzejrovic (26) kam ein weiterer Rückraum Mitte mit Erfahrungen aus der Bayernliga hinzu. Er hat, ähnlich wie Slowake Peter Mesiarik, bereits in Kindertagen in Freising das Handballspielen erlernt. Der Letztgenannte war in der vergangenen Saison neben Linkshänder Andreas Auernhammer einer der Torgaranten des MTV. Doch nicht nur für den Rückraum wurde Verstärkung gesucht. Auch die Außenseiten sowie der Kreis erfuhren eine Aufwertung. Dabei ging den Schanzern mit Martin Briatka (26) aus der ersten slowakischen Extraliga ein absoluter Hochkaräter ins Netz. Der 1,82 Meter große Slowake bringt die Erfahrung von 50 Länderspielen und etlichen EHF-Cup-Einsätzen auf der Linksaußenposition mit. Am Kreis erwartet die Auerbacher Abwehr mit dem fast 2 Meter großen und über 100 Kilogramm schweren Rumänen Matei Serban (30) ein weiterer Neuzugang und gleichzeitig eine wuchtige Aufgabe. „Stephan Auernhammer, Peter Mesiarik, die starken Torhüter und die Neuzugänge – wen wundert es bei diesen Namen noch, dass Ingolstadt super in die Runde gestartet ist“ zeigte sich auch Matthias Schnödt von der sehr guten Besetzung der „Lila-Weißen“ beeindruckt. „Sie spielen technisch starken Handball und werden sicherlich um die Meisterschaft mitspielen.“
Eine Mammutaufgabe erwartet somit sein angeschlagenes Team. Neben Sebastian Bürger und Alexander Hofmann, die beide verletzt ausfallen, ist auch diesmal ein Einsatz von Jugendspieler Maxim Pankraz fraglich. Zu guter letzt hat sich auch noch Jonas Brendel-Suchanek im Training verletzt und kann nicht dabei sein. Schnödt selbst, dessen Verletzung sich nach eingehender Untersuchung „nur“ als zwei angebrochene Handwurzelknochen herausstellte, wird dem Team als Stabilisator der Abwehr ebenfalls einige Wochen fehlen. „Auch nach den zwei deutlichen Niederlagen verfällt bei uns noch niemand in Panik. Wir wussten, dass es sehr schwer werden würde, aber dass es so früh in der Saison so viele Verletzungen geben würde, war nicht abzusehen. Für Sonntag wird es ziemlich eng. Ich erhoffe mir aber im Laufe der nächsten Wochen eine kontinuierliche Verbesserung und erwarte vom Team, dass es defensiv wie offensiv zumindest anders auftritt, als zum Beispiel letzte Woche. Wenn es uns gelingt, die technischen Fehler zu minimieren, dann haben wir, zumal in eigener Halle, durchaus auch Chancen auf Zählbares – warum nicht gleich an diesem Wochenende?“
Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 29. September 2017 um 19:24 Uhr
 
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