19 | 07 | 2018
Aktuelles

So sieht's in der Bezirksliga vor dem letzten Spieltag aus:

Nicht nur für das Landesligateam des SV 08 Auerbach geht in den verbleibenden fünf Spielen um den Erhalt der Klasse, auch das Reserveteam hofft auf den Verbleib in seiner Liga. Wichtig ist dies vor allem im Hinblick auf die Liga-Zugehörigkeit der zukünftigen Spielgemeinschaft (SG) mit dem ASV Pegnitz, der sich in einer ähnlichen Lage befindet. Beide Teams stehen an diesem Wochenende letztmals in ihrer jeweiligen Bezirksliga-Runde in der Pflicht, wobei mindestens eines von beiden die Klasse halten sollte, um auch in der kommenden Saison dort antreten zu dürfen.

Die Landesliga-Handballer des SV 08 Auerbach müssen bei ihren Bemühungen um den Klassenerhalt immer auch ein Auge auf das drohende Damokles-Schwert einer Relegation haben, solange in der 3. Liga der HSC 2000 Coburg II und der HSC Bad Neustadt in Abstiegsgefahr schweben. Aktuell belegen beide bayerischen Vereine einen der drei letzten Plätze, was den Abstieg bedeuten würde, sodass in der Folge aus der Bayernliga vier und aus der Landesliga neun Teams absteigen müssten. Den neunten Absteiger müssten die Tabellenzehnten der beiden Staffeln in einer Relegationsrunde unter sich ausmachen.

Noch ist es jedoch nicht so weit, noch sind etliche Spiele zu absolvieren (z. B. 3. Liga 6 Spiele) und noch weiß niemand, wo Auerbach am Ende landen wird. Inwieweit sich ein solches Szenario auf die nachfolgenden Ligen auswirken würde kann dahin stehen, denn spannend wird es an diesem Samstag so oder so, wenn das Reserveteam der Auerbacher um 19:30 Uhr beim Tabellenfünften HC Hersbruck e.V. antritt. Auch hier geht es um nichts weniger als um den Klassenerhalt, denn derzeit belegen die Bergstädter mit einem Punkt Vorsprung vor der HSG SGS Erlangen/HC Niederlindach II Platz Acht und damit den ersten Nicht-Abstiegsplatz der Bezirksliga Ostbayern. Ein Punkt würde den Oberpfälzern genügen und selbst eine Niederlage bei einer gleichzeitigen Niederlage oder einem Remis der Niederlindacher bei der HG Eckental hätte wegen des gewonnenen direkten Vergleichs keine negativen Auswirkungen. „Eckental wird sein letztes Heimspiel sicher gewinnen wollen und seinen guten dritten Platz verteidigen. Das würde uns schon reichen“ glaubt Trainer Stefan Deinzer fest an den Klassenerhalt. „Aber ich werde auf jeden Fall eine starke Truppe mit nach Hersbruck nehmen.“ Zumindest das nur zwei Punkte zurückliegende Tabellenschlusslicht SV Buckenhofen II müssen die Bergstädter nicht fürchten, denn auch hier hat man im direkten Vergleich die Nase vorn.

Ähnlich schwierig stellt sich die Lage für den ASV Pegnitz dar. Mit 12:22 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz der Bezirksliga Oberfranken gelegen, empfängt man am Sonntag um 11:00 Uhr den Tabellen-Vierten TS Coburg in der Christian-Sammet-Halle. Dass man zu diesem Zeitpunkt bereits auf das am Samstag stattfindende Duell von Schlusslicht TV Münchberg II (12:22 Punkte) mit dem Drittletzten HaSpo Bayreuth III (13:21) zurückblicken kann, kann man hoffentlich zum eigenen Vorteil nutzen.

„Eines der beiden Teams sollte unbedingt die Bezirksliga halten“ hofft auch Auerbachs Spartenleiter Paul Rupprecht. „Schließlich soll die SG einigermaßen anspruchsvoll an den Start gehen.“ Damit spricht er die Neugründung der Spielgemeinschaft zwischen dem SV 08 Auerbach und dem ASV Pegnitz an. Nachdem man schon sein längerer Zeit im Jugendbereich zusammenarbeitet, soll ab der Saison 2018/2019 auch bei den Erwachsenen als SG Auerbach/Pegnitz firmiert werden. „Wir haben fristgerecht bis 31. März beim BHV den Antrag eingereicht und auch die Bezirke informiert. Sowohl Oberfranken als auch Ostbayern haben bereits Grünes Licht gegeben, die Antwort vom BHV erwarten wir Mitte April“ so Rupprecht. Gleichzeitig erklärte er, dass die zukünftige SG neben der Landesliga-Lizenz gerne auch eine der beiden Bezirksliga-Lizenzen nutzen würde. „Wir gehen von der Genehmigung der SG aus und hoffen, dass mindestens eines der beiden Teams die Klasse hält. In jedem Fall wird die SG in Zukunft im Bezirk Ostbayern antreten, bevorzugt natürlich in der Bezirksliga.“ Genaueres konnte er aus den oben genannten Gründen noch nicht sagen. „Spätestens am Sonntagnachmittag wissen wir Bescheid, was die Klasse betrifft.“ Ein Abstieg Beider würde „der Gründung der SG und dem angestrebten Spielbetrieb junger, talentierter Spieler in der höchstmöglichen Liga einen gehörigen Dämpfer versetzen. Beiden Teams sollte deshalb die notwendige Unterstützung zu Teil werden, um auch in der nächsten Saison die Bezirksliga als Unterbau für die Landesliga nutzen zu können.“

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 23. März 2018 um 07:10 Uhr