21 | 10 | 2019
Vorbericht TV Münchberg - SV 08 Auerbach I

Nach dem überzeugenden Sieg des vergangenen Wochenendes treten die Handballer des SV 08 Auerbach an diesem Samstag beim TV Münchberg und damit beim derzeit stärksten oberfränkischen Team der Liga an. Nach einer wechselhaften Hinrunde hat sich die Mannschaft um Trainer Christian Seiferth deutlich stabilisiert und musste seit der Winterpause nur vier Punkte abgeben, was mit Rang Sechs und dem Bewusstsein, dem Saisonziel des möglichst frühen Klassenerhalts schon sehr nahe zu sein, belohnt wurde. Somit treffen zwei Teams aufeinander, die beide Grund zu selbstbewusstem Auftreten haben. Anpfiff in der Gymnasiums-Halle ist um 19:45 Uhr.

Ähnlich wie in der vergangenen Saison, als der TV Münchberg am Ende mit drei Toren die Nase vorn und den direkten Vergleich gewonnen hatte, haben die Oberfranken auch an diesem Wochenende einen kleinen Vorteil gegenüber dem Team um Spielertrainer Matthias Schnödt. Zum einen treten die Blau-Weißen wieder einmal ersatzgeschwächt an, zum anderen hat der TV seine Heimstärke inzwischen wieder etabliert, wobei ihm zugute kommt, dass die fünf führenden Teams der Staffel bereits alle in der Vorrunde zu Gast waren. Anders als in den teils knappen Niederlagen gegen die fünf Favoriten-Teams, wurden die übrigen Gegner oft mit deftigen Ergebnissen nach Hause geschickt. Vor allem seit Beginn der Rückrunde zeigt sich die Seiferth-Sieben deutlich stabiler und versteht es, auch auswärts zu punkten. So gab es in den sechs Partien seit Beginn des Jahres drei Siege, zwei Unentschieden und lediglich eine Niederlage zu verzeichnen. Bemerkenswert dabei ist, dass man viermal davon in fremder Halle antreten musste. Vor allem das Ergebnis in Cham (22:22), aber auch die Heimsiege gegen den HC Sulzbach (30:28) und das Kanter-Ergebnis gegen Forchheim (35:22) dürften den Oberfranken viel Selbstvertrauen verschafft haben.

Da stört auch die äußerst knappe Niederlage vom vergangenen Wochenende in Lauf (24:23) nicht allzu sehr, zumal man den Favoriten lange Zeit am Rande einer Niederlage hatte und sich, trotz geharztem Spielgerät, erst in den letzten Minuten geschlagen geben musste. Wie so oft konnte sich Seifert auch diesmal wieder auf seine „üblichen Verdächtigen“ verlassen. So erzielten Spielgestalter Jan Lad (5) und Rückraumschütze Vit Kalas (6) allein schon fast die Hälfte aller Gästetore, während Linkshänder Jakub Skavril über Rechtsaußen und vom Siebenmeterpunkt insgesamt weitere sieben Treffer (7/4) beisteuerte. Vor der Saison als Verstärkung verpflichtet, hat sich der 31-jährige inzwischen mit 115/60 Toren nicht nur mit großem Vorsprung an die Spitze der internen Liste, sondern auch unter die zehn besten Torschützen der Staffel geworfen. Daneben stellt er mit 1,83 Metern Größe und 80 Kilogramm ein schwer überwindliches Hindernis in der Abwehr dar. In die Reihe der mehrfachen Rückraumtorschützen reiht sich immer wieder auch Torsten Krauß von der halblinken Position ein. Er war es auch, der den Auerbachern im Vorjahr das Leben mehr als schwer machte. Ein weiterer Garant für die guten Ergebnisse der letzten Wochen war und ist Torhüter Cenk Uzun. Bei der Hinspiel-Niederlage in Auerbach eher blass, erwies sich der Routinier in Lauf einmal mehr als der nötige Rückhalt für seine Farben.

Die Grün-Schwarzen wollen sich nun am Samstag vor eigenem Publikum nicht nur für diese, sondern auch für die Hinspielniederlage in der Helmut-Ott-Halle rehabilitieren. „Münchberg ist für mich eindeutig der Favorit, denn wir sind ersatzgeschwächt und müssen uns auf den ungeharzten Ball einstellen. Der TV ist heimstark, hat gute Torhüter und einen starken Rückraum, ist aber auch darüber hinaus sehr ausgeglichen besetzt. Mit den guten Ergebnissen der letzten Wochen erwartet uns sicher ein selbstbewusstes Team“ ermahnte Auerbachs Spielertrainer Matthias Schnödt seine Spieler zu einem konzentrierten Auftritt. „Wir brauchen vor allem eine gute Abwehr, damit wir in unser schnelles Gegenstoß-Spiel kommen und hoffentlich einige einfache Tore erzielen können.“

Leider haben sich unter der Woche einige Spieler krank gemeldet. So sind neben den verletzt sicher ausfallenden Lukas Weisser und Julian Eckert er selbst, Moritz Hofmann und Maxim Pankraz von der Grippe geplagt und womöglich nicht einsatzfähig. Dafür stehen Karsten Herold und Alexander Hofmann wieder zur Verfügung. Schnödt erinnerte noch einmal an die vergangene Saison. Nach einem klaren Heimsieg (32:24) wurde man in Münchberg mit 36:25 abgefertigt. Gelingt es ihm, seinem Team auch von der Bank aus den nötigen Biss mitzugeben, den er auf dem Feld gegen Sulzbach gezeigt hat, dann sollte für die Blau-Weißen auch in Münchberg durchaus etwas Zählbares möglich sein. „Wir haben dort im letzten Jahr eines unserer schlechtesten Spiele der gesamten Saison abgeliefert und sind richtig unter die Räder gekommen. Diesmal erwarte ich von meinem Team, dass es an die kämpferische Leistung vom vergangenen Wochenende anknüpft und den Gegner möglichst lange vor Probleme stellt.“

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 09. März 2018 um 19:49 Uhr