25 | 09 | 2018
Relegation 2. Mannschaft

Die erste Weiche für die neugegründete SG Auerbach/Pegnitz ist gestellt. Am Samstag und Sonntag konnte das Reserveteam des SV 08 Auerbach die Abstiegsrelegation gegen den ATSV Kehlheim e.V. für sich entscheiden, sodass die SG in der kommenden Saison weiterhin in der Bezirksliga antreten kann.  

Handball Bezirksliga West
SV 08 Auerbach II - ATSV Kehlheim e.V.: 35:27 (17:13)

Zum ersten der beiden, vom BHV vorsorglich angesetzten Spiele empfing die Zweite des SV 08 Auerbach den ATSV Kelheim am Samstagnachmittag um 14:00 Uhr. Trotz der ungewöhnlichen Anwurfzeit und des fast sommerlichen Wetters kamen über 60 Zuschauer in die Helmut-Ott-Halle, um Stefan Deinzer und sein Team zu unterstützen. Anfangs entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem sich keines der Teams absetzen konnte. Beim Stand von 7:7 in der elften Minute konnte Auerbach eine Strafzeit gegen Kehlheim nicht nutzen und musste sogar zwei Tore in Überzahl hinnehmen. Die Gäste nutzten in dieser Phase jede Unaufmerksamkeiten der Heimmannschaft gnadenlos aus und gingen sogar mit 7:10 in Führung.

Doch die Bergstädter fingen sich wieder und kämpften sich Tor um Tor heran. Beim 11:10 lagen die Auerbacher nach 22 Minuten dann wieder in Front. Hier war es vor allem Florian „Flo" Kolb, der sich immer wieder gut durchsetzen konnte. Eine Umstellung in der Abwehr auf eine 5:1 Formation brachte die Gäste in der Folgezeit aus dem Tritt. Nun war es an Auerbach, die Fehler des Gegners zu nutzen. Drei Tore am Stück von Volker Hackenberg stellten den beruhigenden Pausenstand von 17:13 für Auerbach her.

In der zweiten Halbzeit versuchte Kelheim mit allen Mitteln, den Rückstand zu verringern, aber die Gastgeber zogen nun ihr Spiel durch und hielten den Gast immer auf Abstand. Das Team um Spielertrainer Stefan Deinzer baute seine Führung sogar noch aus und kam nur kurz in Bedrängnis, als Kelheim auf eine offenere Deckung umstellten. Aber bald hatte man die Situation wieder im Griff und spielte ohne Gefahr die Restzeit herunter.

„Der Endstand von 35:27 ist eine sehr gute Ausgangsposition für das Rückspiel morgen Abend", freute sich Stefan Deinzer. Hervorzuheben bei einer sehr guten Mannschaftsleistung sind Volker Hackenberg und Flo Kolb, die beide zehn Tore erzielten. „Ein gefährliches Ergebnis" warnte jedoch Spartenleiter Paul Rupprecht bei aller Freude davor, den Vorsprung zu überschätzen. „Erst recht, weil Flo und eventuell auch Volker morgen nicht dabei sein können."  

ATSV Kehlheim e.V - SV 08 Auerbach II: 21:16 (10:8)

Um es gleich vorweg zu nehmen, Volker war doch dabei. Zusammen mit dem Team waren auch sechs Fans angereist und bildeten mit ihren Trommeln die lauteste Fraktion der insgesamt etwa 40 Zuschauer. Ähnlich wie am Vortag lief das Spiel zunächst in gleichmäßigen Bahnen. Kurz nachdem Henning Hein in der 11. Minute das 3:4 erzielt hatte, gab es aber einen Bruch im Spiel der Gäste. Der ATSV zog nun Tor um Tor davon, nutzte dabei auch eine Zeitstrafe gegen Sebastian Schwemmer und lag nach 20 Minuten mit 8:4 in Front. „Es lief bis dahin eigentlich ganz gut" war Stefan Deinzer vom Zwischenspurt der Gastgeber überrascht. Dennoch ließen sich die Bergstädter nicht entmutigen. Mit einer starken Abwehr und einem sehr guten Mario Friedl im Tor kämpfte man sich wieder heran und gestaltete das Ergebnis bis zur Pause etwas freundlicher. Beim Stand von 10:8 ging man in die Kabinen.

Die zweite Hälfte lief anfangs ganz nach Plan für Auerbach, und als Volker Hackenberg in der 39. Minute gar zum 12:12 traf, begannen im Gästelager die Hoffnungen zu keimen. „Plötzlich waren es sieben Tore und ich weiß nicht, woher die kamen," suchte Stefan Deinzer nach Gründen für den zwischenzeitlichen Rückstand seines Teams (20:13) in der 49. Minute. „Thomas Bauer wurde fast das ganze Spiel in Manndeckung genommen, womit wir mal besser, mal weniger gut zurecht gekommen sind." Dazu kamen noch einige Fehler, ein vergebener Strafwurf und eine Zeitstrafe gegen Bauer. „Kehlheim hatte sogar die Chance auf Acht davonzuziehen, aber unsere Abwehr hat sich gefangen und Mario wieder besser unterstützt."

Als Auerbach in der 50. Minute erneut einen Treffer in Überzahl hinnehmen musste (21:14), musste man das Schlimmste befürchten und Stefan Deinzer legte die Grüne Karte auf den Zeitnehmertisch. Nach der Auszeit stabilisierte sich die Defensive der Gäste nicht nur, sondern brachte die nun immer nervöser werdenden Hausherren komplett aus dem Konzept. „Kehlheim hatte in den letzten zehn Minuten eine hohe Fehlerquote," so Deinzer. „Das ist aber verständlich, weil ihnen die Zeit davon gelaufen ist." Dass die Gastgeber jedoch gar keine und Auerbach dagegen zwei Tore zustande brachten, ließ, mit Blick auf das Gesamtergebnis, das Pendel endgültig zugunsten der Auerbacher ausschlagen.

Während die Bergstädter trotz der Niederlage wegen des direkten Vergleichs die Nase vorn und damit den Klassenerhalt endgültig sicher haben, hat Kehlheim sein Schicksal nun nicht mehr in eigener Hand und muss hoffen, dass nicht beide bayerischen Ost-Drittligisten absteigen. „Wir sind durch, alles andere ist im Moment unwichtig" verabschiedete sich Stefan Deinzer zu seinem feiernden Team.

Tore Hinspiel:
SV 08 Auerbach: Kolb (10/3), Küffner (5), Deinzer, Bauer (3), Wüst, Friedl, Ziegler, Hackenberg (10), Raß (2), Feder (2), Sporrer, Beßenreither, Reger J., Brendel-Suchanek (3)
ATSV Kehlheim: Finger (4), Prudil (1), Steger, Tognotti (1), Burggraf (5), Lüthi (6/1), Flotzinger (6), Lang (1), Müller, Rappl, Galli (3)

Tore Rückspiel:
ATSV Kehlheim: Fehse, Finger (3), Prudil (1), Breunig, Bürger (12/4), Burggraf, Jessen, Tognotti, Flotzinger (4), Lang, Müller (1), Rappl, Galli
SV 08 Auerbach: Hein (4), Wüst, Hackenberg (6/3), Deinzer, Bauer (1/1), Folkenborn (1), Friedl, Ziegler (1), Schwemmer (1), Raß (1), Reger J., Brendel-Suchanek, Feder (1)

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 23. April 2018 um 20:08 Uhr